Gegner im Aufwind: U23 der HSG Konstanz möchte auch in Bittenfeld bestehen
Handball

Gegner im Aufwind: U23 der HSG Konstanz möchte auch in Bittenfeld bestehen

Verletzungssorgen spielen auf beiden Seiten eine Rolle

Oberliga Baden-Württemberg:

TV Bittenfeld II – HSG Konstanz U23

(Samstag, 19.30 Uhr, Gemeindehalle)

 

Nach der Energie- und Willensleistung in Neckarsulm, als nach einem 0:6-Start noch der Auswärtssieg gelang, steht die U23 der HSG Konstanz bei der Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart am Samstag vor einer erneut sehr schweren Hürde in der Fremde.

 

Wenn schon das Verletzungspech einfach nicht nachlassen will, die Moral stimmt. Von sämtlichen Widrigkeiten, Rückschlägen und einem katastrophalen Start ließ sich das mit blutjungem Aufgebot angetretene U23 der HSG nicht entmutigen. Stattdessen folgte eine eindrucksvolle Reaktion – inklusive Happy End. Ähnlich zufriedenstellend war die bisherige Trainingswoche – wenn nur die fast täglich wie ein Murmeltier grüßenden personellen Hiobsbotschaften nicht wären. Immerhin: Jonas Hadlich und Lukas Herrmann unternahmen die „ersten Gehversuche“ nach langen Spielpausen. „Die Qualität ruht dadurch gerade auf ein paar Schultern weniger“, sagt Matthias Stocker. „Dafür gibt es mehr Aktionen für die, die zuvor weniger gespielt haben.“ Die große Breite des Kaders zahlt sich nun aus und die nachrückenden Talente nutzen immer wieder erfolgreich die Chance, sich zu zeigen. Allerdings stellt des den HSG-Coach vor die anspruchsvolle Aufgabe, die Kräfte optimal zu verteilen, selbst wenn dadurch das Spielsystem und das gefürchtete Tempospiel etwas modifiziert werden müssen. Bislang ist auch dies mit großem Erfolg gelungen.

 

Mit der Reserve des TVB Stuttgart steht nun allerdings eine echte Reifeprüfung bevor. Eine, deren wahren Schwierigkeitsgrad man nicht mit einem flüchtigen Blick auf die Tabelle abzuschätzen vermag. Auch die Württemberger plagte lange Zeit enormes Verletzungspech, was zu einer Negativserie im letzten Jahr führte. Mit der Rückkehr der Verletzten jedoch ist Bittenfeld sichtlich im Aufwind. In den letzten sechs Partien musste man sich lediglich einmal geschlagen geben und trotzte dem Tabellenführer Pforzheim einen Punkt ab. Aus der roten Zone ging es so schon wieder rauf auf Platz zehn. Stocker: „Sie haben sich bislang unter Wert verkauft. Am Ende wird Bittenfeld nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.“ Mit Martin Kienzle (bester Feldtorschütze der letzten Saison), Simon Baumgarten, Alexander Heib und Daniel Sdunek stehen drei langjährige Erstligaspieler mit immenser Erfahrung im Kader. Aber auch Nick Lehmann und einige weitere junge Akteure sind schon in der 1. Bundesliga mit dabei im Team, das letzte Saison den zweitbesten Angriff der Oberliga stellte.

 

Fast alle davon waren im Hinspiel beim Konstanzer 27:17-Sieg nicht dabei. Deshalb „kann ich mir das Video schenken“, so der 31-Jährige. Stattdessen ist Stocker froh, seit zweieinhalb Jahren mit einem gewachsenen Team arbeiten zu können. So könne man auch Ausfälle verkraften. Denn: „Wir haben genug Trainingseinheiten, um uns immer wieder neu in anderen Formationen zu finden.“ Einfallsreichtum wird sicher auch vor den Toren der Landeshauptstadt gefragt sein. Gegen einen Gegner, der einen schnellen Handball vorträgt, von seiner individuellen Klasse lebt und den schnellen Abschluss sucht ist es das Ziel des Konstanzer Trainers, den TVB „in den stehenden Angriff zu zwingen.“ Mit einer guten Verteidigung gegen eine „echte Hausnummer“, auch und gerade im körperlichen Bereich.

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de

www.facebook.com/hsgkonstanz

www.instagram.com/hsgkonstanz

www.youtube.com/c/HSGKonstanzTV