HSG Konstanz startet in Hüttenberg in die 2 Bundesliga:
Handball

HSG Konstanz startet in Hüttenberg in die 2 Bundesliga:

Trainer Daniel Eblen: „Ordentliches Brett zum Beginn“

2. Handball-Bundesliga:

TV Hüttenberg – HSG Konstanz

(Samstag, 19.30 Uhr, Sportzentrum)

 

Nur ein Jahr war sie weg, die HSG Konstanz. Nach einer starken Saison und dem direkten Wiederaufstieg ist sie wieder im Sehnsuchtsort 2. Bundesliga zurück und steht vor ihrer insgesamt sechsten Zweitliga-Saison. Mit viel Herzblut, Enthusiasmus und Leidenschaft in Team, Umfeld und der ganzen Stadt soll nun die Mission Klassenerhalt gelingen. Saisonauftakt ist am Samstag, 19.30 Uhr, beim Ex-Erstligisten TV Hüttenberg. Alle Spiele der HSG Konstanz in der 2. Bundesliga sind im kostenlosen Livestream über www.hsgkonstanz.de/livestream zu sehen.

 

Der große Check zum Saisonstart.

 

Die 2. Handball-Bundesliga

 

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte nur noch 18 Mannschaften umfasst die 2. Bundesliga, die bis 2011 aus 36 Vereinen – aufgeteilt in eine Nord- und Südstaffel zu je 18 Teams – bestand. Durch fünf Absteiger in der letzten Saison und einen Drittliga-Meister, der nicht aufsteigen durfte, sehen viele Trainer und Experten die Liga nun so stark und gleichzeitig ausgeglichen wie nie. Daniel Eben dazu: „Es sieht so aus. Auf jeden Fall ist es die stärkste 2. Liga an der wir je teilgenommen haben.“ Sportchef Andre Melchert sieht es ähnlich wie der HSG-Cheftrainer und stuft sie „nochmals wesentlich stärker als 2016 bis 2018“ ein. Dafür sorgt allein schon das illustre Feld der Teilnehmer. Ganze elf ambitionierte Ex-Erstligisten tummeln sich in der aufgrund ihrer Leistungsdichte- und Stärke als „stärkste zweite Liga der Welt“ geltenden Spielklasse. HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann sieht sie unter den fünf besten Ligen der Welt. Die Professionalisierung wird seit Jahren konsequent vorangetrieben, die Liga von der HBL zudem als Profiliga angesehen.

 

Die Highlights

 

An Highlights wird es für die HSG Konstanz, die damit zu den besten 36 Clubs Deutschlands zählt, nicht mangeln. Bei 17 Heimspielen werden 11 Ex-Erstligisten in Konstanz auflaufen und jedes Spiel zu einem besonderen Event machen. Darunter befinden sich so große Namen wie der Handball Sport Verein Hamburg als Champions-League-Sieger von 2013, Erstliga-Absteiger VfL Gummersbach (u.a. Europapokalsieger 2011 und einer der erfolgreichsten deutschen Vereine) oder Lübeck-Schwartau (DHB-Pokalsieger von 2001) sowie Altmeister TuSEM Essen (u.a. Europapokalsieger 2005). Vor allem aber direkt das erste Heimspiel der Konstanzer am 30. August gegen den aktuellen Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim wird besonderen Glanz versprühen, wenn Weltmeister und Champions-League-Sieger Mimi Kraus im einzigen Baden-Württemberg-Derby seine oft spektakuläre Visitenkarte abgibt. Überhaupt stehen in den Aufgeboten der Zweitligisten viele ehemalige und aktuelle Nationalspieler, viele verfügen zudem über Erstliga-Erfahrung, wie etwa Ex-Nationalspieler Jens Schöngarth (Hamburg).

 

Die HSG Konstanz

 

Knapp 19 000 Kilometer wird die HSG für diese Highlights zu ihren Auswärtsspielen zurücklegen müssen und ist damit erneut Deutschlands „Reisemeister“. Zwar ist der Wunsch der Konstanzer Verantwortlichen trotz der großen Herausforderungen die langfristige Etablierung im Bundesliga-Unterhaus, unüberlegte Dinge oder Ausgaben, die das Budget des „gut aufgestellten Unternehmens mit positivem Eigenkapital“ (HBL) nicht hergeben, sind allerdings ausgeschlossen. „Wir geben nur das aus, was wir haben“, stellt Sportchef Melchert klar und zeigte damit eine Stärke der HSG auf: Kontinuität, Weitsicht und Seriosität. „Die HSG“, sagt er, „zeichnet ein ruhiger Kopf aus. In guten und in schlechten Zeiten.“

 

Dazu sollen die Breite des Kaders und der gute Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft zum Pfund werden. Vor allem möchte man Heimstärke im mittlerweile bundesweit bekannten Hexenkessel „Schänzle-Hölle“ aufbauen, der sich nicht nur in den Relegationsspielen in ein gelb-blaues Fahnenmeer verwandelt hatte. Bereits in der 3. Liga strömten im Schnitt 1 200 emotionale Fans zu den Heimspielen, in der neuen Spielzeit ist die Euphorie nicht geringer. Ein neuer Rekord an abgesetzten Dauerkarten lässt auf eine wieder extrem stimmungsvolle Unterstützung von vollbesetzten Rängen hoffen.  Die Fans identifizieren sich mit dem Konstanzer Weg, den Investitionen in die Struktur wie zwei hauptamtliche Athletiktrainerinnen und das Management sowie eine intensive Jugendarbeit, die in allen Altersklassen in der höchsten Liga vertreten ist. Der U23 wäre zudem fest der Durchmarsch in die 3. Liga geglückt.

 

Die Neuzugänge

 

Linkshänder Matthias Hild kam bereits in der Rückrunde der letzten Spielzeit und trug mit starken Leistungen in der Relegation bereits einen gehörigen Anteil am Aufstieg. „Er hat“, lobt Eblen, „eine sehr gute Vorbereitung gespielt. Genauso wie Fynn.“ Fynn Beckmann (HBW Balingen-Weilstetten) konnte mit seiner Wendigkeit und Geschwindigkeit überzeugen und „wird uns sehr weiterhelfen“, ist sich der HSG-Coach sicher. Torwart Michael Haßferter (HC Erlangen) konnte mit guten Leistungen ebenfalls schon auf sich aufmerksam machen und sein Potenzial andeuten. Mit drei unterschiedlichen Torwart-Typen dürften die Gelb-Blauen auf dieser Position gut aufgestellt sein. „Mit Michi erhoffen wir uns noch einen Kick, die Torwart-Leistung wird ganz wichtig sein.“ Der mit erst 19 Jahren jüngste im Kader ist Linksaußen Aron Czako, der jedoch schon zeigen konnte, dass „er souverän agieren kann“, so der A-Lizenzinhaber. „Wir sind froh,  dass er bei uns ist. Er wird uns helfen.“

 

Der Modus und die Termine

 

Zwei Mannschaften steigen in die 1. Bundesliga auf, die letzten beiden direkt in die 3. Liga ab. Der Drittletzte bestreitet in Hin- und Rückspiel zwei Relegationspartien gegen einen Drittliga-Meister um den Klassenverbleib. Letzter Spieltag ist am 23. Mai 2019, die Relegationsspiele steigen am 27. Mai (Heimrecht Drittligist) und 30./31. Mai beim 16. der 2. Bundesliga. Im Januar ruht nach dem Christmas-Game der HSG am 26. Dezember daheim gegen Hüttenberg traditionell der Spielbetrieb für die EM.

 

Der Saisonauftakt

 

2017 spielte der TV Hüttenberg noch in der 1. Bundesliga, mit dem Ex-Pfullinger Frederick Griesbach als neuem Trainer streben die Hessen nun wieder nach dem Spitzenfeld in Liga zwei. Ein besonderes Duell vor den Toren Gießens erwartet vor allem HSG-Toptorjäger Paul Kaletsch, der vor seinem Wechsel 2013 an den Bodensee viele Jahre in Hüttenberg aktiv war. Beste Erinnerungen dürfte er an das Jahr 2016 hegen. Im ersten Auswärtsspiel nach dem letzten Aufstieg der HSG gelang Konstanz ein 25:24-Sieg. Eblen: „Der TVH ist eine sehr erfahrene, dynamische und bewegliche Mannschaft, die jedes Team der Liga schlagen kann. Ein ordentliches Brett zum Beginn.“ Seine Mannschaft muss sich dabei auf eine sehr offensiv agierende Deckung des Gegners einstellen.

 

Das erste Heimspiel

 

Am Freitag, 30. August, treffen die beiden einzigen Teams aus Baden-Württemberg um 20 Uhr in der „Schänzle-Hölle“ aufeinander. Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim gilt als Topfavorit der Liga und strebt mit Weltmeister und Champions-League Sieger Mimi Kraus die direkte Rückkehr in die 1. Bundesliga an. Tickets sind unter www.hsgkonstanz.de/ticktes erhältlich.

 

Kostenloser Livestream aller HSG-Spiele

 

Alle Spiele der HSG Konstanz in der 2. Bundesliga (Heim- und Auswärtspartien) werden im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

 

Kaderübersicht unter www.hsgkonstanz.de/team/kader

 

Spielplan unter www.hsgkonstanz.de/saison/spielplan

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de

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