Mit „Rumpftruppe“: A-Jugend der HSG Konstanz holt mit Schlussspurt wichtige Punkte in München
Handball

Mit „Rumpftruppe“: A-Jugend der HSG Konstanz holt mit Schlussspurt wichtige Punkte in München

Nur neun Feldspieler mit bemerkenswerter Vorstellung zum Sieg

A-Jugend-Bundesliga:

Handballakademie Bayern – HSG Konstanz 26:30 (14:15)

 

Das große Kämpferherz der Konstanzer A-Jugend ist belohnt werden. Trotz größter Personalprobleme konnte der Drittliga-Nachwuchs der HSG das eminent wichtige Spiel in München gegen die Handallakademie Bayern dank eines bemerkenswerten Schlussspurts in den letzten fünf Minuten mit 30:26 für sich entscheiden.

 

Mit einer „Rumpftruppe“, wie Trainer Thomas Zilm zu Protokoll gab. Lediglich zehn Feldspieler konnte er aufbieten, da Robin Schmidt jedoch noch angeschlagen war nur neun davon einsetzen. Somit hatten die neun verbliebenen „Kämpfer“ eine Herkulesaufgabe zu bewältigen und sahen sich mit einem Gegner konfrontiert, der dies mit aller Macht ausnutzen wollte. „Es war wie erwartet. München war sehr aktiv“, stellte Zilm fest. Die Handballakademie Bayern übte im Vorwärtsgang von der ersten Minute an großen Druck auf Konstanz aus, stellte auf 2:0 und ließ auch nicht locker, als die Gäste sich langsam berappelt und mit einer 6:3-Führung leichte Vorteile erarbeitet hatten.

 

Dank guter Einzelspieler, die viel Zug zum Tor unter Beweis stellten, kam München jedoch postwendend zurück: 7:7. Zilm: „Wir haben uns mit unserem kleinen Aufgebot schwer getan.“ Der Wille seiner Mannschaft war allerdings beeindruckend. Mit allem, was die Kräfte und Optionen hergaben, versuchte Konstanz vor allem über eine gute Deckung dagegenzuhalten. Die Gastgeber setzten dafür ihre guten Distanzschützen in Szene, sodass Zilm auf eine 5:1-Abwehr umstellte – und damit Erfolg hatte, wenn auch nun die Außenspieler des Gegners mehr zur Entfaltung kamen.

 

Die Bayern versuchten es weiter mit einer robusten Spielweise und waren darauf bedacht, ihre körperlichen Vorteile einzusetzen. Gerade als Rohat Sahin vier Minuten vor der Pause zum 14:11 vollendet hatte, machten sich die immer wieder auftretenden Probleme in der Deckung der Konstanzer bemerkbar. Drei Minuten später hatte die Handballakademie mit einem 3:0-Lauf wieder das 14:14 markiert und nur eine Auszeit und letzte gute Aktion von Julian Kirschmann brachte die knappe Führung zur Halbzeit.

 

„Auf dem Zahnfleisch“, so Zilm, ging es für seine dezimierte Mannschaft weiter und an ihre Grenzen. Als dann Nicholas Breit nach 38 Minuten zum 21:18 traf, sah es düster für die HSG aus. Nach 18:16-Führung und fünf Treffern in Serie für München, das auch nach 50 Minuten alle Trümpfe in der Hand hielt und 25:23 in Front lag. Was nun folgte, nötigte Thomas Zilm höchsten Respekt ab. Seine ersatzgeschwächte Mannschaft war es, die nun noch einmal zulegen konnte. In Sven Koester nun einen starken Rückhalt hatte, der viermal in Serie parierte und vorne noch einmal hohes Tempo gehen konnte. Fünf Tore in Folge erzielte Konstanz, drehte die Partie komplett und stellte auf 28:25. Eine wahnsinnige Energieleistung, die schließlich mit dem verdienten 30:26-Auswärtssieg belohnt wurde und die Gäste jubeln ließ.

 

„Die Jungs haben auf vielen verschiedenen und ungewohnten Positionen spielen müssen“, gab Zilm zu bedenken. „Aber wir haben gekämpft, alles rausgeholt, sind ruhig geblieben und haben das 60 Minuten mit dem Glauben an unsere Stärke durchgezogen. Dadurch haben wir uns zwei ganz wichtige Punkte gesichert, die jeder unbedingt wollte.“

 

HSG Konstanz: Sven Koester, Tim Bammel (Tor); Julian Kirschmann (1), Felix Fehrenbach (7/3), Reiff Balthes (1), Yannick Sauter (2), Florian Wangler (4/2), Benedikt Hafner (3), Niklas Duffner (3), Robin Schmidt, Rohat Sahin (3), Julian Küchler (6).

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de