Trotz Leidenschaft in der Deckung: Leistungssteigerung der U23 der HSG Konstanz reicht gegen Bittenfeld nicht
Handball

Trotz Leidenschaft in der Deckung: Leistungssteigerung der U23 der HSG Konstanz reicht gegen Bittenfeld nicht

Talentteam der HSG nahe dran an Befreiungsschlag

Oberliga Baden-Württemberg:

HSG Konstanz U23 – TV Bittenfeld II 26:28 (15:15)

 

Die U23 der HSG Konstanz zeigte sich gegen die Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart im Vergleich zu den letzten Partien deutlich verbessert. Punkte gab es allerdings trotz Leistungssteigerung erneut nicht. Der TV Bittenfeld II durfte sich nach einer starken Vorstellung über einen 28:26-Sieg freuen, während Konstanz sich am Samstag, 17.30 Uhr, im nächsten Heimspiel endlich wieder einmal belohnen möchte.

 

Denn auch Trainer Matthias Stocker hatte eine „deutliche Verbesserung“ festgestellt. „Mit Abstand die beste Leistung der letzten Wochen“, meinte er. Doch ein paar Fehler zu viel und ein erwartet starker Gegner verhinderten mehr als nur einen Achtungserfolg. Gerade in der ersten Halbzeit hätte für die Gastgeber eigentlich mehr als nur ein Remis zu Buche stehen können, ja müssen. Nach neun Minuten hatten Patrick Volz und Jonas Hadlich mit einem Doppelschlag auf 5:3 gestellt, wenige Minuten später waren es erneut die beiden besten Konstanzer Torschützen, die auf 9:6 erhöhen konnten.

 

Grundlage dafür war die wieder an die ersten Saisonspiele erinnernde Bereit- und Leidenschaft in der Abwehr. So konnte Beachhandball-Nationaltorwart Moritz Ebert sich einige Male auszeichnen – und direkt den Tempogegenstoß einleiten. Das Tempospiel der HSG nahm deshalb gleich mächtig Fahrt auf. Die letzten vier Minuten des ersten Durchgangs waren dann jedoch mehr als ärgerlich für die Gelb-Blauen. Statt die Drei-Tore-Führung (13:10) mit in die Kabine zu nehmen, konnte Alexander Heib für die Württemberger zehn Sekunden vor dem Seitenwechsel ausgleichen. Zu wenig für die HSG, fand Stocker. „Wir müssen eigentlich eine Führung mit in Hälfte zwei nehmen“, ärgerte er sich über die vergebene Möglichkeit, denn: „Gefühlt waren wir die bessere Mannschaft vor der Pause.“ Doch vier technische Fehler in den letzten sieben Angriffen wurden von Bittenfeld gnadenlos ausgenutzt.

 

Bis dahin war die starke Achse um den wurfgewaltigen Rückraum und das starke Zusammenspiel der Gäste mit dem Kreis gut unter Kontrolle, doch über die Fehler der HSG und die zweite Welle kam der TVB zurück in das Spiel. Ein Handicap, mit dem die Stocker-Equipe auch im zweiten Durchgang zu kämpfen hatte: viele, sich weiter häufende Fehler. Dennoch konnte ein Zwei-Tore-Rückstand egalisiert werden und als erst Rückkehrer Alexander Lauber und dann auch noch Lars Michelberger mit einem wuchtigen Abschluss aus der zweiten Reihe zum 21:21 (44.) trafen, keimte Hoffnung auf den ersehnten Befreiungsschlag auf. Der erstligaerfahrene Routinier Martin Kienzle löschte den erglimmten Hoffnungsfunken mit zwei Treffern wieder. Noch einmal verkürzte Konstanz daraufhin sechs Minuten vor Ultimo von vier auf zwei Tore, doch das war es dann.

 

„Zu viele Fehler“, brachte Stocker es auf einen Nenner. „Zudem haben wir im Positionsangriff zu wenig Durchschlagskraft aus dem Rückraum entfaltet und freie Chancen ausgelassen.“ Nur elf Tore in der zweiten Halbzeit, davon einige über das Tempospiel, sprechen eine klare Sprache. Allerdings auch die Arbeit in der Deckung gegen die zweitbeste Angriffsreihe der Liga. Am Samstag kommt der TV Plochingen um 17.30 Uhr in die Schänzle-Sporthalle. Die nächste Chance.

 

HSG Konstanz U23: Moritz Ebert,Lukas Herrmann (Tor); Joel Mauch (1/1), Kai Mittendorf, Carl Gottesmann, Pascal Mack, Patrick Volz (8) Samuel Löffler (5), Felix Fehrenbach (1), Lars Michelberger (1), Luca Merz (1), Alexander Lauber (2), Simon Storz, Jonas Hadlich (7).

 

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