Bröggler gegen Häädler: Knappe Niederlage für das Heimteam
Handball

Bröggler gegen Häädler: Knappe Niederlage für das Heimteam

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte (12:12) können die Gäste aus Vorderland zu Beginn des zweiten Umgangs einige Tore vorlegen. Auf diesen Rückstand kann das Heimteam nicht mehr reagieren, weil einerseits die Vorderländer weiter ihr Spiel durchziehen und andererseits die Bröggler zu viel in Unterzahl agieren müssen. Die BSG gewinnt verdient mit 29:27, der HC Bruggen zeigt jedoch, dass er durchaus mit dem Leader der M2-1 Gruppe mithalten kann.

Wechselnde Führung zu Beginn

Beide Teams starteten mit viel Tempo und Dynamik in die Begegnung. Nervosität und/oder fehlende Konzentration führten jedoch zu einigen technischen Fehlern und überhasteten Abschlüssen auf beiden Seiten. Die Torhüter beider Teams zeigten nach wenigen Minuten, dass heute hinter der Verteidigungslinie nochmals mit grossem Widerstand gerechnet werden musste. Bei Vorderland hielt Rothenberger seinen Kasten vor allem bei Distanzschüssen sauber, bei Bruggen brillierte Lieberherr bei 1:1 Situationen.

Es standen sich zwei ebenbürtige Teams gegenüber, beide mit einigen Schwächen im Positionsspiel. Bruggen ein wenig stärker in der Defense, Vorderland dafür mit dem Vorteil von Tempogegestössen. Bis zum 5:5 wechselte die Führung gefühlte fünf Mal – dann konnte Vorderland zwei Tore vorlegen und diese bis kurz vor der Pause halten.

Es wurde hart verteidigt, schnell gespielt und oft mit Durchbrüchen das Tor gesucht. Für die Unparteiischen ein schwieriges Spiel, auch wegen der lauten Fasnachtsunterstützung von neben dem Feld. Auf beiden Seiten beklagten sich Spieler und Bank fortan über Entscheide und Nicht-Entscheide der Herren in rot. Kurz vor der Pause gelang es dem Heimteam mit einer dynamischen, konsequenten Verteidigung und daraus folgenden Gegenstössen die Partie wieder auszugleichen. Nach der Pause startete man somit wieder bei Null.

Keine Tore für Bruggen zum Start der Halbzeit zwei

Wie leider oft in dieser Saison, kamen die Hausherren etwas lethargisch aus den Katakomben zurück auf das Spielfeld. Im Angriff glückte wenig bis gar nichts über mehrere Minuten. Vorderland spielte weiter ihr „altbekanntes“ Spiel mit den in die tiefe wühlenden Aufbauern, die dann von 7 Metern irgendwo zwischen der Verteidigung durchbrachen oder versteckte Würfe abgaben – und das erfolgreich.

Daraus resultierte eine 3 Toreführung, die bis kurz vor Ende des Spiels konstant blieb. Mal konnte Bruggen auf 2 Tore aufschliessen, dann waren es wieder vier Treffer Rückstand. Hätte Livio Frey nicht sein Spiel der Saison gemacht – die Häädler kriegten ihn weder in Überzahl noch mit strafwürdigen Fouls in den Griff – so wäre die Bröggler Hoffnung auf Punkte schnell verflogen gewesen. Neben diesem Lichtblick wurde leider zu oft überhastet abgeschlossen und so bewirkte auch die nochmals erstarkte Verteidigung und gute Torhüterleistung in den letzten 10 Minuten keine positive Veränderung mehr, im Spielstand für das Heimteam.

Ein oder zwei Punkte wären zwar schön gewesen, um die Aufstiegsspiele zu erreichen sind jedoch die nächsten Spiele viel match-entscheidender. Insbesondere das Spiel gegen Gossau am 20. Februar dürfte entscheiden, wer in die Promotionsrunde einziehen darf. Nicht zu unterschätzen sind jedoch auch alle weiteren Gegner: die Seen Tigers, Arbon/Wittenbach und auch Romanshorn befinden sich alle im Abstiegskampf und würden dem HC Bruggen wohl nur allzu gern einige Punkte abnehmen.