A-Jugend der HSG Konstanz startet mit „mit Kampf bis aufs Blut“ in Bundesliga-Pokalrunde
Handball

A-Jugend der HSG Konstanz startet mit „mit Kampf bis aufs Blut“ in Bundesliga-Pokalrunde

Harte Partie in Stuttgart

A-Jugend-Bundesliga:

TV Bittenfeld – HSG Konstanz 36:33 (19:15)

 

Nahe dran war die A-Jugend der HSG Konstanz zum Auftakt der Bundesliga-Pokalrunde beim Erstliga-Nachwuchs des TVB Stuttgart. Trotz nur neun Feldspielern waren die Konstanzer bis in die letzte Minute auf zwei Tore dran, mussten aber schließlich trotz gewonnener zweiter Hälfte eine 33:36 (15:19)-Niederlage hinnehmen.

 

Unzufrieden war Trainer Thomas Zilm dennoch nicht. Eine Seltenheit bei einer Niederlage. „Das war ein großer Kampf der Jungs“, zog er den Hut vor der Leistung seiner nochmals weiter als zuletzt dezimierten Mannschaft. Trotz der vielen Ausfälle konnte die HSG den Schwung aus dem Punktgewinn gegen die Rhein-Neckar Löwen nach Stuttgart transportieren. Mit Florian Wangler kehrte zudem ein Leistungsträger nach einer längeren Verletzungspause zurück. Allerdings ging die Anfangsphase zunächst vollkommen in die Hose. Kaum mehr als zwei Minuten waren absolviert, da leuchtete schon ein 4:0 für die Hausherren von der Anzeigetafel. Nach dem Katastrophen-Start kämpfte sich Konstanz allerdings zurück in das Spiel und verkürzte rasch auf nur zwei Treffer Rückstand.

 

„Wir haben uns berappelt, hatten mehr Konstanz in der Abwehr und waren dann auf Tuchfühlung“, so Zilm. Zwar noch nicht vor der Pause, als der Rückstand wieder auf vier Tore anwuchs, aber endgültig nach dem Seitenwechsel. Die noch vor der Pause unterlaufenen ärgerlichen Ballverluste und hektischen Abschlüsse waren nun auf ein Minimum reduziert und die Gelb-Blauen spielten richtig gut mit. Florian Wangler verkürzte 20 Minuten vor dem Abpfiff auf 23:24. Nach 47 Minuten war es der Spielmacher erneut, der nun sogar zum Ausgleich traf: 27:27. Nach dem 28:28 durch Nico Koch halsten sich die Konstanzer mit drei Gegentoren in Folge jedoch wieder eine Hypothek auf, an der sie immer wieder erfolgreich kratzten und auf zwei Tore verkürzten. Der Anschlusstreffer wollte aber nicht mehr gelingen.

 

Zum Schluss gaben die körperliche Überlegenheit und die größeren Wechseloptionen auf Seiten der Württemberger den Ausschlag. „Die physische Stärke hat sich dann durchgesetzt“, so Zilm. „Die Jungs haben aber alles in die Waagschale geworfen und bis aufs Blut gekämpft.“ Was in der Ausdrucksweise etwas martialisch klingen mag, war wörtlich zu verstehen. Rohat Sahn musste während des Spiels mit einer blutenden Nase behandelt werden, Jens Koster mit einem aufgeschlagenen, blutenden Kinn. „Es war eben ein körper- und kampfbetontes Spiel“, zuckte Zilm mit den Achseln. „Es gab wie erwartet auf die Knochen.“ Dennoch hatte sich seine Mannschaft mit den schnelleren Beinen und guter Abwehrarbeit einige Male auch in das Tempospiel gebracht.

 

Den Vorteil konnte Konstanz jedoch gegen die großgewachsenen Akteure des TVB zu selten für sich nutzen. Wenn Thomas Zilm etwas kritisieren wollte, dann in erster Linie, dass sich seine Mannschaft in den ersten Minuten von der Härte des Gegners hatte einschüchtern lassen. Die Emotionen und den Kampfgeist nach den ersten Minuten hätte er sich von Beginn an gewünscht, „nicht erst, als die Jungs kräftig eingesteckt haben.“ Am Samstag stellt sich um 15.15 Uhr mit der HG Oftersheim/Schwetzingen der nächste Konkurrent um einen der ersten beiden Plätze am Schänzle vor.

 

HSG Konstanz: Daniel Bozin, Tim Bammel (beide Tor); Marvin Böhlefeld (4), Hannes Berger, Nico Koch (7), Florian Wangler (9/5), Jens Koster (2), Leandro Lioi (4), Rohat Sahin (4), Constantin Eich (3), Louis Schroff.

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de

www.facebook.com/hsgkonstanz

www.instagram.com/hsgkonstanz

www.youtube.com/c/HSGKonstanzTV