Die Wochen der Topspiele gehen weiter: U23 der HSG Konstanz empfängt Herrenberg
Handball

Die Wochen der Topspiele gehen weiter: U23 der HSG Konstanz empfängt Herrenberg

Konstanzer Talentteam Tabellenführer der Oberliga

Oberliga Baden-Württemberg:

HSG Konstanz U23 – SG H2Ku Herrenberg

(Sonntag, 17 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Die U23 der HSG Konstanz stellt bislang die Oberliga auf den Kopf. Als Aufsteiger führt das Team von Matthias Stocker das Feld an. Umso bemerkenswerter werden die bisherigen Erfolge, wenn man berücksichtigt, welche Gegner die Drittliga-Reserve vom Bodensee zu bespielen hatte. Plochingen, Weinsberg und Pforzheim zählen nicht nur allesamt zu den heißesten Aufstiegsanwärtern, sondern konnten ihre Partien bislang ausnahmslos siegreich gestalten – bis auf die Duelle mit den HSG-Talenten. Am Sonntag, 17 Uhr, kommt mit der SG H2Ku Herrenberg der nächste Titelkandidat in die Schänzle-Sporthalle.

 

Der ehemalige Zweitligist fand nach einer überraschenden Heimniederlage zum Saisonauftakt mit einem 27:22-Erfolg gegen Drittliga-Absteiger Köndringen/Teningen zurück in die Spur und wird von Matthias Stocker zu den stärksten Mannschaften der Liga gezählt. „Herrenberg hat gezeigt“, so der HSG-Coach, „dass das erste Spiel nur ein Ausrutscher war.“ Zumal die SG zu Saisonbeginn große Verletzungssorgen hatte, die nun langsam kleiner werden. Linkshänder Christian Rau fehlte zwar noch, doch der zweitligaerfahrene Routinier Christian Dürner konnte zuletzt schon wieder auf der Bank Platz nehmen. Mit Maximilian Fuhrmann, Dominic Rose und Sandro Münch verfügt die SG über „enorm viel Qualität im Rückraum“ stellt Stocker fest, warnt aber ebenso vor der aggressiven 3:2:1-Abwehr, die nur 22 beziehungsweise 25 Gegentreffer in den beiden ersten Spielen zuließ.

 

Doch in diesem Bereich muss sich Konstanz nicht verstecken. Nur 67 Gegentore bedeuten aktuell die beste Abwehrbilanz der vierten Liga. Der wichtigste Baustein für Stocker in Bezug auf die Erfolgsserie seiner Mannschaft. Aber auch die Steigerung von Spiel zu Spiel macht er dafür verantwortlich. „Das waren schon drei große Überraschungen“, gesteht er. „Aber wir haben dreimal nicht unverdient gewonnen. Umso erfreuter sind wir und wollen daran anknüpfen.“ Doch zurücklehnen gibt es für den ehrgeizigen Übungsleiter nicht. Er fordert jede Woche auf das neue „dass die Jungs an das Limit gehen“. Und vor allem Steigerungen im Offensivspiel, das noch längst nicht auf dem Level der Deckung ist.

 

Stocker: „Die Torausbeute ist noch ausbaufähig.“ Zwar freut er sich über kleine Fortschritte, betont aber zugleich, dass „das noch Wochen dauern wird“, bis, so hofft er, noch mehr Kapital aus der starken Defensive geschlagen werden kann. „Ein paar mehr einfache Tore würden uns noch gut tun“, so der gebürtige Spaichinger. Was macht seine Mannschaft also neben der Abwehrarbeit und zwei starken Torhütern so erfolgreich? Stockers Lippen umspielt alleine bei dieser Frage ein Lächeln. „Wir haben alle unglaublichen Spaß an der Oberliga“, erklärt er und fügt hinzu: „Das zeigen die Jungs in jedem Training und in jedem Spiel. Wir haben Lust, uns mit so starken Gegnern wie Herrenberg zu messen.“

 

Nur mit einer Vorstellung an der Leistungsgrenze könne seine junge Mannschaft bestehen und sich überhaupt eine Siegchance erarbeiten, betont Stocker. Eine entscheidende Rolle misst er erneut der eigenen Abwehr bei, die sich gegen eine starke Offensivreihe auf Seiten der SG H2Ku behaupten muss. „Ich denke die Partie wird in der Defensive entschieden“, glaubt er. „Ich hoffe, wir können dort wieder so überzeugend auftreten wie zuletzt.“ Auf Torwart Sven Gemeinhardt und Hendrik Dahm muss er verletzungsbedingt verzichten.

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de