„Aktuell gegen Topteams etwas zu reißen ist schwer“: A-Jugend der HSG Konstanz
Handball

„Aktuell gegen Topteams etwas zu reißen ist schwer“: A-Jugend der HSG Konstanz

unterliegt Pforzheim

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – SG Pforzheim/Eutingen 21:29 (11:14)

 

Immer noch ist die A-Jugend der HSG Konstanz arg verletzungsgeplagt, musste unter anderem auf Top-Torschütze Florian Wangler verzichten, doch auch ohne die vielen Ausfälle wäre es wohl schwer gegen die SG Pforzheim/Eutingen geworden. Die körperlich präsenten Goldstädter, die in den letzten Jahren immer zu den Topteams gehörten, gewannen mit der zweitbesten Defensive der Liga schließlich 29:21 (14:11).

 

Immerhin, der Zweitliga-Nachwuchs hatte lange gut mitgehalten und nach etwas mehr als zwölf Minuten durch Jan Stotten sogar mit 7:5 vorgelegt. Pforzheim kam erst nach 20 Zeigerumdrehungen das erste Mal an den Gelb-Blauen vorbei, verschaffte sich allerdings in den letzten Minuten bis zur Pause noch einen Drei-Tore-Vorsprung. „Wir haben versucht, mit- und dagegenzuhalten“, attestierte Trainer Thomas Zilm seinem jungen, dezimierten Team zwar eine Menge Einsatz. „Doch gegen Topteams aktuell etwas zu reißen ist schwer“, musste er eingestehen. Vor allem im Angriff deutlich eingespielter als Konstanz wirkten die Gäste, die routiniert und clever auf ihre Chancen warteten und sich vom furiosen Beginn der HSG nicht beeindrucken ließen.

 

Direkt nach dem Seitenwechsel machten die Nordbadener dann richtig ernst. Binnen nur sieben Minuten hatten sie die Partie quasi entscheiden. Nico Koch war noch für Konstanz erfolgreich, dann traf im zweiten Durchgang zunächst nur noch Pforzheim – fünfmal in Folge, ohne Gegentor. Statt 12:15 leuchtete es nun erbarmungslos 12:20 von der Anzeigetafel. Überhastete Würfe, technische Fehler, ein zu schnelles und konfuses Spiel der Gastgeber waren für etliche Tempogegenstöße verantwortlich. Auf sechs Tore kam Konstanz zwischenzeitlich noch einmal heran, gab sich nicht auf und ließ sich in der nun sehr schwierigen Phase nicht komplett überrollen. Mehr war aber an diesem Tag ohne einige Leistungsträger nicht drin. Zu Beginn hatte noch die 4:2-Abwehrvariante für eine Überraschung beim Gegner gesorgt, später auch noch eine 3:3-Version und eine Manndeckung. „Wir wollten die SG dadurch immer wieder etwas aus dem Rhythmus bringen“, zeigte Zilm auf. Was auch immer wieder gelang, jedoch nicht über einen noch längeren Zeitraum

 

Mit zunehmender Spieldauer war jedoch wieder die Fehlerquote gestiegen und die Dynamik im Angriff verloren gegangen. Zilm vermisste in dieser Phase den Zug zum Tor und hätte sich gewünscht, sich gegen die 5:1-Deckung – „die hätte uns eigentlich besser liegen können“ – nicht so weit vom Tor wegdrängen zu lassen. Stattdessen wollte man die Defensive des Kontrahenten „permanent beschäftigen und in Bewegung bringen“ (Zilm). Doch die HSG-Talente gaben den Ball zu oft zu schnell ab. Pforzheim spielte hier geradliniger, zielstrebiger und machte dabei deutlich weniger Fehler. Der 29:21-Auswärtssieg war insofern nur logisch und vollauf verdient. Am Sonntag geht es für die Gelb-Blauen zum Erstliga-Nachwuchs von Frisch Auf Göppingen. Auch das ein Topteam – aber auch nur einen Punkt vor Konstanz.

 

HSG Konstanz: Tim Bammel, Benedek Kovács (beide Tor); Quirin Köble (1), Fynn Osann, Marvin Böhlefeld, Hannes Berger (1), Nico Koch (3), Jakob Löffler, Jan Stotten (2), Jens Koster (1), Leandro Lioi (6/3), Rohat Sahin (1), Benedikt Hafner (2), Constantin Eich (4).

Zuschauer: 150.

 

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