A-Jugend der HSG Konstanz mit ernüchterndem Auftritt
Handball

A-Jugend der HSG Konstanz mit ernüchterndem Auftritt

Platz zwei der Bundesliga steht aktuell noch zu Buche

A-Jugend-Bundesliga:

HG Oftersheim/Schwetzingen – HSG Konstanz 33:24 (17:10)

 

Einen schweren Rückschlag hat die A-Jugend der HSG Konstanz nach ganz schwacher Leistung bei der HG Oftersheim/Schwetzingen erlitten. Mit einer ernüchternden 24:33 (10:17)-Niederlage und großer Enttäuschung im Gepäck musste die Heimreise aus Nordbaden angetreten werden.

 

Ausreden wollte danach keiner gelten lassen. Zwar musste man mit kleinem Aufgebot in Oftersheim antreten, Schuld an der deutlichen Schlappe war aber die eigene fehlende Einstellung zum Spiel und hochmotivierten Gegner. Ein Beispiel in Sachen Kampfgeist, Willen und Einsatz waren die Gastgeber, die von Beginn an deutlich machten, dass sie ihre letzte Chance, in den Kampf um Platz zwei eingreifen zu können, unbedingt nutzen wollten. Mit ihren körperlichen Vorteilen kauften sie den Konstanzern den Scheid ab, die sich allzu schnell in ihr Schicksal ergaben. Wenig bis nichts erinnerte dabei an die furiose Schlussphase beim 30:23-Hinspielsieg. Stattdessen war der Konstanzer Tross tief enttäuscht – dies völlig zu recht. „Wir waren vorne sehr langsam und pomadig, haben uns riskante Würfe genommen“, gestand Christan Korb und sah darin das Hauptproblem gegen eine gut formierte Deckung der Hausherren. So wollte von Anfang an nicht viel funktionieren und der Gegner tankte über leichte Tore im Tempogegenstoß von Minute zu Minute mehr Selbstvertrauen.

 

Mit 1:0 gingen die Gelb-Blauen in Führung, es sollte die einzige bleiben. Wenig später stand es 4:1, 12:6 und zur Pause bereits 17:10. Chancen waren zwar durchaus vorhanden, aber allzu oft scheiterte der Zweitliga-Nachwuchs an den Keepern der HG und am nicht richtig funktionierenden Zusammenspiel. Korb: „Klar hatten wir kranke und angeschlagene Spieler. Aber das Spiel ist einfach so dahingeplätschert. Alle wollen nach Hamburg – aber dafür habe ich den letzten Einsatz vermisst.“ Oftersheim war leidenschaftlicher, zielstrebiger, profitierte aber auch vom ungewöhnlich langsamen Spielaufbau und der fehlenden Dynamik auf der Gegenseite. „Die Abwehr war okay“, so Korb. Vorne drückte der Schuh deutlich mehr.

 

Auch nach dem Seitenwechsel. Hier erhöhten die Kurpfälzer schnell auf 24:12 (39.). Von da an konnte Konstanz lediglich noch ein noch größeres Desaster verhindern. Mehr gelang nicht. „Uns haben die Basics gefehlt“, sagte Korb zerknirscht. Nun bleiben zwei Wochen  bis zum nächsten wichtigen Spiel. Die Chancen auf die direkte Bundesliga-Qualifikation und eine Teilnahme an den Playoffs sind durch die hohe Niederlage aber deutlich geschrumpft. „Das war ein schwerer Rückschlag im Kampf um Platz zwei“, erklärte der HSG-Coach, dem nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem das Zustandekommen große Sorgen bereitete. „Es geht jetzt in die Crunchtime und wir haben noch ein schweres Restprogramm vor uns“, blickte er voraus. Der Druck steigt. Und das Trainerteam hofft auf eine Reaktion am 29. Februar gegen Tabellenführer Bittenfeld. Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung.

 

HSG Konstanz: Benedek Kovacs,Tim Bammel (Tor); Quirin Köble, Marvin Böhlefeld (4), Hannes Berger, Nico Koch (6), Florian Wangler (1), Jan Stotten (1), Jens Koester, Leandro Lioi (4/1), Rohat Sahin (2), Constantin Eich (6/1).

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de

www.facebook.com/hsgkonstanz

www.instagram.com/hsgkonstanz

www.youtube.com/c/HSGKonstanzTV