HSG Konstanz in Schaffhausen mit erstem Spiel nach fünf Monaten: „Hat sich gut angefühlt“
Handball

HSG Konstanz in Schaffhausen mit erstem Spiel nach fünf Monaten: „Hat sich gut angefühlt“

Noch sieben Spieler aufgrund von leichten Blessuren nicht mit dabei

Testspiel:

Kadetten Schaffhausen – HSG Konstanz 32:28 (17:13)

 

Im ersten Spiel nach fünf Monaten musste die HSG Konstanz mit den angeschlagenen Fabian Schlaich, Markus Dangers, Fabian Maier-Hasselmann, Fynn Beckmann, Samuel Wendel und Peter Schramm zwar auf eine komplette Mannschaft und die erfahrenen Akteure verzichten, konnte ohne Sieben aber zumindest phasenweise dennoch ganz zufrieden mit der Rückkehr auf das Spielfeld sein. Schließlich behielt der Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen unter Ausschluss der Öffentlichkeit in eigener Halle mit 32:28 (17:13) die Oberhand.

 

Dabei zeigte sich gerade in den ersten Minuten, dass die Eidgenossen schon deutlich länger wieder zurück auf der Platte sind und bereits ihr drittes Vorbereitungsspiel absolvierten. In der Schweiz beginnt die Saison bereits einen Monat früher als in Deutschland. Schon in weniger als zwei Wochen, ab 2. September, können sich die Kadetten wieder auf Nationalliga-A-Spiele freuen. Freude war auch den Konstanzern über den ersten Wettkampf nach fünf Monaten anzusehen. Allerdings auch die lange Pause. Dank einiger technischer Fehler konnten die Kadetten schnell auf 6:1 davonziehen. Von Minute zu Minute bekam Konstanz jedoch mehr Sicherheit zurück in sein Spiel und war nach knapp 19 Minuten wieder zurück im Geschäft (8:9). Kurz vor der Pause stand es 13:12 (27.), ehe die durch den Ausfall fast der kompletten Reihe an erfahreneren Spielern extrem jung aufgestellten Gästen vom Bodensee sich erneut wenig clever zeigten und in den nicht einmal drei Minuten noch vier Treffer – den letzten mit der Sirene – kassierten. Zuvor gegangen waren ein paar überhastete Abschlüsse, sodass die HSG mit einem 13:17-Rückstand in die Kabine ging.

 

„Das war schon eine Achterbahnfahrt – auf beiden Seiten“, schmunzelte HSG-Trainer Daniel Eblen. „Es gab einige gute Dinge. David hat sowohl im Angriff als auch in der Abwehr überzeugt, aber ein paar hatten heute auch einen Ausfall. Immer wenn wir im Spiel drin waren, waren wir auch ganz gut dabei.“ Vor allem bei den Abschlüssen aus dem Rückraum sieht er noch Steigerungsbedarf. Eblen: „Die wären heute wichtig gewesen, haben aber noch ein bisschen gefehlt.“ Ungewohnte Lücken offenbarte auch noch die Deckung, die als Team zwar schon einen ordentlichen Eindruck hinterließ, individuell aber immer wieder doch den einen entscheidenden Schritt zu langsam war. Aufgrund der vielen Ausfälle fehlten dem 45-Jährigen zunehmend Alternativen, als eine solche machte Pascal Mack am Kreis als Ersatz für Markus Dangers jedoch einen guten Eindruck. Über 20:15 (36.) kamen die Gelb-Blauen auf 21:20 (41.). heran und gingen kurz darauf selbst in Führung. Mit schnellem Umschaltspiel gelangen der 22:21- und 23:22- Führungstreffer (43). In Dieser Phase boten sich sogar zahlreiche Möglichkeiten, um richtig wegzuziehen – doch nun wirkte Konstanz wieder etwas „zu grün“. Der Unterschied in Sachen Erfahrung und Cleverness zeigte sich insbesondere in den letzten Minuten noch einmal deutlich. 28:27 stand es in einem ausgeglichen Schlagabtausch neun Minuten vor Schluss, dann produzierte die HSG wie schon kurz vor der Halbzeit mit zu viel Hektik die Fehler, die das international besetzte Team aus Schaffhausen mit leichten Toren zum 32:28-Endstand gnadenlos ausnutzte.

 

Eblen: „Es war wichtig, dass jeder seine Zeit bekommt, auch wenn dadurch manchmal noch die Bindung zum Spiel fehlt. Wir haben uns wohl gefühlt, müssen aber zusehen, dass wir jetzt vorwärts kommen.“ Dabei wird er vorrausichtlich bald wieder auf seine sieben fehlenden Spieler zurückgreifen können, denn ernsthafte Verletzungen sind glücklicherweise nicht zu beklagen. So lobt auch Sportchef André Melchert nach positiven Trainingseindrücken: „Man sieht, wie die Jungs den Handball vermisst haben. Jeder gibt extrem Gas und ist voll bei der Sache. Die Neuen haben sich bereits gut integriert. David macht das richtig gut und bei Peter merkt man, dass er direkt eine sehr wichtige Rolle einnimmt.“ Für die wenigen nächsten Testspiele in Konstanz gilt indes nach wie vor: Keine Zuschauer zugelassen, da die Behörden noch keine Freigab erteilt haben. So müssen sich die HSG-Fans noch ein wenig gedulden, bis sie ihre Lieblinge wieder beim BGV Handball Cup oder aber spätestens am 2. Oktober im ersten Zweitliga-Heimspiel gegen Dresden live erleben können.

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Michael Haßferter, Moritz Ebert (alle Tor); Michel Stotz, Aron Czako, Felix Jaeger, Matthias Hild, Tom Wolf, Felix Krüger, Joschua Braun, Tim Jud, Patrick Volz, David Knezevic, Pascal Mack.

Verletzt: Fabian Schlaich, Markus Dangers, Fabian Maier-Hasselmann, Fynn Beckmann, Samuel Wendel, Peter Schramm.

 

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