„Noch sehr wellenförmig“: U23 der HSG Konstanz freut sich auf ihre „Primetime“
Handball

„Noch sehr wellenförmig“: U23 der HSG Konstanz freut sich auf ihre „Primetime“

Nur ein Punkt fehlt zum Aufstiegsplatz zur 3. Liga

Oberliga Baden-Württemberg:

HSG Konstanz U23 – TSB Schwäbisch Gmünd

(Samstag, 17 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Darüber, dass die U23 der HSG Konstanz am Samstag um 17 Uhr wieder einmal direkt vor dem Zweitliga-Heimspiel gegen Eisenach antreten darf, ist die Freude groß. Mit dem TSB Schwäbisch Gmünd erwartet Trainer Matthias Stocker zugleich eine sehr unbequeme Aufgabe.

 

So floss direkt in die Jubelphase nach dem deutlichen 27:20-Sieg bei der Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart viel Demut und eine gehörige Euphoriebremse des Coaches ein. „Das wird eine brutal schwere Aufgabe, darauf geht jetzt sofort der Fokus“, gab er die Marschroute vor. Eine Aufgabe, bei der sich die jüngste Mannschaft der Oberliga wieder einmal mit der Favoritenrolle auseinandersetzen muss, das möchte der Übungsleiter gar nicht abstreiten. Die Tabelle macht es ihm allerdings auch nicht möglich. Formell empfängt der Tabellendritte den Vorletzten. Eine klare Sache also? Genau davor dieser Haltung warnt Stocker eindringlich. „der TSB steht mit dem Rücken zur Wand“, erklärt er. „Es gab einen Trainerwechsel und die Formkurve ist ansteigend. Das ist eine gute Mannschaft, mit dem Personal müssen sie eigentlich nicht da unten stehen.“ Allerdings musste Schwäbisch Gmünd einige ganz bittere Niederlagen in allerletzter Sekunde schlucken. Bestes Beispiel: Das Spiel am vergangenen Wochenende. Mit einem Kraftakt wurde der 32:32-Ausgleich erzielt – doch mit der Schlusssirene der Treffer zur 32:33-Niederlage gegen strake Weinsberger kassiert.

 

Vor der Saison hatte man sich das angesichts des guten Kaders anders vorgestellt beim TSB. „In der Oberliga geht es gerade extrem eng zu, da ist es schwer, wenn man unten steht, dann laufen Dinge gegen dich“, so Stocker. Dabei spricht er aus eigener leidvoller Erfahrung. In der letzten Spielzeit hatte sein Team nach einer furiosen Erfolgsserie plötzlich eine lange Durststecke zu durchstehen und geriet selbst noch einmal kurzzeitig in Nöte. Nun jedoch profitiert man von der Sonnenseite, von drei Siegen in vier Spielen im Jahr 2019. Was nach einer gewissen Konstanz – zumindest in den Ergebnissen – klingt, ist für den 32-Jährigen jedoch alles andere als konstant. „Unser Spiel“, stellt er fest, „ist noch sehr wellenförmig. Gegen Söflingen hatten wir sehr gute und sehr schlechte Phasen. In Bittenfeld läuft alles – allerdings nach einem Katastrophen-Start.“

 

Den Trend aus den letzten Spielen möchte man bei den Gelb-Blauen dennoch nur zu gerne fortsetzen und an das tolle Comeback in Bittenfeld anknüpfen. Denn: Zwar sehe man nicht ständig auf die Tabelle, rückt Stocker den Fokus ins Hier und Jetzt, „aber wenn, dann ist es natürlich schön.“ Auf dem dritten Tabellenplatz würde er seine Mannschaft somit auch gerne nach dem Heimspiel gegen Schwäbisch Gmünd in der darauf folgenden Spielpause sehen. „Jetzt wollen wir ein gutes Spiel abliefern, die Tabelle interessiert nicht. In der Pause können wir mal einen Blick riskieren“, grinst er. Für die Herausforderung Schwäbisch Gmünd, das besonders durch ein gutes Angriffsspiel gefährlich ist, könnte nun auch Torwart Lukas Herrmann nach überstandener Verletzungspause wieder eine Alternative sein. Stocker: „Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden. Im Wissen, dass wir an einem gebrauchten Tag böse auf die Nase fallen können. Wir freuen uns auf unsere Primetime vor dem Zweitliga-Match.“

 

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