U23 der HSG Konstanz kommt mit zweitem Derbysieg gegen Steißlingen Klassenerhalt großes Stück näher
Handball

U23 der HSG Konstanz kommt mit zweitem Derbysieg gegen Steißlingen Klassenerhalt großes Stück näher

Mit 25 Punkten nun auf Platz sechs der Oberliga

Oberliga Baden-Württemberg:

TuS Steißlingen – HSG Konstanz U23 25:27 (13:13)

 

Wo Derby draufstand, war auch Derby drin. Das Lokalduell zwischen dem TuS Steißlingen und der U23 der HSG Konstanz bot alles, was ein emotionales Kräftemessen zweier Nachbarvereine ausmacht. Sechs Zeitstrafen für Konstanz, gar neun auf Steißlinger Seite, inklusive jeweils einer Roten Karte, lassen zwar einen Schluss darauf zu, wie umkämpft und leidenschaftlich das Spiel geführt wurde, überhart war es jedoch nie. Am Ende setzte sich die Drittliga-Reserve aus Konstanz nach ständiger Führung ab der 40. Minute und bis zu vier Toren Vorsprung verdient durch und tanzte nach dem zweiten Derbysieg (27:25) gegen den TuS in dieser Saison jubelnd durch die Mindlestalhalle.

 

Nach dem 31:28 im Hinspiel strahlten am Ende erneut Matthias Stocker und die jüngste Mannschaft der Oberliga über einen sehr wichtigen 27:25-Sieg, der auf den Bezirksrivalen auf dem möglicherweise ersten Abstiegsrang ein Neun-Punkte-Polster einbrachte. Stocker wirkte dementsprechend gelöst und glücklich nach einem intensiven Abend. „Da war alles drin, was ein Derby braucht“, meinte er. „Da war Feuer, Leidenschaft von beiden Mannschaften, Kampf um jeden Zentimeter.“ Dazu lange ein enges Spiel. Denn vor allem dank eines gerade in den ersten zehn Minuten überragend aufgelegten Ex-Konstanzers Leon Sieck im Tor der Gastgeber legte Steißlingen auf 4:2 vor (8.). Lange dauerte es jedoch nicht bis zur Konstanzer Antwort, die sich nun besser auf den starken TuS-Keeper eingestellt hatten und effektiver abschlossen. Wer sonst als Manuel Both besorgte nach 14 Minuten die erste Konstanzer Führung. Der in der Winterpause reaktivierte Kreisläufer war einer der Matchwinner auf Gästeseite, der vom TuS Steißlingen nie unter Kontrolle zu bekommen war. Sechsmal traf er selbst, dazu holte er zahlreiche Siebenmeter heraus und war dazu noch Anker im Deckungsverbund.

 

Der Schlüssel zum Erfolg, dass Konstanz auf 10:8 erhöhen nach dem 14:13 durch Siebenmeter für die Hegauer kein einziges Mal mehr in Rückstand geriet, war genau diese leidenschaftliche Abwehrarbeit. „Die Jungs haben über 60 Minuten sehr gut gearbeitet“, lobte Stocker. Dazu kam in der zweiten Halbzeit eine Steigerung auf der Torwart-Position. Erst hielt Sven Gemeinhardt seinen Vorderleuten mit wichtigen Paraden den Rücken frei, dann zeigte Beachhandball-Nationaltorwart Moritz Ebert seine ganze Klasse. Drei Siebenmeter und einige freie Chancen machte er zunichte und stellte damit die Weichen dafür, dass seine Farben ab der 40. Minute und dem letztmaligen Ausgleich durch Steißlingen (20:20) bis auf 25:21 davonziehen konnte. Zehn Minuten lang konnten die Hausherren den kompakten 6:0-Abhwehrriegel der HSG zwischen der 40. und 50. Spielminute dabei nicht mehr überwinden. Drei Minuten vor Schluss machte der starke Jonas Hadlich mit dem Treffer zum 26:22 für die Gelb-Blauen schließlich endgültig den Deckel drauf.

 

„Sie haben schon eine wahnsinnig gute Leistung in der zweiten Halbzeit gezeigt“, lobte Stocker sein junges Team. „Deswegen war es auch ein verdienter Sieg.“ Dabei war er über die gezeigte Reife seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte sehr erfreut, weil „wir da mutiger abgeschlossen haben. Das war sehr abgeklärt und die Jungen hatten keine Angst Fehler zu machen.“ Lange habe der 31-Jährige versucht, nicht zu emotional zu reagieren, nach dem letzten Konstanzer Treffer hielt es aber keinen mehr. Auch nicht den Trainer. „Natürlich“, lachte er, „war die Freude groß. Da musste es schon mal raus. Da war es dann geil.“ Weil zugleich zwei unglaublich wichtige Punkte mit an den See genommen werden konnten, die die U23 der HSG Konstanz mit nun bereits 25 Punkten auf Tabellenplatz sechs stehen lassen. Stocker: „Vier bis sechs Punkte noch zum Ziel, so sehe ich das nun.“ Über Fastnacht sind die HSG-Talente spielfrei, dann wartet eines der absoluten Saisonhighlights. „Beim Superball wollen wir gegen Heddesheim nachlegen“, blickt der B-Lizenzinhaber voraus. „Das ist in wichtiges Spiel, weil danach ein schweres Programm auf uns wartet.“

 

HSG Konstanz U23: Moritz Ebert,Sven Gemeinhardt (Tor); Joel Mauch (4/3), Kai Mittendorf, Carl Gottesmann, Manuel Both (6), Samuel Löffler (2), Benjamin Schweda (1/1), Luca Merz, Alexander Lauber (5), Patrick Volz (3), Joschua Braun (2), Hendrik Dahm, Jonas Hadlich (4).

 

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