U23 der HSG Konstanz rückt auf Platz drei vor
Handball

U23 der HSG Konstanz rückt auf Platz drei vor

Trainer Matthias Stocker: „80 Prozent Stolz, 20 Prozent leichte Enttäuschung“

Oberliga Baden-Württemberg:

HSG Konstanz U23 – TSG Söflingen 33:32 (16:17)

 

Die U23 der HSG Konstanz schwimmt weiter auf einer mächtigen Erfolgswelle. Mit dem 33:32 (16:17)-Erfolg gegen die TSG Söflingen feierte die jüngste Mannschaft der Oberliga den neunten Sieg im Jahr 2019 und rückte mit nun 35:19 Punkten auf den dritten Tabellenplatz vor. „Sensationell“, sagt Trainer Matthias Stocker und meint: „Das kann man kaum in Worte fassen.“ Da Plochingen jedoch ebenfalls erfolgreich war, stehen die Württemberger als Tabellenzweiter und Teilnehmer an der Relegation zur 3. Liga fest.

 

Dass vor dem letzten Spieltag lediglich ein Pünktchen zur weiter bestehenden Chance auf den Durchmarsch durch die 4. Liga fehlt, löst im HSG-Coach zwiespältige Gefühle aus. Einerseits, mit Blick vor allem darauf, wo sich seine Mannschaft noch im Januar befunden hat, mitten im Kampf um den Klassenerhalt, überwiegt „Stolz und Freude.“ Zu 80 Prozent, erklärt er. „Wir haben eine beeindruckende Rückrunde gespielt. Das war in der Form nicht zu erwarten.“ Insgeheim, das konnte er im Nachhinein, nachdem nun die Würfel auch im Kampf um die Aufstiegsplätze gefallen sind, zugeben, habe man doch auf die kleine Chance auf Rang zwei geschielt. Stocker: „Es hat natürlich schon ein wenig gekitzelt.“ Deshalb schwingt ein klein wenig Enttäuschung mit, dass es nicht für ganz oben gereicht hat. Doch der 31-Jährige bleibt auch Realist und kann die Situation einordnen. „Aller Ehren wert“, sei die aktuelle Bilanz.

 

Und nicht nur die. Auch die Leistung gegen die TSG Söflingen war wieder einmal sehr ordentlich. Gerade, nachdem der erste Durchgang mit vielen Wechseln noch nicht so wie gewünscht verlief. Bis zur 9. Spielminute lief Konstanz einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher, ehe Manuel Both und Alexander Lauber wieder für einen ausgeglichen Spielstand sorgen konnten. Die eigene 3:2:1-Abwehr agierte durchaus ordentlich, allerdings produzierte die Drittliga-Reserve im Angriff zu viele einfache technische Fehler. Die guten Ulmer Vorstädter nutzen dies zunächst zur erneuten Führung und später, als die HSG ihre Chancen hatte, sich bereits auf drei Tore abzusetzen (12:10), zur erneuten Wende und 17:16-Pausenführung. „Der Rückzug hat nicht gepasst“, schimpfte Stocker. „Der war so schlecht wie noch nie in dieser Saison.“

 

In Durchgang zwei sollte dies wesentlich besser werden. Weniger Fehler, mehr Tempo und ein besseres Rückzugsverhalten ermöglichten ein spannendes, sehr umkämpftes Match mit ständig wechselnder Führung. Als Söflingen knapp sieben Minuten vor dem Ende, trotz Konstanzer Überzahl, auf 30:27 stellte, schien die Serie der HSG-Talente im letzten Heimspiel der Saison dennoch zu reißen. Doch ihr Wille war erneut beeindruckend. Mit großem Kämpferherz und starken Paraden von Sven Gemeinhardt gelang das fast schon Unmögliche. Mit einem 5:0-Lauf drehte die HSG die Begegnung mit ihrer breiten Bank erneut: 32:30 (58.). Kapitän Benjamin Schweda besorgte 20 Sekunden vor Schluss mit einer feinen Einzelleistung schließlich die Entscheidung (33:31). Matthias Stocker nahm den Einsatz seiner Schützlinge begeistert zur Kenntnis. „Toll, wie sie sich noch einmal reingehängt haben“, lobte er. „Wie sie das gedreht haben: Hut ab.“ Zur 80-prozentigen Freude mischte sich zum Ende etwas Wehmut, denn für Manuel Both war es das letzte Heimspiel im gelb-blauen Dress. Er wird Konstanz verlassen, nachdem er großen Anteil am guten Abschneiden seiner Mannschaft hat.

 

HSG Konstanz U23: Sven Gemeinhardt, Lukas Herrmann (Tor); Jonas Löffler, Kai Mittendorf, Manuel Both (6), Pascal Mack, Samuel Löffler (7), Benjamin Schweda (8/4), Lars Michelberger (1), Alexander Lauber (4), Simon Storz (1), Patrick Volz (3), Hendrik Dahm, Jonas Hadlich (3).

 

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