A-Jugend der HSG Konstanz holt sich Big Points in Günzburg
Handball

A-Jugend der HSG Konstanz holt sich Big Points in Günzburg

Platz sechs der Bundesliga in Reichweite

A-Jugend-Bundesliga:

VfL Günzburg – HSG Konstanz 33:36 (17:16)

 

Mit zwei Big Points kehrte die A-Jugend der HSG Konstanz aus Günzburg zurück. Nach einem wilden Hin und Her waren es am Ende die Gelb-Blauen, die mit 36:33 (16:17) triumphierten und mit 12:14 Punkten Anschluss an Rang sechs hielten. Für die Bayern war es die erste zweite Heimniederlage der Saison.

 

Am Ende waren Thomas Zilm und Daniel Behrendt stolz. Stolz auf ihre Mannschaft, den gezeigten Willen und Kampf, aber vor allem stolz auf die Nervenstärke, die die junge Mannschaft vom Bodensee demonstrierte. In einer Partie, in der sich lange keine Mannschaft auf mehr als zwei Tore absetzen konnte und in der die Führung fast minütlich wechselte, stach die HSG Konstanz trotz nach wie vor großer Verletzungssorgen in den letzten 20 Minuten zu. Gerade für die Art und Weise in der dies gelungen ist, gab es Lob von Thomas Zilm. „Wir haben“, so der HSG-Coach, „trotz Rückständen nie aufgesteckt, sind immer weiter marschiert, um wieder die Füße auf den Boden und die Partie auf unsere Seite zu bekommen.“

 

Selbst als nach 42 Minuten Rohat Sahin zur 25:22-Führung traf, wenig später aber schon wieder Günzburg mit 27:26 in Front lag, ließ sich Konstanz nicht beirren. Niklas Duffner besorgte wieder das Drei-Tore-Polster (52.) und der ganz starke zehnfache Torschütze Felix Fehrenbach – bei fast 100 prozentiger Trefferquote – brachte die Gelb-Blauen schließlich mit vier Treffern in Front (33:29/54.). Der vorentscheidende Vorsprung, den sich die HSG nicht mehr nehmen ließ, obwohl der VfL Günzburg bis zuletzt alles versuchte und auf offene Deckung umstellte. Doch auch darauf fand der Drittliga-Nachwuchs sofort die passenden Antworten. Neben Rechtsaußen Felix Fehrenbach übernahm auch Julian Küchler in dieser Phase die Verantwortung. „Er hat einen ganz starken Part gespielt und wichtige Tore gemacht. Dafür muss man den Mumm haben“, sagte Zilm.

 

Denn zu Beginn hatte Günzburg in einer Partie auf Augenhöhe vorgelegt (5:3/9.). In einem temporeichen Vergleich, in dem Konstanz immer wieder phasenweise sein gefährliches Tempospiel aufziehen konnte. In Torwart Moritz Ebert hatten die HSG-Talente einen sicheren Rückhalt, der seine Vorderleute immer wieder blitzartig direkt in den Tempogegenstoß schickte. Sehr zum Ärger der Konstanzer Verantwortlichen wurde jedoch auch der Gegner immer wieder zu einfachen Toren eingeladen. „An für sich“, bilanzierte Zilm, „sind wir in der Deckung gut gestanden, haben aber am Ende der Angriffe doch noch das Tor kassiert. Das ist verbesserungswürdig."

 

In der Offensive hatte seine Mannschaft gegen die aggressive 5:1- oder 3:2:1-Abwehr der Günzburger auch im Positionsangriff gute Lösungen parat. Sei es über Florian Wangler, Luca Mastrocola oder Niklas Duffner, die HSG strahlte von jeder Position Torgefahr aus. Nur das Überzahlspiel ging wieder gründlich in die Hose. Anstatt sich hier vorentscheidend abzusetzen, ließ die Effektivität deutlich zu wünschen übrig. Die Konsequenz: Oft wurde die numerische Überlegenheit zum Bumerang. Nach einem heißen Tanz durfte die HSG Konstanz dennoch einen verdienten und eminent wichtigen Auswärtssieg feiern. Zilm: „Die Jungs haben das Vertrauen des Trainerstabs und zahlen dies zurück. Sie haben das gut gemacht.“ Trotz des Erfolges bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um die direkte Bundesliga-Qualifikation trat er sogleich auf die Bremse und forderte, „nicht euphorisch zu sein. Das waren wichtige Punkte, aber alles ist offen.“ Am Samstag, 18 Uhr, trifft Konstanz in der Schänzle-Sporthalle nun auf den scheinbar übermächtigen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen.

 

HSG Konstanz: Moritz Ebert, Tim Bammel (Tor); Julian Kirschmann, Felix Fehrenbach (10/4), Jan Stotten, Hannes Berger (1), Florian Wangler (5), Nico Koch, Niklas Duffner (6), Luca Mastrocola (4), Rohat Sahin (2), Julian Küchler (8).

Zuschauer: 250.

 

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