Mit weiterem Neuzugang und 20,78 Jahren Durchschnittsalter: U23 der HSG Konstanz vor ersten Testspielen
Handball

Mit weiterem Neuzugang und 20,78 Jahren Durchschnittsalter: U23 der HSG Konstanz vor ersten Testspielen

Zwei externe Neuzugänge und sechs Talente aus der eigenen Bundesliga-A-Jugend wollen mit dem jüngsten Team der Oberliga Liga vier aufmischen.

Die Meisterschaft in der Südbadenliga, die Erfolgsserie von 13 Spielen in Folge ohne Niederlage und der direkte Wiederaufstieg in die Oberliga: Alles Geschichte, wenn auch eine sehr schöne, sagt Matthias Stocker. Seit 9. Juli bittet er die U23 der HSG Konstanz täglich zum Training und hat ein sehr abwechslungsreiches und vielfältiges Programm geschnürt, um am 8. September zum Start in die viertklassige Oberliga Baden-Württemberg in Plochingen bestens gerüstet zu sein. Mit dabei ist dann neben dem bereits vorgestellten Neuzugang und Rückkehrer Kai Mittendorf mit Simon Storz von der HSG Rietheim-Weilheim ein weiterer externer Neuzugang.

 

Dazu stoßen mit Patrick Volz, Lars Michelberger, Hendrik Dahm, Joel Mauch, Jonas Hadlich und Beachhandball-Nationaltorwart Moritz Ebert sechs Talente aus der eigenen A-Jugend, die in der vergangenen Saison mit Platz fünf die direkte Qualifikation für die Eliteklasse sichergestellt hat. Verlassen haben die Drittliga-Talentschmiede studienbedingt Manuel Both und Tim Zeiler sowie Samuel Wendel und Joschua Braun in Richtung erste Mannschaft. Somit wird die U23 der HSG Konstanz als mit Abstand jüngstes Team der vierten Liga mit einem Durchschnittsalter von 20,78 Jahren des 20-köpfigen Kaders die Herausforderung Oberliga angehen.

 

Mit Simon Storz als zweitem externem Neuzugang kann Stocker auf einen ehemaligen Weggefährten aus Rietheim bauen, der beim zwischen Württemberg- und Landesliga pendelnden Heimatclub des HSG-Coaches in der A-Jugend schon einmal Schützling Stockers war und auf Linksaußen und im Rückraum flexibel einsetzbar ist. In Rietheim zählte er in den letzten Jahren zu den absoluten Leistungsträgern und Hauttorschützen. „Simon war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und will sich auf noch höherem Niveau beweisen“, sagt Matthias Stocker über seine zweite Verstärkung von außen. Storz absolviert an der HTWG derzeit ein Masterstudium in Unternehmensführung und ist bereits Geschäftsführer seines eigenen Unternehmens. Stocker: „Er möchte nun auch sportlich das Maximale aus sich herausholen und wird als Typ und mit seiner Spielweise perfekt zu uns passen.“

 

Seit 9. Juli formt der B-Lizenzinhaber sein neues Team, das nun mit insgesamt acht Verstärkungen wesentlich breiter aufgestellt ist. Und der HSG-Trainer hat in den ersten Wochen der Vorbereitung einen sehr positiven Eindruck von seinen Schützlingen gewonnen. „Man hat gesehen, dass alle schon vor dem offiziellen Start aktiv waren und an sich gearbeitet haben“, erklärt er, in einer Phase, in der vor allem Athletik, Kraft und Ausdauer im Vordergrund stehen. „Mir ist aber auch wichtig“, ergänzt der 30-Jährige, „dass wir von der ersten Einheit an den Ball mit integriert haben.“ Unterstützung bekommt er von einem großen Trainerstab. Co-Trainer Benjamin Schweda kümmert sich im Moment vor allem um die Torhüter, Athletiktrainer Björn Gentner um die Schnelligkeit und Athletik, Athletiktrainer Jens Kluzik um Ausdauer und Koordination. Zudem stehen Einheiten im Fitnessstudio Club Aktiv sowie Crossfit- und Crossfight-Einheiten bei Karate-Weltmeister Tarek Amin auf dem Programm.

 

Alles, um mit vielen gerade der A-Jugend entwachsenen Talenten vor allem der wesentlich größeren Körperlichkeit in Liga vier gewappnet zu sein. „Es ist toll, dass wir so viele eigene Talente nach oben ziehen können. Der Sprung in die Oberliga ist jedoch groß“, warnt der Konstanzer Übungsleiter. „Vor allem körperlich müssen wir schnell enorm zulegen.“ Allerdings nicht ohne die eigenen Stärken wie das schnelle, technisch gute Tempospiel zu vernachlässigen, das weiterhin Garant für möglichst viele Punkte sein soll. „Mit unserer vor vier, fünf Jahren nochmals intensivierten Jugendarbeit können wir nun die Früchte ernten“, freut sich Stocker.  „Das alles zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und den Jungs hier optimale Bedingungen zur Entwicklung bieten können.“

 

Bereits am Mittwoch besteht für ihn die erste Gelegenheit, erste Erkenntnisse in einem Testspiel beim Württembergligisten Fridingen/Mühlheim zu sammeln, der zuletzt Oberligist Steißlingen in einem Vorbereitungsspiel bezwungen hat. Am Freitag tritt die U23 der HSG Konstanz zudem in Bregenz an, das in der kommenden Saison im EHF-Challenge-Cup auch international unterwegs ist und in Österreich wieder zu den Titelfavoriten zählt. Das eigene „Spielsystem anreißen“ möchte Stocker gegen diese hochkarätigen Gegner. „Wir wollen unsere Art, Handball zu spielen, umsetzen“, sagt er mit Blick auf die ersten Härtetests, „und vernünftig in der Abwehr stehen und mit Tempo nach vorne gehen.“

Telegramm

Die Testspiele (alle Heimspiele in der Schänzle-Sporthalle), kurzfristige Änderungen jederzeit möglich:

25. Juli, 20.30 Uhr: HSG Fridingen/Mühlheim – HSG Konstanz U23

27. Juli, 18 Uhr: Bregenz Handball – HSG Konstanz U23

31. Juli, 19.15 Uhr: HSG Konstanz U23 – MTG Wangen

18. August, ab 14 Uhr: Turnier in Steißlingen

21. August, 19.15 Uhr: HSG Konstanz U23 – HSC Kreuzlingen

29. August, 20.30 Uhr: HSG Fridingen/Mühlheim – HSG Konstanz U23

31. August, 19 Uhr: HSG Konstanz U23 – HC Neuenbürg

 

Die ersten Saisonspiele der HSG Konstanz U23 in der Oberliga, Saison 2018/19:

8. September, 20 Uhr: TV Plochingen – HSG Konstanz U23

15. September, 17.30 Uhr: HSG Konstanz U23 – TSV Weinsberg

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de