„Haut so teuer wie möglich verkaufen“: A-Jugend der HSG Konstanz erwartet Tabellenführer Bittenfeld
Handball

„Haut so teuer wie möglich verkaufen“: A-Jugend der HSG Konstanz erwartet Tabellenführer Bittenfeld

Lange Verletztenliste bei den Konstanzern

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – TV Bittenfeld

(Sonntag, 15 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Wirklich überraschend kam die erste Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen für die A-Jugend der HSG Konstanz nach zwei Siegen nicht wirklich, die Höhe stimmte Trainer Thomas Zilm aber dennoch nachdenklich. Nun erwartet er eine Reaktion. Doch die dürfte gegen die derzeitige Übermannschaft der Liga, Tabellenführer TV Bittenfeld, schwer fallen. Der Bundesliga-Nachwuchs deklassierte seine Kontrahenten in den ersten drei Partien zweimal mit 15 Toren und einmal elf Toren Differenz.

 

Schwerer könnte die Aufgabe für die HSG-Talente also nicht sein. Schon in der letzten Saison wurde der Nachwuchs des Erstligisten TVB Stuttgart Süddeutscher Vizemeister und nahm an den Entscheidungsspielen um die Deutsche Meisterschaft teil. In der aktuellen Spielzeit spricht erneut vieles für ein enges Rennen zwischen den Löwen und Bittenfeld im Kampf um die Vorherrschaft im Süden. Mit Luis Kuhnle führt zudem ein TVB-Akteur das Feld der besten Torschützen mit 32 Treffern an, der Konstanzer Luca Mastrocola folgt mit 19 Toren auf Rang vier.

 

Die Verletzungen und Blessuren bei Benedikt Hafner, Laurin Kugler, Julian Rottmair Torwart Sven Koester, Julian Kirschmann, Niklas Duffner und Rohat Sahin rücken Konstanz noch mehr in die Außenseiterrolle, denn noch ist nicht klar, ob sich davon bis zum Sonntag überhaupt jemand voll einsatzfähig meldet. Das Trainergespann Daniel Behrendt und Thomas Zilm richtet seinen Blick daher gezwungenermaßen in Richtung B-Jugend, doch auch diese hat mit Verletzungen zu kämpfen. So zählt für Zilm vor allem, dass sich die verbliebenen Akteure seines an für sich breiten Kaders mit guten Leistungen, wenn möglicherweise auch positionsfremd, beweisen und empfehlen wollen.

 

Zilm: „Jeder muss sich für den anderen reinhauen. Wir müssen 60 Minuten das spielen, was wir können.“ Dann, ist er sich sicher, wird seine Mannschaft mit einem guten Ergebnis belohnt. Das macht er aber nicht von Punkten abhängig, sondern möchte vor allem, dass „sich der Gegner in der Abwehr und im Angriff alles hart erarbeiten muss.“ An oberster Stelle stehen dabei konzentrierte Abschlüsse, zuletzt das Manko beim Kräftemessen mit den Junglöwen. Dies müsse man nun über 60 Minuten, nicht nur wieder eine Halbzeit hinbekommen, sonst, warnt er eindringlich, „laufen wir nur noch hinterher und werden überfahren.“ Denn wer gegen Bittenfeld einmal die Zügel schleifen lasse, sei schnell aussichtslos im Hintertreffen.

 

Egal, wer wo spielt, der HSG-Coach fordert vollen Einsatz über die volle Distanz. „Das stärkt das ganze Team“, sagt er. „Wir wollen unser Möglichstes tun und unsere Haut so teuer verkaufen wie möglich.“ Sollte die Defensive wieder zu ihrer alten Stärke zurückfinden, könnte auch wieder das Konstanzer Tempospiel ein Mittel gegen die derzeitige Übermannschaft der Eliteklasse werden. So wie beim überraschenden 38:19-Heimsieg gegen den Vizemeister am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison, der letztlich ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Tabellenplatz fünf und direkte Bundesliga-Qualifikation für die Konstanzer war.

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de