Nach 15. Erfolg in Serie: Konstanz-Torjäger Paul Kaletsch
Handball

Nach 15. Erfolg in Serie: Konstanz-Torjäger Paul Kaletsch

freut sich über „dreckigen Auswärtssieg“

Wie alle Konstanzer hatte auch Paul Kaletsch keinen einfachen Stand in Pfullingen. Oft schon in der eigenen Spielhälfte wurde er in Manndeckung genommen und ganz früh angegangen. Dennoch gelangen dem nun mit 143 Treffern besten Torschützen der 3. Liga Süd acht Tore – und ein ganz wichtiger 31:28-Auswärtssieg mit Spitzenreiter HSG Konstanz.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas blickt Kaletsch nach dem 15. Sieg in Folge seines Teams auf den schweren Pflichtspiel-Start, eine ungewohnte Deckung des Gegners und die tolle Leistung von Torwart Simon Tölke mit 20 Paraden an alter Wirkungsstätte.

 

Paul, welche Note bekommt heute die HSG Konstanz?

Ach, ich würde heute eine Zwei an uns verteilen. Ich fand das war generell eine gute Auswärtsleistung. Hinten vielleicht manchmal zu nachlässig, vorne vielleicht ein, zwei Bälle zu viel abgegeben. Dennoch haben wir uns gegen eine sehr eklige Deckung, die man so nicht gewohnt ist und gegen die man das letzte Mal in der D-Jugend gespielt hat, gut bewiesen. Mit sehr guten 18 Toren in der ersten Halbzeit, in der zweiten verlieren wir kurz den Faden, hatten aber eine tolle Torwartleistung und so geht der Sieg, der mit mindestens drei Toren Vorsprung auch nie wirklich gefährdet war, am Ende auch in Ordnung. Ein dreckiger Auswärtssieg, so wie man den aber einfahren muss.

 

Wenn wir schon bei den Zeugnissen sind: Welche Note bekommt 20-Paraden-Torwart Simon Tölke?

Simon bekommt heute die Eins. Es hat mich ein bisschen an Konstantin Poltrum damals in Hüttenberg erinnert. Ich habe ihm vor dem Spiel auch noch gesagt, er soll es genießen. Es freut mich total, dass wir hier für ihn gewinnen können. Es sind aber nur zwei Punkte, auch wenn wir im Hinspiel verloren haben.

 

Wie schwer war dieser Kaltstart nach sehr langer Pause ausgerechnet auch noch in Pfullingen?

Sehr schwer. Wir konnten unser einziges Testspiel leider nicht in voller Besetzung absolvieren und so ist das erste Spiel die Standortbestimmung, ganz klar. Dann so eine Deckung ist natürlich nicht einfach, aber wir haben den Kopf bewahrt. Wir wollten das Spiel gewinnen – und das haben wir gemacht.

 

War der gute Start auch wichtig als Zeichen an sich selbst und die Konkurrenz, dass man an die Spiele vor Weihnachten anknüpfen kann?

Wir haben uns gesagt, dass wir gegen keine Mannschaft zweimal verlieren. Das geht jetzt schon nicht mehr. Deshalb war es für uns auch wichtig, das Hinspiel ein bisschen wieder gutzumachen. Weil es unser Anspruch ist, beim Tabellenneunten zu gewinnen. Du startest immer gerne mit einem Sieg, deshalb war es wichtig, gut in die letzten zwölf Spiele zu kommen. Mit unserem aktuell engen Kader benötigen die Leute Selbstbewusstsein. Wir mussten viel Spielzeit auf wenige Spieler verteilen. Das Risiko wurde dabei ganz gut gedrosselt, wir sind es mal gegangen, mal nicht. Das haben wir ganz gut getimt. Und jeder konnte in den entscheidenden Momenten nochmal eins drauflegen.

 

Fragen: Andreas Joas

 

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