U23 der HSG Konstanz als jüngstes Oberliga-Team: „Wir sind alle heiß“
Handball

U23 der HSG Konstanz als jüngstes Oberliga-Team: „Wir sind alle heiß“

Viertliga-Start in Plochingen.

Oberliga Baden-Württemberg:

TV Plochingen – HSG Konstanz U23

(Samstag, 20 Uhr, Schafhausäckerhalle)

 

Nach nur einem Jahr in der Südbadenliga ist die U23 der HSG Konstanz wieder zurück in der Oberliga Baden-Württemberg. Es ist die insgesamt dritte Spielzeit der HSG-Reserve in Liga vier, die neben dem TVB Stuttgart die einzige Zweitvertretung in dieser Liga stellt. Mit einem Durchschnittsalter von lediglich 20,78 Jahren tritt Konstanz dabei mit der jüngsten Mannschaft der Liga an – und die Vorfreude auf das für fast alle Spieler neue Abenteuer Oberliga ist riesengroß.

 

Nach einer guten Vorbereitung mit vielversprechenden Testspielergebnissen und Siegen etwa gegen Oberliga-Konkurrent Steißlingen (25:22) sowie mit 26:24 (14:12) in der Generalprobe bei Württembergligist Fridingen/Mülheim zeigt sich Trainer Matthias Stocker „im Großen und Ganzen sehr zufrieden“ mit dem Verlauf der Vorbereitung. „Wir haben intensiv fünfmal pro Woche trainiert“, sagt er und lobt: „Die Jungs haben super mitgezogen.“ Allerdings lief es nicht ganz so rund wie vor einem Jahr, denn der B-Lizenzinhaber hatte doch einige verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Pünktlich zum Saisonstart am Samstag, 20 Uhr, beim als Aufstiegskandidaten gehandelten TV Plochingen kann er jedoch einen fast vollen Kader vermelden. Schmerzhafte Ausfälle sind jedoch jene von Leistungsträger Jonas Löffler, der nach einem Labrumriss in der Schulter länger ausfallen wird, und die noch nicht abgeschlossene Reha von Rechtsaußen Alexander Lauber.

 

Bemerkenswert ist in jedem Fall ohnehin die Kaderzusammenstellung. Das blutjunge Aufgebot der Konstanzer U23 kommt im Schnitt auf ein Alter von 20,78 Jahren, nachdem mit Patrick Volz, Lars Michelberger, Hendrik Dahm, Jonas Hadlich, Joel Mauch und Moritz Ebert sechs Nachwuchstalente aus der letztjährigen Bundesliga-A-Jugend den Kader verstärkt haben. Etwas mehr Erfahrung bringen Rückkehrer Kai Mittendorf (SG Waldkirch/Denzlingen) und Simon Storz (HSG Rietheim/Weilheim) mit, doch Stocker will das geringe Alter im Haifischbecken Oberliga mit vielen ehemaligen Bundesligaspielern im Kader der Konkurrenten nicht negativ sehen. „Wir sind alle heiß“, sprüht Stocker voller Tatendang, „wir sind ja alles Rookies in dieser Liga. Es kommt als Lohn für unsere Arbeit und Meisterschaft in der letzten Saison etwas ganz Neues auf uns zu. Darauf freuen sich alle riesig.“ Führen werden das Team als neue Kapitäne Marius Oßwald und Samuel Löffler.

 

Ziel dabei ist der Klassenerhalt, aber vor allem die Weiterentwicklung der Talente in Richtung Drittligamannschaft. Stocker hofft bei dieser anspruchsvollen Mission auf die Unbekümmertheit seiner jungen Mannschaft, eine stabile Deckung und gute Torhüter, um dann das gefürchtete und hochattraktive Tempospiel aufzuziehen. „Ein  guter, schneller Handball, mit dynamischem Spiel“, sei das, was dem HSG-Coach vorschwebt. Im Vordergrund steht dabei immer zugleich, „dass möglichst viele Spieler den Sprung nach oben schaffen“, so Stocker. Aktuell ist dies Joschua Braun und Samuel Löffler gelungen. Lukas Herrmann, Moritz Ebert und Patrick Volz stehen zudem im erweiterten Drittliga-Aufgebot. Wichtig war der HSG daher, die Lücke nach oben durch den Aufstieg zu verringern. Die starken Gegner in der Oberliga werden bei dieser Zielsetzung helfen, ist sich Stocker sicher. Mutig und befreit aufspielen, die eigene Jugendlichkeit einsetzen, dann sei die Chance für die U23 der HSG Konstanz gegeben, auch in der Oberliga zu bestehen, erklärt er.

 

Stocker: „Alle sind hungrig, haben Bock auf die selbst erarbeitete Oberliga – und wollen hier drinbleiben.“ Doch vor der Liga hat er großen Respekt, stuft sie als sehr ausgeglichen und stark ein. Direkt im ersten Saisonspiel muss sich seine Mannschaft bei einem der Aufstiegsfavoriten beweisen. Der TV Plochingen verfügt mit Daniel Brack über einen bundesligaerfahrenen Trainer und hat sich in Dominik Eisele (TSV Neuhausen/Filder) und Lukas Fischer (TV Neuhausen/Erms) mit zwei Drittligaspielern verstärkt. Mit dem beginnenden Wettkampf verbindet der 30-Jährie zugleich die Hoffnung auf eine weitere Steigerung im spielerischen Bereich und mehr Konstanz im Spiel mit weniger wechselhaften Phasen.

 

Nur vier Vereine in Baden-Württemberg gelingt es, eine zweite Mannschaft in der 3. oder 4. Liga zu stellen, einer davon ist die HSG Konstanz. „Wir wollen uns nun gerne in der Oberliga etablieren“, sagt Stocker, „dies auf Dauer hinzubekommen ist die Kunst.“ Der erste von drei bis zu fünf Absteigern – abhängig vom Abstieg aus der 3. Liga in die Oberliga – steht mit dem ehemaligen Erstligisten TV Neuhausen/Erms indes schon fest. Nach der Insolvenz konnte Neuhausen keine spielfähige Mannschaft mehr zusammenstellen und die Mannschaft wurde vom Spielbetrieb komplett zurückgezogen.

 

Die ersten Saisonspiele der HSG Konstanz U23 in der Oberliga, Saison 2018/19:

8. September, 20 Uhr: TV Plochingen – HSG Konstanz U23

15. September, 17.30 Uhr: HSG Konstanz U23 – TSV Weinsberg

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de