Portugiesische Wand bringt Uzwiler zur Verzweiflung
Futsal

Portugiesische Wand bringt Uzwiler zur Verzweiflung

Im ersten NLB-Futsalspiel der Geschichte des FC Uzwil Futsal setzte es ein enttäuschendes Resultat ab. Bei der 3:7-Startniederlage zahlten die Neulinge viel Lehrgeld und wurden von einer defensiv ausgerichteten Rorschacher Mannschaft knallhart ausgekontert.

Zu Beginn jedoch machten die Hellblauen einen guten Eindruck. In den Startminuten war man eindeutig mehr im Ballbesitz, blieb allerdings vor dem Tor der Portugiesen noch ohne zündende Idee. Die Abwehr wirkte sattelfest und schien nicht den Eindruck zu machen, in diesem Spiel sieben Gegentore zu erhalten. Die Führung Benficas in der sechsten Minute kam dadurch eher überraschend und brachte Unordnung in die bis dahin selbstbewusste Mannschaft. Spätestens nach dem 2:0 wurde auch dem Trainerduo Obrist/Studer bewusst, dass dieses Benfica nur schwer zu schlagen sein wird.   Nach der Führung zog sich Rorschach nun endgültig zurück. Man versuchte den Gegner rauszulocken und dann mit schnellen Kontern die Führung weiter auszubauen. Zunächst gelang dies jedoch nicht, Uzwil drückte vehement auf den Anschlusstreffer. Der einzige Portugiese, welcher sich in dieser Phase gegen das drohende erste Gegentor wehrte, war der Torhüter Ferreira da Graca. Im Stile einer Katze wehrte er zahlreiche Chancen mirakulös ab und schien sein Team so mit einer 2:0-Führung in die Pause zu hexen. Doch es kam noch besser. Mit einem brillant vorgetragenen Konter erzielte man die Vorentscheidung Sekunden vor dem Pausenpfiff.   Das Auswärtsteam musste nun reagieren und tat dies auch. In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit hätte man gut und gerne ausgleichen können. Die Chancen waren da, wurden jedoch wiederholt pariert. Dazu verwehrte das Schiedsrichterduo den Uzwilern zwei umstrittene Penaltys. So strich die Zeit gnadenlos herunter. Benfica igelte sich ein, parkierte den Bus vor dem Tor, und machte offensiv gar nichts mehr. Erst nach einem Missverständnis zwischen einem Benfica-Abwehrspieler und seinem Torhüter konnte Malinovic kaltschnäuzig auf 1:3 verkürzen. Der Bann schien gebrochen.   Leider machte man die Rechnung ohne Bruno Cardoso. Der starke Linksfüssler erzielte unmittelbar nach dem Anschlusstreffer mit einem herrlichen Schuss aus der Drehung das 4:1. Uzwils Abwehr glich nun einem Hühnerhaufen, Benfica traf nur eine Minute später zum 5:1. In den Schlussminuten kam es zum offenen Schlagabtausch, auch wenn der Sieger längst gefunden war. Malinovic scheiterte in der 38. Minute vom Elfmeterpunkt, Cakir machte es 60 Zeigerumdrehungen später besser und verkürzte zum 2:5. Im Anschluss erstickte Benfica alle Uzwiler Bemühungen endültig im Keim und erhöhte auf 7:2, was nun als kleine Schmach zu werten war. Das 3:7 kurz vor Schluss durch Sejdi diente zur reinen Resultatkosmetik.   Mit einer cleveren Spielweise hat es Benfica Rorschach geschafft das (noch) zu naive Uzwiler Team zu besiegen. Aus den sieben Gegentoren muss man lernen, die Saison ist noch jung, bereits nächsten Sonntag empfängt man zuhause um 16 Uhr den FC Internazionale Steckborn. Der FC Uzwil Futsal gratuliert dem in diesem Spiel stärkeren Gegner und dem „Man of the Match“ Ferreira da Graca.

Telegramm

Tore: 1:0 6' Pinto, 2:0 9' und 3:0 20' Meixeiro, 3:1  32' Malinovic, 4:1 34' Cardoso, 5:1 35' Palma, 5:2 39' Cakir, 6:2 39' Cardoso, 7:2 39' Palma, 7:3 40' Sejdi

Benfica Rorschach: Ferreira da Graca - Palma - Pinto, Figueiredo - Meixeiro. Einwechselspieler: Guimaraes (T), Pereira Correia, Pereira Zeferino, Gomes, Cardoso, Valente, Silva.
FC Uzwil Futsal: Shehu - Malinovic - Cakir, Mayer - Lanzendorfer.
Einwechselspieler: Simeone, Sejdi, Puopolo.

Bemerkungen: 31' Gelb für Palma (Benfica), 34' Gelb für Cakir (Uzwil), 38' Malinovic verschiesst Penalty.