Nach „grottenschlechten“ letzten Minuten: U23 der HSG Konstanz erwartet „hartes Stück Arbeit“ gegen Fellbach
Handball

Nach „grottenschlechten“ letzten Minuten: U23 der HSG Konstanz erwartet „hartes Stück Arbeit“ gegen Fellbach

In Heimspiel am Samstag soll Kontakt zu Aufstiegsplätzen gehalten werden

Oberliga Baden-Württemberg:

HSG Konstanz U23 – SV Fellbach

(Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

In jedem Ende liegt ein Anfang, so lautet das Motto der Konstanzer U23. Die Zweitliga-Reserve der HSG möchte nach der 29:32-Niederlage in Weinsberg am Samstag, 20 Uhr, in der heimischen Schänzle-Sporthalle direkt zurück in die Erfolgsspur. Gegner Fellbach stuft Matthias Stocker, ohne Understatement betreiben zu wollen, als durchaus gefährlich ein.

 

Denn zunächst musste noch einmal Ursachenforschung für die aus Konstanzer Sicht unfassbaren letzten neun Spielminuten mit nur noch einem eigenen Treffer betrieben werden. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht“, fasste Stocker den Vorspann zum unglücklichen Ende zusammen. „Deshalb haben wir das auch direkt in Weinsberg abgehakt.“ Danach folgte die Videoanalyse und der HSG-Coach zu einer eindeutigen Erkenntnis: „Die letzten zehn Minuten waren grottenschlecht. Uns unterlaufen brutal viele Fehler und wir verwerfen unfassbar viele Chancen.“ Zudem fehlte der Zugriff in der Deckung plötzlich und man habe die Crunchtime „nicht optimal gelöst“, so der Übungsleiter. Immerhin kann er wieder lachen nach dem ersten Ärger.

 

Weil er weiß, dass seine Mannschaft zu deutlich mehr imstande ist, ging der Blick schnell nach vorne. Stocker: „Das, was uns in den ersten 50 Minuten gelungen ist, müssen wir vor allem in den letzten zehn erreichen.“ Gegen Fellbach soll genau dies umgesetzt werden. Denn der ehemalige Zweitligaspieler verbindet mit dem Erlebnis in Weinsberg zugleich die Hoffnung, dass ein Lernprozess bei der jüngsten Mannschaft der Oberliga einsetzt. „Man hofft, dass man diese Erfahrungen nicht machen muss. Aber letztlich sind sie für die Entwicklung nicht so schlecht und gehören dazu“, ist er sich sicher. „Wir müssen in solchen Phasen wieder Ruhe in unser Spiel bekommen und dürfen uns nicht verrückt machen“, sagt der 32-Jährige. Vor allem im Torwurf müsse man bis zum Ende durchziehen benennt er ein zuletzt entscheidendes Manko.

 

Ein Manko, das sich gegen Fellbach nicht wiederholen soll. Denn: „Sie sind gefährlich wie im Hinspiel“, verrät Stocker. Und: „Sie kämpfen bei geringen Chancen auf den Klassenerhalt nicht mehr ums Überleben, sondern wollen sich weiterentwickeln.“ Das könnte befreien und den „tollen Handball mit höchstem Tempo“ (Stocker) den die Württemberger anschlagen, weiter befördern. Zumal sich das junge Team sehr oft nur mit ein bis vier Toren geschlagen geben musste und das beste Torverhältnis im Tabellenkeller aufweist. Eine dieser bitteren Lehrstunden trug sich im Hinspiel zu. Fellbach führte bereits mit 27:20 – und stand schlussendlich dennoch mit einer knappen 33:34-Niederlage gegen die HSG-Youngster da.

 

Stocker jedenfalls gefällt die schnelle, attraktive Spielweise des SV Fellbach mit vielen jungen Spielern. Führungsspieler ist jedoch der ehemalige Erst- und Zweitligaprofi Andreas Blodig (32) auf der Spielmacherposition. „Fellbach ist nicht weit weg von uns, wenn wir keinen optimalen Tag erwischen“, hebt der B-Lizenzinhaber den Mittelfinger. Die Erfahrung aus dem Hinspiel dürfte dazu beitragen, dass dies nicht eintritt und jeder von der ersten bis zur letzten Sekunde mit voller Konzentration bei der Sache ist, ist er sich sicher. Fellbach sei nicht anhand er Tabelle einzuordnen. „Das kann schwierig werden“, warnt der Trainer. „Das hört sich nach Understatement an, ich weiß. Klar sind wir als Tabellendritter Favorit, uns erwartet jedoch ein hartes Stück Arbeit.“

 

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