Dank „flüssiger, guter Offensive“: HSG Konstanz feiert Kantersieg mit 37 Treffern
Handball

Dank „flüssiger, guter Offensive“: HSG Konstanz feiert Kantersieg mit 37 Treffern

im ersten Test gegen Drittligist Pfullingen

Testspiel:

HSG Konstanz – VfL Pfullingen 37:27 (18:12)

 

Der Zeitpunkt für das erste Testspiel war nach nicht einmal ganz zwei absolvierten Trainingswochen früh, die Leistung aber bereits sehr respektabel. Zweitligist HSG Konstanz konnte den VfL Pfullingen, dem in der letzten Drittliga-Saison der einzige Gästesieg in Konstanz gelungen war (28:29), deutlich mit 37:27 (18:12) in die Schranken weisen. Mit dabei beim munteren, temporeichen Testspiel-Auftakt waren auch die drei Neuzugänge Fynn Beckmann, Áron Czakó und Michael Haßferter, die sich bereits in die Torschützenliste eintragen beziehungsweise mit Paraden auszeichnen konnten.

 

Ohne die Verletzten Tim Jud, Samuel Wendel und Fabian Maier-Hasselmann zeigte die HSG Konstanz dabei von Beginn an große Spielfreude in der Offensive. Nach neun Minuten leuchte nach zwei verwandelten Gegenstößen hintereinander von Joschua Braun und Fabian Schlaich so schon nach etwas mehr als neun Minuten ein 6:2-Zwischenstand von den Anzeigetafeln. Ein weiterer Tempogegenstoß hätte fast das 7:2 bedeutet, doch der VfL-Keeper reagierte gut. Recht zufrieden zeigte sich angesichts des couragierten und schnell geführten Auftritts seiner Mannschaft auch Daniel Eblen. „Für das erste Spiel war das ganz okay“, fand er. „Mit dem Angriff war ich zufrieden.“ Konnte er auch, angesichts insgesamt 37 eigener Treffer seiner jungen Mannschaft. Mit 27 Gegentoren konnte und wollte sich der Konstanzer Cheftrainer allerdings nicht anfreunden. „In der Abwehr“, bemängelte er, „gab es ein paar Sachen, die nicht so gelaufen sind, wie wir uns das vorstellen.“

 

Zwar sei es nur und erst das erste Spiel der Vorbereitung gewesen, ohne spezielle Vorbereitung auf den Gegner, „doch das muss besser passen“, so der 44-Jährige. „Aber dafür ist noch etwas Zeit.“ Im Angriff jedenfalls gab es weiter wenig zu bemängeln, der Ball lief, angetrieben vom sehr gut aufgelegten Kapitän Tom Wolf, sehr flüssig und schnell durch die HSG-Reihen. Fabian Wiederstein und erneut Joschua Braun erhöhten bald auf 11:5, womit der Sechs-Tore-Vorsprung, der auch zur Halbzeit Bestand hatte (18:12), schon früh erreicht war. Auf der Torhüter-Position wechselten sich Simon Tölke, Maximilian Wolf und Neuzugang Michael Haßferter (HC Erlangen) ab, der in der zweiten Hälfte schon einige Paraden für sich verbuchen konnte.

 

Die beiden anderen Neuen in den Reihen der an diesem Tag ganz in blau gekleideten Gelb-Blauen konnten sich zudem direkt mehrfach in die Liste der elf verschiedenen Torschützen eintragen, sodass alle Feldspieler zum Torerfolg kamen. Fynn Beckmann traf dreimal, Áron Czakó (beide HBW Balingen-Weilstetten) war zweimal erfolgreich. Erstmals auf zehn Tore konnten die Gastgeber beim 25:15 erhöhen, als Maximilian Wolf noch einen Siebenmeter entschärf hatte. In der Folge wurde bei der HSG noch viel gewechselt und ausprobiert – und VfL-Kreisläufer Alexander Schmid nie so wirklich in den Griff bekommen. Eblen: „Das hat gegen den Kreisläufer in der Verteidigung nicht so funktioniert, wie es muss.“

 

Über das Tempo im eigenen Aufbau hingegen freute er sich, ärgerte sich aber gleichzeitig über zu viele Gegentore. „Dafür hätte ich auch in Kauf genommen, vorne nicht alle Tore zu machen. Das können wir besser.“ Doch alles in allem hat der Auftritt der HSG Konstanz durchaus Lust auf mehr gemacht, obwohl der HSG-Coach darin, wie üblich, ein Muster ohne Wert sieht. Ob der hohe Erfolg gegen den in der letzten Spielzeit so unbequemen Kontrahenten nun auf die eigene gestiegene Qualität, eine eigene gute Leistung oder aber einen schlechten Tag des Gegners zurückzuführen ist, wollte er nicht einordnen. „Keiner weiß um die Bedeutung dieses Spiels“, erklärt er. „Wie weit sind beide Teams, was für Schwerpunkte wurden gesetzt“, seien dabei die offenen Fragen. Ohne Fragen blieb die Offensivleistung: „Flüssig und gut“, urteilte der Übungsleiter. Bereits im nächsten Test am 20. Juli, 18 Uhr, in Rottweil gegen Erstliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten wird seine Mannschaft ein anderes Spiel und echter Hochkaräter erwarten. Gut möglich, dass dann schon mehr Rückschlüsse auf den aktuellen Leistungsstand möglich sind als nach dem einseitigen ersten Vergleich gegen Pfullingen (37:27).

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Simon Tölke, Michael Haßferter (alle Tor); Michel Stotz (1), Fabian Schlaich (3), Matthias Hild (1), Tom Wolf (7), Fabian Wiederstein (4), Paul Kaletsch (4/3), Felix Krüger (4), Joschua Braun (5), Tim Keupp (3), Fynn Beckmann (3), Áron Czakó (2).

 

Sommerfahrplan der HSG Konstanz:

HSG Konstanz – VfL Pfullingen 37:27 (18:12)

20. Juli, 18 Uhr, Doppelsporthalle Rottweil: Testspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten

24. Juli, 18 Uhr: Schänzle-Sporthalle Konstanz: Testspiel gegen HC Kriens-Luzern

27. Juli ab 13 Uhr: Riva-Cup in Backnang mit TuSEM Essen, Pfullingen und Oppenweiler/Backnang

31. Juli, 20 Uhr: Beachhandball-Einlagespiel bei den Beach-Days Überlingen

2. bis 4. August: Trainingslager in der Sportschule Ruit

7. August, 17.30 Uhr: Testspiel gegen BSV Bern

9. August, 19.30 Uhr: Testspiel gegen GC Amicitia Zürich

14. August, 20 Uhr: Testspiel gegen SV Salamander Kornwestheim

17. August: 1. Runde DHB-Pokal in Aue gegen EHV Aue (mögliche 2. Runde am 18. August gegen Ludwigshafen oder Leutershausen)

24. August, 19.30 Uhr: Saisonstart 2. Handball-Bundesliga in Hüttenberg

30. August, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz: Erstes Heimspiel 2. Bundesliga gegen SG BBM Bietigheim

 

Kurzfristige Änderungen möglich. Bitte aktuelle Hinweise auf www.hsgkonstanz.de beachten.

 

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