„Sind unausrechenbarer geworden“: A-Jugend der HSG Konstanz mit wichtiger Partie gegen Günzburg
Handball

„Sind unausrechenbarer geworden“: A-Jugend der HSG Konstanz mit wichtiger Partie gegen Günzburg

Nach Auftaktsieg weiteres wegweißendes Duell

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – VfL Günzburg

(Samstag, 15.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Besser hätte man sich den Saisonstart in die siebte Bundesliga-Saison bei der A-Jugend der HSG Konstanz nicht vorstellen können. Nach dem 30:25-Erfolg im Südbaden-Duell in Schutterwald steht dem Drittliga-Nachwuchs allerdings die nächste schwere und gleichzeitig richtungsweisende Partie ins Haus. Als Auftakt eines Komplett-Heimspieltages mit A-Jugend, Oberliga-U23 und Drittliga-Duell direkt hintereinander, erwartet die Mannschaft von Thomas Zilm und Daniel Behrendt um 15.30 Uhr den VfL Günzburg in der Schänzle-Sporthalle.

 

Ein Team, das wie die HSG mit viel Rückenwind in das zweite Saisonspiel gehen kann, nachdem zum Start ein 30:27-Sieg gegen den Nachwuchs des Drittligisten Neuhausen/Filder und Ostfildern gefeiert werden konnte. „Günzburg hat eine ähnliche Spielanlage wie Schutterwald“, hat Trainer Thomas Zilm beobachtet. Da Günzburg ebenso wie dem Südbaden-Rivalen und der HSG selbst die ganz großen Spieler fehlen, versuchen die Bayern ihr Heil in der Geschwindigkeit und Aggressivität zu suchen – und das mit Erfolg. Erst kämpfte sich der Nachwuchs des Ex-Erstligisten durch lange Qualifikationsrunden, dann gelang zum Auftakt das gewünschte Erfolgserlebnis.

 

Ein wichtiger Schlüssel ist dabei Linkshänder Frieder Bandlow im rechten Rückraum. Die Kreise des Jugend-Nationalspielers seien einzuengen, ohne sich dabei nur auf einen Spieler zu konzentrieren skizziert Zilm die Gratwanderung, die seine Schützlinge am Samstag zu bewältigen haben. Dabei kann er auf beste Stimmung in seiner Mannschaft bauen, die er in dieser Woche mit Einheiten zur Angriffsstruktur hat beginnen lassen zu trainieren. Schritt für Schritt strebt der B-Lizenzinhaber die gleiche Sicherheit und dadurch das gleiche extrem hohe Tempo wie in der letzten Spielzeit an, als die HSG Konstanz die viertbeste Offensive unter den 48 Teams in der Eliteklasse stellte.

 

„Dazu steht es nun im Vordergrund“, so Zilm, „in der größeren Gruppe zu trainieren.“ Auch noch verbesserungsbedürftig: Die Absprache in der Abwehr. Und: „Wir feilen an ganz verschiedenen Varianten, die wir je nach Situation und Spiel einfließen lassen können“, fügt er an. Gegen Günzburg liegt das Hauptaugenmerk auf einer kompakten Defensive. „Bei Ballbesitz geht es dann schnell nach vorne, das ist nicht mehr überraschend“, meint er mit einem Augenzwinkern. Aber nach wie vor extrem schwer zu verteidigen, zumal wenn das eigene Rückzugsverhalten wie zuletzt in Schutterwald auch noch stimmt. Nur auf das Gegenstoßspiel will und kann er sich jedoch nicht verlassen, auch im Positionsangriff erwartet er eine Weiterentwicklung von Woche zu Woche.

 

Einen besonders guten Eindruck hinterlassen haben zuletzt Jugend-Nationalspieler Luca Mastrocola und Felix Fehrenbach auf der rechten Seite, aber auch Neuzugang Rohat Sahin am Kreis und Florian Wangler als Spielmacher. „Im ersten Heimspiel wollen wir unseren Zuschauern“, erklärt Zilm mit spürbarer Freude auf den Heimauftakt, „ein gutes Spiel und eine gute Leistung anbieten. Für viele Spieler ist die A-Jugend-Bundesliga noch Neuland, da möchte jeder zeigen, dass er dorthin gehört. Das erwarte ich aber auch.“ Möglichst frühzeitig möchten die HSG-Talente, trotz Respekt vor dem Gegner, diesem den Zahn ziehen.  Zilm: „Wir wollen zeigen, dass die Schänzlehalle unser Terrain ist, dass hier Punkte schwer zu holen sind.“

 

Günzburg hat dabei den Vorteil, dass die Mannschaft durch die lange Qualifikation schon gut eingespielt ist. Der HSG-Coach erwartet dadurch in den nächsten Wochen noch ordentlich Bewegung im Leistungsvermögen der Teams, die sich erst seit kurzem so richtig neu formiert und begonnen haben, sich unter Wettkampfbedingungen einzuspielen. Zu Gute kommt der HSG in diesem Jahr ihre große Kaderbreite, denn so „werden immer unterschiedliche Spieler den Partien ihren Stempel aufdrücken“, ist Zilm sich sicher. „Dadurch sind wir unausrechenbarer geworden.“

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de