Nach „unglücklicher Woche“: HSG Konstanz muss zum Tabellendritten Hamm
Handball

Nach „unglücklicher Woche“: HSG Konstanz muss zum Tabellendritten Hamm

Schwierige Aufgabe mit ungewissem Personal

2. Handball-Bundesliga:

ASV Hamm – HSG Konstanz

(Samstag, 19.15 Uhr, Westpress-Arena)

 

Richtig gut gespielt hat die HSG Konstanz im ersten Spiel des neuen Jahres. Bei Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim war dennoch nichts Zählbares (25:28) drin. Ähnlich schwer wird die Aufgabe am Samstag beim Tabellendritten ASV Hamm, der nur zu gerne in die Eliteklasse aufsteigen würde. Das Spiel wird im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

 

So ging es mit viel Elan und Optimismus in die neue Woche. Nach ein paar Tagen hat sich die Laune von Daniel Eblen jedoch deutlich eingetrübt. Nicht, weil seine Schützlinge sich nicht ordentlich im Training zeigen würden. „Eine unglückliche Woche“, so der HSG-Coach, mit einigen angeschlagenen oder erkrankten Spielern bereitet ihm Kopfzerbrechen. Wer wie in Ostwestfalen auflaufen können wird, steht aktuell noch vollkommen in den Sternen. Ausgerechnet vor dem Gang zu einem der heimstärksten Clubs der Liga. Neun Spiele, acht Siege, bei einer Tordifferenz von plus 53 stehen für den Ex-Erstligisten zu Buche, der nach kontinuierlicher Aufbauarbeit dieses Jahr das große Ziel tatsächlich erreichen könnte. Fünf Teams sieht Eblen um dieses Ziel mitspielen, Hamm ist für ihn ein ganz heißer Kandidat auf einen der beiden Aufstiegsplätze.

 

Umso überraschender kam die 28:31-Niederlage in Dresden am vergangenen Spieltag. „In Dresden ist es nicht so leicht zu bestehen“, ordnet der 45-Jährige ein. „Das darf man nicht unterschätzen. Ich habe mir in dieser Liga abgewöhnt, in anderen Partien irgendetwas zu erwarten. Aber das war sicher nicht zu unserem Vorteil.“ Weil ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt in Liga zwei mit unerwarteten Punkten einen kleinen Satz machen konnte – und weil Hamm so sicher noch zusätzlich angestachelt in die „Mission Wiedergutmachung“ vor eigenem Publikum starten wird. Letztlich interessiert sich der Konstanzer aber nur für die „eigenen Sachen.“

 

Und die sind, trotz der schwierigen Voraussetzungen und Vorzeichen, ganz ähnlich dem Auftritt in Bietigheim. Am starken Gegner wachsen, in den Wettkampfmodus finden und – natürlich im Streben um eine mögliche Überraschung – für die nächsten richtungsweisenden Wochen rüsten, lautete hier die Zielvorgabe „Solche Spiele“, erklärt der Cheftrainer, „können auch teamintern viel bringen, man kann weiter zusammenwachsen. Wir spielen bei einer Topmannschaft in einer großen Arena. Das wird für jeden richtig interessant.“ Zudem kann sich seine junge Mannschaft mit Topspielern wie Merten Krings, Sören Südmeier, Felix Storbeck und Jan Brosch messen. Alle gehören zu den besten Einzelspielern der Liga und verfügen – zum Teil sogar aus der 1. Bundesliga – über einen enormen Erfahrungsschatz. Dennoch möchte Konstanz, so Eblen weiter, „handballerisch etwas erreichen und ein gutes Spiel machen. Wir können an unseren Standards arbeiten und uns gegen solche Mannschaften beweisen.“ Damit ist gemeint, konstanter zu werden, die Leistungen in jedem Duell und hier möglichst über die komplette Spielzeit abzurufen. Auf dem in Bietigheim Gezeigten kann die HSG sicher aufbauen. Doch das eigene Spiel „muss zugleich sehr aufwendig sein“, sagt der dienstälteste Trainer der beiden Bundesligen. Insbesondere in den entscheidenden Phasen erhofft er sich dabei mehr Arbeit „mit dem Kopf“ und mehr Coolness. Die junge Mannschaft ist dabei, sich langsam die nötige Ruhe in schwierigen Situationen zu erarbeiten. „Aber ein Jonas Link oder Mimi Kraus sind uns da genauso wie Sören Südmeier und Merten Krings noch überlegen“, stellt er nüchtern fest. Denn das müsse ja nicht so bleiben. „Dafür spielen wir, um einmal genauso clever zu sein. Wir machen diese Entwicklung erst noch. Das braucht Zeit.“ Doch für die Zukunft ist Eblen positiv gestimmt und traut seinen Talenten einiges zu. „Manche werden es schaffen, da heran zu kommen“, ist er überzeugt.

 

Ob Hamm dafür noch zu früh kommt? Der Blick auf das Hinspiel – freilich unter etwas anderen Vorzeichen – spricht eine andere Sprache. 23:23 trennte man sich in der „Schänzle-Hölle“. Der erste Punktverlust für Hamm, obwohl Konstanz zehn Minuten vor Schluss bereits mit fünf Toren scheinbar aussichtslos zurücklag. Nun steht mit André Kropp ein erst vor wenigen Wochen nachverpflichteter Kreisläufer unter Vertrag und der Portugiese Goncalo Ribeiro ist zum Probetraining zu Gast. Er könnte vielleicht schon für Samstag gegen die HSG unter Vertrag genommen werden. Aber auch andere Optionen einer weiteren Nachverpflichtung stünden bereit, ließ das Management zuletzt wissen. So könnte sich für Konstanz noch ein zusätzlicher Überraschungseffekt ergeben. Oder bestenfalls gleich selbst für eine sorgen.

 

Das Spiel wird im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

 

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