Guter zweiter Test: HSG Konstanz schlägt sich bei Erstligist BHC achtbar
Handball

Guter zweiter Test: HSG Konstanz schlägt sich bei Erstligist BHC achtbar

Neuzugang Peter Schramm fügt sich in seinem ersten Auftritt gut ein

Am Donnerstagmorgen ging es für die HSG Konstanz knapp 600 Kilometer gen Norden in die Klingenhalle Solingen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit konnte die HSG dort beim gastgebenden Erstligisten Bergischer HC im zweiten Testspiel durchaus überzeugen, lag lange in Schlagdistanz und konnte nach dem 26:33 (11:15) zufrieden mit der eigenen Leistung gegen einen starken Kontrahenten sein.

 

Ohne die beiden verletzten Linksaußen Samuel Wendel und Fabian Schlaich, die die Reise nach Westdeutschland gar nicht erst angetreten hatten, dafür mit Kreisläufer Rohat Sahin aus der A-Jugend als Unterstützung für die zuletzt etwas angeschlagenen  Markus Dangers und Michel Stotz, zeigte sich der Zweitligist vom Bodensee von Anfang an frech und angriffslustig. 3:3 stand es nach den ersten Minuten. Zwar setzte sich der BHC anschließend auf 9:5 ab, doch die HSG blieb hartnäckig dran (9:7) und war mit dem 11:15-Rückstand zur Halbzeit gut im Rennen. Vor allem die Achse um Peter Schramm und Markus Dangers funktionierte prächtig. Schramm fügte sich in seinem ersten Spiel im HSG-Trikot gleich mit vier Treffern und zwei Vorlagen auf Dangers ein. Letzterer zeigte am Kreis gegen die massive BHC-Deckung eine tolle Leistung und setzte sich immer wieder erfolgreich durch. „Das war vorne wie hinten eine vernünftige Vorstellung“, merkte André Melchert an. Das Problem lag mit zunehmender Spieldauer, in der sich mehr und mehr die Qualität des Bundesligisten durchsetzte, in der Verteidigung der ersten und zweiten Welle. „Auf die Geschwindigkeit, mit der sich beim BHC sechs Mann nach vorne bewegen und alle torgefährlich sind, muss man sich als Zweitligist erst einmal einstellen“, so der Sportliche Leiter der HSG. „Ein paar Fehler bleiben zudem nicht aus, wenn man gegen eine Deckung wie die des BHC spielt.“

 

Trotzdem war er auch von der Offensivleistung angetan und sah, wie seine Schützlinge zum 13:16 verkürzen konnten. Bis zum 16:20 blieben die Konstanzer auf Tuchfühlung, doch Jeffrey Boumhouwer (fünf Tore), Alexander Weck (fünf), Fabian Gutbrod (vier) und Co. erhöhten innerhalb von wenigen Minuten auf 23:16. Melchert: „Wir haben einen guten Ball gespielt und sehr oft sehr gute Torabschlüsse gefunden.“ Auch die 6:0-Abwehr funktionierte ordentlich, vermochte die ganze Klasse des Gegners allerdings nicht immer zu halten. Immerhin konnten sich die Torhüter Michael Haßferter und Maximilian Wolf – beide je 30 Minuten im Einsatz – mit einigen Paraden und je einem gehaltenen Siebenmeter auszeichnen. Die Gelb-Blauen fanden so noch einmal zum 20:25 zurück, mussten im letzten Angriff jedoch noch den 26:33-Endstand hinnehmen. Sportchef Melchert zog dennoch ein zufriedenes Fazit: „In der Abwehr sind wir schon gut zusammengestanden, vorne finden wir immer besser zusammen.“

 

Am Freitag steht nun noch ein Test in Burscheid bei den Bergischen Panthern aus der 3. Liga und am Samstag beim Oberligisten Unitas Haan an, bevor es am Sonntag wieder zurück an den Bodensee geht. „Wir sind noch früh in der Vorbereitung“, sagt Melchert, „wir wollen nun das im Training Erarbeitete umsetzen und so wenige technische Fehler und Gegenstöße wie möglich produzieren.“

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Michael Haßferter, Moritz Ebert (alle Tor); Michel Stotz (1), Aron Czako (1), Felix Jaeger, Matthias Hild (2), Tom Wolf (5/1), Markus Dangers (4), Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann, Fynn Beckmann (1), Joschua Braun (2), Tim Jud (2), Patrick Volz (3), Peter Schramm (4), David Knezevic (2), Rohat Sahin.

Verletzt: Fabian Schlaich, Samuel Wendel.

 

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