„Reiß dich zusammen“: Fynn Beckmann zur Konstanzer Aufholjagd gegen Hamm
Handball

„Reiß dich zusammen“: Fynn Beckmann zur Konstanzer Aufholjagd gegen Hamm

Erlösung nach Punkt gegen Spitzenreiter

Fynn Beckmann (24) kam im Sommer vom HBW Balingen-Weilstetten zur HSG Konstanz. Im Duell mit dem bisherigen Tabellenführer ASV Hamm hatte der Linkshänder entscheidenden Anteil daran, dass die HSG Konstanz sich im dritten Spiel der Saison mit dem ersten Punkt (23:23) belohnen konnte.

 

Ein Gespräch mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas über die verrückte Aufholjagd, Erlösung nach dem Punktgewinn und die nächste Partie in Eisenach.

 

Was für ein Wechselbad der Gefühle: Erst unterlaufen Dir zwei Fehler, dann gelingt Dir der Doppelschlag zum Anschluss, die gute Verteidigung und schließlich besorgt Tom Wolf den Punkgewinn mit der Schlusssirene.

Wechselbad der Gefühle trifft es ganz gut. Dieses Spiel war eine ganz schöne Achterbahnfahrt. Ich kam rein und wollte mit Mut auf das Tor gehen. Nach dem vergebenen Gegenstoß war ich schon etwas gefrustet. Fabian Schlaich hat dann zu mir gesagt: Reiß dich zusammen, wenn du weiter mit Mut auf das Tor gehst, wirst du das Spiel entscheiden. Das ist dann auch ganz gut gelungen. (lacht) Wir müssen mit Vollgas und offenem Visier spielen.

 

Nach dem Fünf-Tore-Rückstand: Habt Ihr diese Wende für möglich gehalten und wie ist sie tatsächlich gelungen?

Tom Wolf ist der Mann, dem man den Ball in solchen Momenten geben sollte. Schon in der letzten Saison gab es solche Situationen, wie beim Tor nach einem direkten Freiwurf. Schließlich war der Punkt verdient. Wir haben nie den Kopf hängen lassen, auch als wir deutlich hinten waren. Dann wurde die Abwehr umgestellt und unsere Kämpfer-Moral hat sich ausgezahlt. Das war überragend. Was sich dann in der Halle abgespielt hat, kann ich immer noch nicht realisieren. Das war geil.

 

War die Umstellung der Abwehr auf ein offensive 4:2-Formation der entscheidende Schachzug?

Das hat Hamm ins Nachdenken gebracht. Samuel Wendel und Tim Jud waren Störfakoren, die den Angreifern des Gegners immer auf den Füßen gestanden sind. Daraus konnten wir Ballgewinne und unser schnelles Tempospiel kreieren. Wir haben uns gegenseitig so immer weiter gepusht.

 

Wie fühlt sich der Punkt an, endlich belohnt für das dritte gute Spiel?

Wie Tom es so schon sagte: Erlösung pur. Diesen Punkt haben wir uns über die letzten drei Spiele verdient. Gegen Hüttenberg und Bietigheim waren wir schon ganz nahe dran, aber es hat ein wenig de Cleverness gefehlt. Jetzt war sie da, dazu Siegeswille und Kampfgeist, das hat den Punkt gebracht. Als Aufsteiger kann man nicht früh genug mit dem Punkten anfangen, insofern ist es geil, dass wir nun den ersten auf unserer Habenseite verbuchen konnten.

 

Jetzt geht es mit Rückenwind nach Eisenach. Was erwartest Du?

Dass es dort nicht so leicht ist, zu bestehen. Mit der Abwehr und Einstellung wie gegen Hamm werden wir jedoch unsere Chancen haben. Mit unserem Umschaltspiel müssen wir uns nicht verstecken. Man weiß jedoch nie, was in Eisenach passiert. Nach dem 24:34-Dämpfer in Dormagen wird der ThSV brennen. Wir fahren dahin, um wieder alles zu geben. Mit einer Abwehr, in der jeder für jeden kämpft und Fehler ausbügelt müssen wir uns auf physische Härte einstellen, die uns erwarten wird. Nach vorne wollen wir unser hohes Tempo anschlagen.

 

Fragen: Andreas Joas

 

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