HSG Konstanz verpflichtet „spielwitzigen“ Rechtsaußen aus Leutershausen
Handball

HSG Konstanz verpflichtet „spielwitzigen“ Rechtsaußen aus Leutershausen

Trickreicher, schneller Linkshänder gilt als einer der besten Flügelspieler der 3. Liga

Auf Rechtsaußen bestand Handlungsbedarf bei der HSG Konstanz. Nun konnte Sportchef André Melchert die Lücke schließen. Ab der kommenden Saison wird Linkshänder Lukas Köder, 24, von der SG Leutershausen den rechten Flügel verstärken. Köder erhält zunächst einen ligaunabhängig geltenden Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2023 und ist nach Niklas Ingenpaß (21, TuSEM Essen) und Christos Erifopoulos (21, Frisch Auf Göppingen) der dritte Konstanzer Neuzugang.

 

Was Lukas Köder kann, bekam die HSG als bereits feststehender Drittliga-Meister beim letzten Aufeinandertreffen Ende der Saison 2018/19 selbst zu spüren. Mit dem HC Oppenweiler/Backnang gastierte er im letzten Drittliga-Heimspiel der Gelb-Blauen vor dem Zweitliga-Aufstieg in der „Schänzle-Hölle“ und markierte sechs Treffer. Insgesamt brachte er es in jener Spielzeit auf 92 Tore und gehörte damit wie stets in den letzten Jahren zu den besten Flügelspielern der 3. Liga. Fahrt aufgenommen hatte die Handball-Karriere des schnellen Außen ab der C-Jugend beim Bundesliga-Nachwuchs der SG BBM Bietigheim, wo er unter anderem mit dem aktuellen HSG-Rückraumspieler Fynn Beckmann zusammenspielte. Köder war Kapitän der A-Jugend-Bundesligamannschaft, seinen größten Erfolg feierte er jedoch mit der HVW-Auswahl. Unter der Leitung von Axel Kromer und unter den Augen der DHB-Entscheidungsträger Heiner Brand, Martin Heuberger, Jan Gorr und Christian Schwarzer drehte Köder mit sieben Toren im Finale des Länderpokals auf und war entscheidend daran beteiligt, dass die württembergische Auswahl knapp mit 32:31 die deutsche Meisterschaft gewann. Köder konnte sich damit für die deutsche Jugend-Nationalmannschaft des DHB empfehlen. Mit 18 wagte der 1,79 Meter große gebürtige Öhringer schon den Sprung in die Herren-Oberliga nach Weinsberg, ehe er vier Jahre lang in der 3. Liga zu den Leistungsträgern bei Oppenweiler/Backnang zählte. Zur aktuellen Spielzeit folgte der Wechsel nach Leutershausen.

 

„Lukas ist von außen sehr sicher und sehr gut im Tempogegenstoß“, freut sich Melchert auf den neuen Flügelspieler. „Wir erhoffen uns von ihm die benötigte Effektivität und Verstärkung. Mit ihm bekommen wir einen neuen Spielertypen, der gut ins Team passt.“ Denn Köder gilt als „spielwitziger“ Rechtsaußen, der neben seiner Geschwindigkeit über Athletik und Sprungkraft sowie gute Wurfvarianten verfügt. Der Kontakt zur HSG Bestand schon länger, nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht. „Ich war immer mal wieder in Gesprächen mit André“, erzählt Köder, der gerade seine Bachelorarbeit in Unternehmensführung schreibt und bald in Konstanz seinen Master an der mit der HSG kooperierenden Fachhochschule (HTWG) in diesem Bereich anschließen möchte. „Für mich ist der Wechsel zur HSG eine Herzenssache. Ich habe in der Bodensee-Region einige Freunde und die Halle ist einfach cool. Hier herrscht schon ein besonderes Flair und Gefühl, eine besondere Stimmung. Das passt super zu mir.“ Denn damit meint der 24-Jährige nicht nur die Atmosphäre durch die Fans, auch die innerhalb der Mannschaft und des Umfeldes hat er als sehr „familiär und positiv“ wahrgenommen. „Das ist sehr inspirierend. Wie in dieser werden wir auch kommende Saison eine gute Truppe stellen“, ist Köder fest überzeugt.

 

In Maximilian Wolf wird er dann zudem einen guten Freund im Team wissen, mit dem ihn schon seit Jahren viel verbindet. Beide stehen regelmäßig in Kontakt und diskutieren unter anderem über die Spiele, verrät der in Willsbach groß gewordene Mann mit einem Lächeln und fügt an, dass er sich am Bodensee „wohl fühlt. Dass es jetzt mit dem Wechsel zur HSG klappt, ist der Höhepunkt.“ Hier möchte der trickreiche Außen den „nächsten Schritt machen. Dafür ist die HSG genau der richtige Club. Ich möchte mich nochmal auf ein anderes Level bringen, Vollgas geben, alles reinwerfen und dem Team damit bestmöglich helfen.“ Im Moment steht vor allem viel individuelles Training, aber auch Mannschaftstraining bei der SG Leutershausen an. Möglicherweise greift Köder hier noch einmal in einer Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga ein, ehe er im Sommer den Weg in die größte Stadt am Bodensee vollzieht. „Ohne Handball geht es nicht“, sagt der Württemberger und hat sich ein privates Fitnessstudio bei seiner Familie eingerichtet. „Der Wettkampf und die Spiele vor den Fans fehlen extrem. Ich bin zudem jemand, der eher zu viel als zu wenig macht.“ Lukas Köder kann es kaum erwarten und brennt auf die Herausforderung in Konstanz: „Man hört viel Gutes über die HSG. Das sind alles coole Jungs, die mit Herzblut und Leidenschaft wie der gesamte Club für den Handball leben.“ In diversen Duellen gegeneinander hat er zudem registriert, dass bei der HSG „eine positive, gute Grundstimmung vom Team über die Fans bis zu den Verantwortlichen herrscht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie sehr dieser Rückhalt der Mannschaft aktuell bei den Heimspielen fehlt.“

 

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