„Ei in der ersten Halbzeit gelegt“: HSG Konstanz ohne Mut und Tempo in Lübeck
Handball

„Ei in der ersten Halbzeit gelegt“: HSG Konstanz ohne Mut und Tempo in Lübeck

Am Freitag Heimspiel gegen Hüttenberg

2. Handball-Bundesliga:

VfL Lübeck-Schwartau – HSG Konstanz

 

Nichts zu holen an der Ostsee: Der VfL Lübeck-Schwartau feierte mit dem 26:21 (15:8)-Sieg gegen die HSG Konstanz seinen sechsten Sieg in Serie. Die HSG machte sich trotz einiger guter Phasen und Aufholjagden das Leben dabei vor allem durch zu wenig Mut und zu einfache Fehler im Angriff selbst schwer. Am Freitag gastiert nun der TV Hüttenberg am Schänzle.

 

Es muss sich für die Konstanzer wie ein bitteres Déjà-vu angefühlt haben. Knapp acht Minuten waren gespielt, 6:1 leuchtete es von der Anzeigetafel. Fast der gleiche Spielfilm wie in Dormagen. Lübeck konnte die einfachen Tore durch Gegenstöße laufen, die Gäste strahlten viel zu wenig Mut, Entschlossenheit und Geschwindigkeit aus, um den massiven Abwehrriegel der Schwartauer überhaupt einmal ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Wie es auch bei einem Topteam gehen kann, zeigte sich nach einer frühen Auszeit von Daniel Eblen. Michael Haßferter parierte und vorne verkürzte der am Ende neunfache Torschütze Markus Dangers auf 6:4 (13.). Doch das altbekannte Muster, es wiederhole sich immer wieder. Immer dann, wenn die Konstanzer sich mühsam wieder in die Partie gekämpft hatten, grüßte wieder das altbekannte, verhasste Murmeltier in Form von Querpässen ohne Druck, Ballannahmen im Stand und dadurch irgendwann zwangsläufig aufkommender Unruhe und dem Fehler, auf den der VfL geduldig und clever wartete.

 

„Wir waren gehemmt in der ersten Halbzeit“, gestand Eblen. „Ohne Ball hat sich keiner bewegt. Daran haben wir so viel gearbeitet, so viel darüber gesprochen und gegen Ferndorf war das schon viel besser.“ Nun jedoch der Rückfall in alte Leiden. Der HSG-Trainer forderte immer wieder mehr Mut und Druck auf die Abwehr des Gegners. Doch die Hypothek von sieben Toren Rückstand zur Pause war schon groß. Zu groß. Obwohl sich die Gelb-Blauen in Durchgang zwei steigerten, besser ins Spiel fanden und immer wieder die Gelegenheit hatten, dem Spiel noch einmal etwas Spannung zu verleihen. Ohne den verletzten Joschua Braun und den nach ein paar Minuten verletzt ausgeschiedenen Matthias Hild sowie einem ebenfalls angeschlagenen Peter Schramm gelang nach einem 8:17-Rückstand nur noch das 15:19 durch den jungen Aron Czako, der sich wie Maximilian Wolf gleich mit ein paar guten Aktionen einfügte. Genau wie Moritz Ebert, der einen Siebenmeter parieren konnte. Zuletzt feierte auch der U23-Spieler Felix Fehrenbach sein Zweitliga-Debüt. Doch fast immer, wenn sich der HSG die Chance auf mehr bot, war Lübeck zur Stelle oder profitierte von einem Konstanzer Geschenk. Tom Wolf brachte seine Farben noch auf 20:24 heran, schließlich konnte aber David Knezevic mit seinem Treffer nur mehr den 21. Treffer zum Endstand markieren, weil in wichtigen Situationen VfL-Schlussmann Dennis Klockmann zur Stelle war.

 

Als Anhänger der Süddeutschen hatte man immer wieder die Hoffnung, dass noch einmal der Umschwung gelingt – er kam aber nicht. „Die zweite Hälfte war besser, wir haben sicher besser gedeckt, wir sind mutiger geworden“, so Eblen, „aber das Ei haben wir uns in der ersten gelegt. Wir müssen einfach immer das Beste herausholen.“ In Lübeck ist dies über weite Phasen der Begegnung nicht gelungen. Am Freitag gastiert mit Hüttenberg wieder ein Gegner auf Augenhöhe in der Schänzle-Sporthalle. Hier benötigt die HSG wieder die Entschlossenheit aus dem Ferndorf-Spiel – und mehr Mut in die eigene Stärke.

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf (1 Parade), Michael Haßferter (6 Paraden/davon 1 Siebenmeter), Moritz Ebert (1 Parade/davon 1 Siebenmeter (alle Tor); Michel Stotz, Aron Czako (2), Felix Fehrenbach, Matthias Hild, Tom Wolf (5/2), Markus Dangers (9), Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann (1), Fynn Beckmann (1), Tim Jud, Samuel Wendel (2), Peter Schramm, David Knežević (1).

Trainer: Daniel Eblen

Zuschauer: -

 

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