Favorit Italien setzt sich im Halbfinale mit Mühe durch
Volleyball

Favorit Italien setzt sich im Halbfinale mit Mühe durch

Im Duell um den Einzug ins Finale des WEVZA U18 Turniers in Mulhouse trotzen die Schweizerinnen den klar favorisierten Italienerinnen einen Satz ab. Nach der 1:3 Niederlage treffen die Eidgenossinnen am Samstag im Spiel um Platz drei auf Spanien.

Italien. Wieder ein übermächtiger Gegner. So sah es auch bald aus, als nach wenigen Bällen der Schweizer Annahmeriegel zerbrach. Zu viele Fehler, zu viel Laufarbeit für Passeuse Céline Ackermann. Was dennoch als Angriff daherkam, war oft leichte Beute für den italienischen Block oder die Verteidigung.
Erkämpften sich die Schweizerinnen einen Punkt, folgte darauf vielmals ein Servicefehler. Sehr deutlich ging der Satz an Italien.

Ein völlig anderes Spiel im zweiten Durchgang. Plötzlich gelang es den Schweizerinnen, dem Gegner Paroli zu bieten. Man lag zwar auch bald wieder hinten, aber der Abstand hielt sich in engen Grenzen. Die Annahme funktionierte besser, man konnte selber Druck aufbauen und punktete mit Service, Angriff und auch mit dem Block. Ähnlich wie bereits gegen Deutschland kämpfte sich das Team von Dirk Groß an den Gegner heran. Beim 16:16 glich man aus, mit dem 19:18 ging man in Führung. Bei 24:23 der erste Satzball. Es folgte ein weiterer, dann hatte Italien die Chance zum Satzgewinn. Selbst die Verwirrung um einen Wechselirrtum mit der Libera Lorenz brachte das Schweizer Team nicht aus dem Konzept. Sie holten sich den Punkt, vergaben ihrerseits den dritten Satzball. Erst mit dem vierten klappte es. Ausgleich zum 1:1

Die etwas konsternierten Italienerinnen reagierten im dritten Durchgang. Mit den gleichen sechs Spielerinnen wie in den ersten beiden Sätzen erhöhten sie wieder den Druck. Die Parallelen zum ersten Satz waren unverkennbar, das 15:25 entsprach dem Gezeigten.

Die Schweizerinnen hielten im vierten Satz wieder dagegen. Auf Augenhöhe kämpfend, liessen sie die Azzurri nicht davonziehen, holten sich selbst einige Male die Führung. Die Eidgenossinnen schonten sich nicht, ihr Spiel war kräfteraubend, wurde aber nicht belohnt. Man konnte zwei Matchbälle abwehren, aber mit dem dritten zum 24:26 beendeten die Italienerinnen das Spiel.

 

Die Enttäuschung war den Spielerinnen anzumerken. Die starke Leistung wurde nicht belohnt.
Nun geht es am Samstag im kleinen Finale gegen Spanien um Platz drei. Das Spiel wird (gemäss Spielplan) um 14 Uhr angepfiffen. 

Telegramm

Freitag, 17.07.2015

WEVZA U18 Halbfinale

Schweiz – Italien 1:3 (12:25, 29:27, 15:25, 24:26)

Centre Sportif Mulhouse Alsace - 70 Zuschauer – Dauer 1h46 – Schiedsrichter: Chamut F. / Steinmetz L. – Linienrichter: Sifferlen Y. / Kriegel H.  

Schweiz: 1 Lengweiler Julie (Captain) - 2 Koch Jana - 3 Marx Francine - 8 Vergé-Dépré Zoé - 9 Ackermann Céline - 10 Guyer Vivianne - 11 Storck Maja - 12 Knutti Flavia (Libera) - 13 Boillat Elise – 14 Lorenz Alexandra (Libera) -15  Wassner Olivia - 17 Staffelbach Xenia
Staff: Groß Dirk (Headcoach) – Neubauer Nicki (Assistant Coach) – Nussbaumer M. (Physio)

Italien:  1 Carraro R. – 5 Lubian M. – 7 Botezat B. – 8 Provaroni C. – 10 Pamio A. – 11  Mancini G.M. – 12 Mazzaro G.  – 13 Melli G. – 16 Mazzotti B. – 18 Nwakalor S. – 19 Piani V (Captain) – 6 Zannoni G. (Libera)
Staff: Mencarelli M. (Headcoach) – Spanakis A. (Assistant Coach) – Gennari S. (Physio) – D’Ascenzi F. (Med.)

Bemerkungen:
Im anderen Halbfinalspiel schlägt Deutschland Spanien mit 3:2 (23:25, 17:25, 25:10, 25:19, 15:10)

 

 

Samstag, 18.07.2015 (Finalspiele)
10:00 Portugal – Frankreich
12:00 Niederlande – Belgien
14:00 Schweiz – Spanien (Spiel um Platz 3)
16:00 Italien – Deutschland (Finale)