„Art der Fehler brutal“: Furiose Aufholjagd der U 23 der HSG Konstanz kommt zu spät
Handball

„Art der Fehler brutal“: Furiose Aufholjagd der U 23 der HSG Konstanz kommt zu spät

Insgesamt schwache Vorstellung des Oberliga-Tabellenachten

Oberliga Baden-Württemberg:

HSG Konstanz U 23 – TV Plochingen 28:29 (9:11)

 

Die U 23 der HSG Konstanz muss weiter warten. Nach einer über 45 Minuten über weite Strecken schwachen Leistung mit vielen, vielen Fehlern kam die furiose Aufholjagd in der letzten Viertelstunde zu spät. Der TV Plochingen konnte eine Acht-Tore-Führung nach dem zweimaligen Anschlusstreffer der Drittliga-Reserve gerade noch verteidigen und den 29:28 (11:9)-Sieg sicherstellen.

 

Verdient, wie Trainer Matthias Stocker festhielt. Denn seine Mannschaft konnte zunächst erneut nicht ihr anderes Gesicht zeigen, jenes das in den ersten acht Spielen zu acht Siegen führte. Stattdessen „eklatante technische Fehler“, so Stocker, und „viele, viele Fehlwürfe.“ Nach dem 6:3 (12.) machte sich dieser erneut viel zu schwere Rucksack, mit dem sich die Gastgeber das Leben selbst enorm schwer machten, deutlich bemerkbar. Plochingen drehte die Partie und ging mit zwei Treffern in Front. „Der Start war in Ordnung“, fand der HSG-Coach und schüttelte den Kopf: „Wir haben hier jedoch die Chance wegzuziehen.“ Die vielen Fehler seiner jungen Mannschaft verhinderten dies.

 

Dass der Rückstand nach 30 Spielminuten dennoch nur zwei Treffer betrug, ließ immerhin alle Chancen für Durchgang zwei offen. Doch diese Chance wurde innerhalb von nicht einmal sechs Zeigerumdrehungen leichtfertig aus den Händen gegeben. Auf insgesamt 16 technische Fehler und 20 Fehlwürfe summierten sich die Konstanzer Unzulänglichkeiten bis zum Spielende. Über einen 12:17-Rückstand kam Plochingen durch den neunmal erfolgreichen Ex-Zweitligaspieler Lukas Fischer zum 27:19. Konstanz schien längst am Boden, ein Debakel schien sich anzubahnen. Stocker: „Die Art der technischen Fehler war teilweise brutal. Wir haben die leichtesten Bälle weggeschmissen. Das ist nicht zu erklären.“

 

Genauso wie die wundersame Auferstehung der Gelb-Blauen. Scheinbar mausetot, begann die Konstanzer U 23 nach einer Umstellung auf eine offene Deckung plötzlich wieder das Handballspielen. Mit aller Macht, Konsequenz, Emotionen und voller Feuer. All das, was zuvor gefehlt hatte, war nun plötzlich wieder zurück. Sechs Minuten später kochte die sich immer weiter füllende Halle. Mit einem 7:0-Lauf war der Abschluss hergestellt. Noch vier Minuten zu spielen – und nur noch ein Tor Rückstand. Dafür gab es ein Kompliment des B-Lizenzinhabers an sein Team. Etwas mehr als eine Minute vor dem Schluss gelang erneut der Anschluss, doch der finale Ballbesitz kam Sekunden vor dem Abpfiff zu spät. Die Aufholjagd, die Hektik und Nervosität der Gäste, verbunden mit steigender Fehlerquote, war es auch.

 

Blieb die gute Torwart-Leistung von Moritz Ebert vor der Pause noch für das eigene Offensivspiel ungenutzt, so wurde am Schluss zwar wieder mit Tempo gespielt, das Fazit beim Tabellenachten fiel dennoch vernichtend aus. „Das hatte lange nichts mit Oberliga-Niveau zu tun“, gab der Konstanzer Übungsleiter zu. „Über 45 Minuten war das ein sehr schlechtes Spiel von uns. So etwas dann noch zu drehen klappt vielleicht einmal in zehn Spielen.“ Zumal es seine Mannschaft nicht verstanden hatte, insgesamt 20 Strafminuten des TV Plochingen auszunutzen. Im Gegenteil: Oftmals verlor Konstanz die Überzahlsituationen gar. „Wenn man sich“, erklärte Stocker, „so dumm anstellt, wird es unmöglich, auszugleichen.“ Für den 30-Jährigen zählen deshalb nun erst einmal wieder die kleinen Dinge. Jeder Einzelne müsse seine Fehler reduzieren, dann könne man auch wieder als Gesamtheit erfolgreich sein, meint er. „Wir müssen jeder Einzelne wieder in die Spur finden, dann wird es auch wieder bergauf gehen.“

 

HSG Konstanz U23: Moritz Ebert,Lukas Herrmann (Tor); Joel Mauch (6/5), Marius Oßwald (4), Carl Gottesmann (1), Patrick Volz (6) Samuel Löffler (4), Felix Fehrenbach, Lars Michelberger (1), Luca Merz (2), Alexander Lauber (1), Simon Storz, Hendrik Dahm, Jonas Hadlich (3).

 

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