HSG Konstanz 55 Minuten auf Augenhöhe mit Kadetten Schaffhausen
Handball

HSG Konstanz 55 Minuten auf Augenhöhe mit Kadetten Schaffhausen

Fünf Leistungsträger fehlten der HSG

Testspiel:

Kadetten Schaffhausen – HSG Konstanz 32:26 (13:14)

 

Der Blick auf den Kader für das Testspiel beim starken aktuellen Tabellenführer und Europapokalteilnehmer Kadetten Schaffhausen verhieß für die HSG Konstanz nichts Gutes. Nur zehn Spieler konnte Cheftrainer Daniel Eblen aufbieten, darunter die Nachwuchstalente Patrick Volz und Jerome Portmann aus der U23. Dafür fehlten mit Paul Kaletsch und Fabian Wiederstein die beiden Top-Torschützen sowie Fabian Schlaich und Samuel Wendel. Und dennoch konnte der Drittliga-Spitzenreiter vom Bodensee das Spiel 55 Minuten ausgeglichen gestalten, unterlag mit schwindenden Kräften und aufgrund einiger „dummer Fehler“, so Eblen, allerdings doch noch mit 26:32 nach einer 14:13-Pausenführung.

 

Der HSG-Coach konnte in Anbetracht der über weite Strecken sehr guten Vorstellung seiner Mannschaft so auch ein positives Fazit nach dem letzten Testspiel vor dem Drittliga-Start am 2. Februar in Pfullingen ziehen. „Ein gutes Spiel“, lobte er. „Die erste Halbzeit war echt super. Die zweite ist dann mit nur acht Feldspielern schon an die Substanz gegangen.“ Denn die Kadetten konnten aus dem Vollen schöpfen und boten 16 Akteure auf. Darunter auch die drei von der Weltmeisterschaft zurückgekehrten Österreicher Sebastian Frimmel, Lukas Herburger und Kristian Pilipovic. Sogar der ungarische Nationalspieler Gabor Csaszar war nach seiner WM-Zeit bereits wieder auf dem Parkett.

 

Das so mit internationalen Topspielern gespickte  Team des Schweizer Serienmeisters rieb sich angesichts der furiosen Vorstellung des Konstanzer Rumpfteams jedoch schon nach wenigen Minuten verwundert die Augen. Michel Stotz besorgte mit einem Doppelschlag die 4:2-Führung für seine Farben, Tim Jud erhöhte nach knapp 20 Minuten sogar auf 9:6. Der Schweizer Mittelmann trumpfte gegen seine Landsleute mit neun Treffern und als umsichtiger Spielgestalter groß auf und wurde nach dem Match, das um den Falken-Cup gespielt wurde, als bester Spieler auf Konstanzer Seite ausgezeichnet.

 

Ein Trumpf in der ersten Halbzeit war zudem Schlussmann Simon Tölke, der reihenweise freie Chancen der Eidgenossen zunichtemachte. Auch Tom Wolf und Kaletsch-Vertreter Tim Keupp machten ein gutes Spiel und stellten Schaffhausen vor immer neue Aufgaben. Eine davon war ein sehr gutes Rückzugsverhalten sowie eine intensive Abwehrarbeit. So mussten die Stars Gabor Csaszar, Zarko Sesum und Co. immer wieder ihre ganze individuelle Klasse auspacken, um an der HSG dranzubleiben. Diese ging dennoch mit einem 14:13-Vorsprung in die Pause.

 

Nach dem Seitenwechsel spielte Konstanz mutig und frech weiter und kreierte immer wieder gute Lösungen gegen die körperlich überlegenen Kadetten. Mit einem wuchtigen Schlagwurf in den Winkel stellte Tim Jud sieben Minuten vor dem Ende in einer sehr umkämpften und engen Partie nochmals den Ausgleich zum 25:25 her. Über die letzten fünf Minuten ärgerte sich Daniel Eblen dann mächtig. „Wir machen“, schüttelte er den Kopf, „dumme Fehler und schmeißen den Ball an den Kreis. Dadurch kassieren wir drei Gegenstöße hintereinander.“ Wie schnell es gegen eine Topmannschaft wie die Kadetten Schaffhausen gehen kann, offenbart der angesichts der guten Leistung über 55 Minuten etwas ernüchternde Endstand von 32:26, der das Spielgeschehen nicht richtig wiedergibt.

 

„Trotzdem haben wir in Abwehr und Angriff gut gespielt“, bilanzierte der 44-Jährige. „Das war unter diesen Voraussetzungen so nicht zu erwarten.“ Letztendlich ordnete er die Begegnung als „gelungenes Testspiel“ ein. „Deshalb“, meinte der A-Lizenzinhaber, „muss man den Ärger über die letzten Minuten einfach runterschlucken.“ Eine Woche vor dem Pflichtspiel-Auftakt blickt er zuversichtlich auf den Ernstfall in Pfullingen. Dafür, dass sein Team zuletzt durch viele Ausfälle dezimiert war, stuft er die letzten Eindrücke als „okay“ ein. Eblen: „An den Details werden wir nun noch arbeiten, da waren noch ein paar Ungenauigkeiten dabei. Dort werden wir ansetzen.“

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Simon Tölke (Tor); Michel Stotz (4), Jerome Portmann (1), Tom Wolf (4/1), Felix Krüger (1), Joschua Braun (1), Tim Jud (9/1), Tim Keupp (5), Patrick Volz (1).

 

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