A-Jugend der HSG Konstanz mit Buzzerbeater zum Punkt gegen Rhein-Neckar Löwen
Handball

A-Jugend der HSG Konstanz mit Buzzerbeater zum Punkt gegen Rhein-Neckar Löwen

Mit Rückenwind nun in Pokalrunde

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – Rhein-Neckar Löwen 32:32 (18:17)

 

Mit einer starken Leistung, ganz viel Moral und nach langen Führung doch noch verdienten Schlusspunkt gelang der A-Jugend der HSG Konstanz zum Abschluss der Vorrunde das, was zuvor erst einer Mannschaft in dieser Saison gelungen war: Ein Punktgewinn gegen den überlegenen Bundesliga-Primus Rhein-Neckar Löwen (32:32).

 

Dabei schien es wie schon so oft in dieser Saison zu laufen. Der Zweitliga-Nachwuchs spielte furios auf, war zu jeder Zeit des Spiels auf Augenhöhe mit dem ungeschlagenen Tabellenführer – und legte sogar meist mit zwei Toren vor. Bis zum 31:29 durch Jan Stotten knapp fünf Minuten vor Ultimo. Bis hierhin spielten die Konstanzer nicht nur richtig gut, frech und höchst ansehnlich gegen einen körperlich deutlich überlegenen Gegner. Auch die Fehlerquote war bemerkenswert niedrig. Bis zu diesem Zeitpunkt. Plötzlich unterliefen der HSG wieder einige leichte Fehler und überhastete Abschlüsse. Mit ihrer ganzen Klasse drehten die Gäste so mit einem 3:0-Lauf die Partie und gingen mit 32:31 in Front. Als den Hausherren im folgenden Angriff wieder kein Tor gelang, schien wieder alles zu enden wie in den Wochen zuvor: Lange gut gekämpft, lange gut gespielt, am Ende aber rein gar nichts dafür auf dem eigenen Konto.

 

Zehn Sekunden vor Schluss nahm der Spitzenreiter seine letzte Auszeit, hatte im Angriff die Möglichkeit, alles klarzumachen oder zumindest die wenigen Sekunden herunterlaufen zu lassen. Von Resignation oder vorzeitigem Aufgeben waren die Gelb-Blauen selbst zu diesem Zeitpunkt allerdings ganz weit entfernt. Nico Koch gelang das schier Unmögliche: Mit der Galligkeit und der Entschlossenheit, sich unbedingt belohnen zu wollen, spritze der überragende Mann des Spiels in den Pass der Löwen, setzte zum Sprint an und wuchtete den Ball in letzter Sekunde per Buzzerbater in das Tor zum verdienten, leistungsgerechten 32:32-Remis. Es war der 13. Treffer des flinken Rückraumspielers, der zuvor immer wieder seine schnellen Beine gegen die großgewachsene Deckung der Gäste gekonnt ausgespielt hatte. Sekundenbruchteile nach dem Treffer war Koch schon begraben unter der Konstanzer Jubeltraube.

 

Trainer Thomas Zilm war stolz über den nicht alltäglichen Punktgewinn gegen das Ausnahmeteam der Liga, das letztes Jahr Deutscher Vizemeister geworden war. „Der Punkt ist mehr als gerechtfertigt. Wir haben den Druck so aufgebaut und aufrecht gehalten, dass die Löwen am Ende einen Fehler machen, der ihnen bei einer Fünf-Tore-Führung so sicher nicht passiert.“ Ein Punkt, der seine Vorgeschichte bereits in der Trainingswoche zuvor hatte. Dort wurde den „Jungs richtig der Kopf gewaschen“, erzählt Zilm und freute sich nach harter Kritik über die Reaktion auf dem Spielfeld. Insbesondere viel Dampf seiner Mannschaft in der Bewegung in die Tiefe und zwei weggefischte Siebenmeter von Benedek Kovacs. „Wir müssen immer so präsent sein, wie heute“, forderte er mit Blick auf die Pokalrunde, in die seine Mannschaft nun mit ganz viel Schwung und Selbstvertrauen gehen kann. Und im Wissen, über jede Menge Potenzial zu verfügen – Verletzungssorgen hin oder her. Allerdings musste man Benedikt Hafner verabschieden, der vor seiner Abreise nach Australien sein vorerst letztes Spiel im HSG-Trikot absolviert hat.

 

HSG Konstanz: Benedek Kovács, Tim Bammel (beide Tor); Quirin Köble, Fynn Osann, Marvin Böhlefeld, Hannes Berger, Nico Koch (13), Jan Stotten (4), Jens Koster (1), Leandro Lioi (7/4), Rohat Sahin (3), Benedikt Hafner (1), Constantin Eich (3), Louis Schroff.

 

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