Trotz guten Schweda-Comebacks: U23 der HSG Konstanz
Handball

Trotz guten Schweda-Comebacks: U23 der HSG Konstanz

unterliegt hauchdünn in Herrenberg

Oberliga Baden-Württemberg:

SG H2Ku Herrenberg – HSG Konstanz U23 29:28 (17:16)

 

Gutes Spiel und dafür selbst nicht belohnt, so fasste Matthias Stocker den Auftritt seiner Mannschaft in Herrenberg prägnant zusammen. Die U23 der HSG Konstanz war stets auf Augenhöhe, in Hälfte eins sogar über weite Strecken in Front, und hatte auch nach der Pause mehrmals die Chance in Führung zu gehen. Am Ende steht jedoch eine hauchdünne 28:29 (1:17)-Niederlage.

 

Für den Trainer der Drittliga-Reserve lag dies vor allem an „zu vielen Fehlern.“ Vor allem in der Vorwärtsbewegung zwischen den Feldern. „Wir werfen zu viele Bälle weg“, ärgerte er sich. Denn mit ihrem schnellen, beweglichen und technisch ansprechenden Spiel stellte das jüngste Team der Liga einen Favoriten einmal mehr vor eine große Herausforderung. Patrick Volz eröffnete den harten Kampf mit der 2:0-Führung für die Gelb-Blauen und holte diese mit dem 6:5 (10.) auch wieder zurück. Als dann Samuel Löffler auf 13:11 (23.) erhöhte, schien es so, als könnte die HSG-Talentschmiede an den guten Auftritt gegen den Zweitplatzierten aus Pforzheim anknüpfen.

 

Dies gelang jedoch zur in Teilen. „Es war eine gute, attraktive Partie für die Zuschauer“, so Stocker. Aber, wie er ergänzte, eben auch „zu schwankend in einzelnen Phasen. Was dabei am ärgerlichsten war: „Dass wir zu viel verballert haben“, meinte der B-Lizenzinhaber mit rollenden Augen. So gewann Herrenberg in der zweiten Hälfte das Torwart-Duell klar für sich und zudem war den Tick cleverer. Etwa, als sich Jonas Hadlich im Tempogegenstoß eines Gegenspielers versuchte aus dem Zweikampf zurückzuhalten, nach einem Kontakt aber die Rote Karte für den wichtigen Allrounder folgte und Konstanz nach gerade einmal einer Viertelstunde einer wichtigen Option beraubt war.

 

Dennoch hatte Konstanz Sekunden vor der Pause die Chance zur Führung, vertändelte jedoch und wurde mit der Pausensirene mit dem Gegentor bestraft. Sinnbildlich für die Partie, musste Stocker später zähneknirschend zu Protokoll geben. „Wir waren“, sagte der 31-Jährige, „vier bis fünf Tore schlechter im Gegenstoß. Dass wir das Spiel dennoch ausgeglichen gestalten, ist schon eine Leistung.“ Auch im zweiten Durchgang konnten sich die Württemberger nicht mehr als auf drei Treffer absetzen. Eine zu große Hypothek war dies für die Konstanzer aber nicht. Immer wieder stellten sie den Anschluss her, wie zum 23:24 (48.) oder 27:28 durch Benjamin Schweda etwas mehr als eine Minute vor dem Ende. Der Spielmacher feierte nach langer Leidenszeit ein tolles Comeback, führte nach dem Ausscheiden von Hadlich direkt wieder klug Regie und erzielte sechs Tore. Zum Punkt reichte es dennoch nicht mehr.

 

„Aus der ersten Halbzeit“, trauerte Stocker der vergebenen Chance nach, „müssen wir mehr machen und mit einer Führung in die Kabine gehen. Danach hatten wir sechs, sieben Male die Chance zum Ausgleich.“ Nicht konsequent genug in allen Belangen sei man gewesen, übte er Selbstkritik aufgrund vieler vergebener Möglichkeiten, sich zu belohnen. Über das länger als geplant ausgefallene Comeback von Benjamin Schweda war die Freude jedoch bei allen riesig. „Das war sehr ansprechend“, gab es Lob vom Coach an seinen früheren Co-Trainer, der nun wieder auf dem Spielfeld aktiv ist und zum neuen Kapitän bestimmt wurde. Eine sehr erfreuliche Nachricht für die nächsten wichtigen Wochen mit Begegnungen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in Liga vier.

 

HSG Konstanz U23: Moritz Ebert,Sven Gemeinhardt (Tor); Joel Mauch (2), Kai Mittendorf, Manuel Both (3), Pascal Mack, Samuel Löffler (7), Felix Fehrenbach (1), Benjamin Schweda (6/3), Luca Merz (4), Alexander Lauber, Patrick Volz (4), Hendrik Dahm, Jonas Hadlich (1).

Zuschauer: 400.

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de

www.facebook.com/hsgkonstanz

www.instagram.com/hsgkonstanz

www.youtube.com/c/HSGKonstanzTV