U23 der HSG Konstanz beim drittbesten Angriff der Liga vor „unangenehmer Aufgabe“
Handball

U23 der HSG Konstanz beim drittbesten Angriff der Liga vor „unangenehmer Aufgabe“

Weilstetten stoppte letzte Saison Konstanzer Erfolgsserie

Oberliga Baden-Württemberg:

TV Weilstetten – HSG Konstanz U23

(Samstag, 20 Uhr, Längenfeldhalle Balingen)

 

Die seit neun Spielen ungeschlagene U23 der HSG Konstanz muss sich am Samstag beim TV Weilstetten behaupten. Eine schwere, sehr unangenehme Aufgabe vor der der Tabellendritte vom Bodensee großen Respekt hat.

 

Respekt, der sich schon direkt nach dem deutlichen 34:27-Sieg gegen Herrenberg zeigte. Nach einer tollen Leistung wirkte Trainer Matthias Stocker ziemlich genau eine halbe Stunde nach dem Spiel etwas erleichtert und wurde mit einem Lächeln gesehen. Dann wich dieser Gefühlszustand schon wieder höchster Konzentration – inklusive der feinen Antennen, die den Coach des jüngsten Teams der Oberliga schon zur frühzeitigen Warnung veranlassten. „Die Serie ist toll, ist schön“, meinte er, erhob zugleich jedoch schon direkt den Zeigefinger. „Aber jetzt haben wir ein extrem unangenehmes und schweres Auswärtsspiel in Weilstetten vor uns.“ Nicht, weil der Winter auf der Schwäbischen Alb sich schon mit Frost und Schnee zeigte, sondern weil er in der Längenfeldhalle einen richtig heißen Tanz erwartet.

 

Stolze 350 Treffer hat der TVW bereits erzielt, die drittmeisten der Oberliga, 32 im Schnitt pro Partie. „Eine spielstarke Mannschaft“, so der 31-Jährige. „die einen schnellen Ball spielt und schwer auszurechnen ist.“ Unter anderem, weil Weilstetten teilweise unkonventionell agiert, in der Abwehr einige besondere Varianten im Repertoire hat. Viele Spieler verfügen schon über höherklassige Erfahrung, die meisten durchliefen den Nachwuchs des HBW Balingen-Weilstetten, einige kamen dort schon im Drittliga-Team zum Einsatz. Trainer Sascha Ilitsch spielte „gefühlt 15 Jahre“, so Stocker grinsend, für den HBW in der 1. Bundesliga. „Das ist einfach eine sehr gute Truppe mit einem sehr erfahrenen Trainer. Der macht sie noch einmal besser.“ Das schlechte Gefühl von Matthias Stocker beim Namen „Weilstetten“ könnte auch mit der letzten Spielzeit zu tun haben. Auch da ritt die HSG auf einer mächtigen Erfolgswelle und wurde von den Württembergern nach Wochen der Erfolge mit der ersten Heimniederlage unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Zusammen mit Rene Wimar ist es Ilitsch gelungen, mit dem TVW nochmals einen deutlichen Schritt nach vorne zu machen. In der letzten Saison musste das Team von der Alb noch bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern, nun besteht Tuchfühlung zu den vorderen Rängen.

 

Dort steht die Zweitliga-Reserve. Nur die ersten beiden Spiele der Saison gingen verloren, seitdem ist sie nicht zu bezwingen. Die Bilanz von 16:6 Punkten wird umso bemerkenswerter, wenn man die Hiobsbotschaften von Woche zu Woche berücksichtigt. Die Hoffnung, dass sich die Verletzenmisere langsam abschwächt und das mit sieben Spielern gefüllte Lazarett lichtet, haben schon wieder neue Dämpfer erlitten. Im schlimmsten Fall könnten gar noch mehr Akteure ausfallen, doch die medizinische Abteilung arbeitet mit Hochdruck daran, dies zu verhindern. Aber auch die, die nun mit neuer Verantwortung ausgestattet wurden, haben in den letzten Wochen überzeugt. Überrascht zeigt sich der Konstanzer Übungsleiter davon nicht. Gute Leistungen seien das gewesen, lobt er, „aber das erwarte ich auch. Das wollen wir und muss so sein.“ Ohnehin spricht Stocker angesichts der wertvollen Breite des Kaders nicht von einer ersten und zweiten Reihe, vielmehr von Augenhöhe und davon, dass sich jeder gut präsentiere. Denn: „Hier will sich jeder weiterentwickeln und zeigen. Das läuft ganz gut. Wir haben einen großen Pool an guten Jungs. Das trägt ebenso zur Weiterentwicklung bei wie viele Spielanteile.“

 

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