A-Jugend der HSG Konstanz ersatzgeschwächt: „Müssen positiv darauf reagieren“
Handball

A-Jugend der HSG Konstanz ersatzgeschwächt: „Müssen positiv darauf reagieren“

Sonntag Duell in Großbottwar

A-Jugend-Bundesliga:

JSG Bottwar – HSG Konstanz

(Sonntag, 17 Uhr, Wunnensteinhalle Großbottwar)

 

So unterschiedlich sich die A-Jugend der HSG Konstanz gegen die zwei Meisterschaftsfavoriten sowie Erst- und Zweitplatzierten Rhein-Neckar Löwen und den TV Bittenfeld geschlagen hat, Punkte waren in beiden Duellen außer Reichweite. Viel schlimmer als die Niederlagen gegen die beiden Topteams der Bundesliga wiegen zahlreiche längere Ausfälle vor dem gleichermaßen schweren wie wichtigen Auswärtsspiel bei Neuling JSG Bottwar.

 

Top-Torschütze Luca Mastrocola hat es, so beschreibt Trainer Thomas Zilm die Lage nach dem Notarzteinsatz beim letzten Spiel nach einem ausgekugelten Daumen, „böse erwischt. Ich gehe stark davon aus, dass er uns sechs bis acht Wochen fehlen wird.“ Auch Torwart Sven Koester und einige weitere Spieler werden langfristig fehlen. Mit dezimiertem Kader gestaltet sich die Trainingsarbeit ebenso schwierig wie die Vorbereitung auf das Kräftemessen bei Tabellennachbar Bottwar. Zwischen Heilbronn und Ludwigsburg gelegen, hat sich der Bundesliga-Neuling am letzten Wochenende das erste Erfolgserlebnis gesichert. Mit 40:25 in Ostfildern, sodass die Württemberger mit viel Rückenwind in das Duell mit der HSG Konstanz gehen können.

 

„Wir gehen bei unseren Verletzten kein Risiko ein, die Gesundheit der Spieler ist wichtiger“, betont Zilm im Hinblick auf den geschrumpften Kader. Doch schon gegen Bittenfeld zeigte sein Team trotz im Verlauf des Spiels ansteigender Anzahl von Ausfällen „sehr gute Moral“, so Zilm. „Wir haben sehr gut dagegen gehalten. Genau das werden wir wieder abrufen müssen.“ Denn für den HSG-Coach ist es in dieser Situation egal, wer wo und auf welcher Position spielt. „Entscheidend sind die Emotionen, die Einstellung und der Kampf“, fordert Zilm und sieht darin zugleich eine Chance für jene Talente, die bislang eher weniger Einsatzzeiten hatten.

 

Da der Gegner ohnehin noch ein ungeschriebenes Blatt für die HSG ist, will er den Fokus vor dem ersten Duell beider Teams überhaupt „ganz stark auf uns richten.“ Zilm:  „Wir haben eine veränderte Situation in der Mannschaft. Aber darauf müssen wir positiv reagieren. Jeder bekommt nun seine Chance und kann sich beweisen.“ Damit möchte die HSG Konstanz nach wie vor ein unbequemer Gegner sein und mit viel Einsatz dagegenhalten. Wichtig sei zudem eine geringe Fehlerquote, betont der B-Lizenzinhaber. „Und“, ergänzt er, „wenn dann alle Verletzten zurückkommen, werden wir noch breiter aufgestellt sein. Die Erfahrungen im Wettkampf nimmt den Jungs niemand mehr.“

 

Mit einem extrem jungen Team möchte das Trainergespann Zilm/Behrendt Tempo, Dynamik und Emotion in die Waagschale werfen. Der Saisonstart mit vier Punkten ist dabei trotz aller Widrigkeiten gelungen. Nun wartet ein wichtiges Duell unter ungünstigen Voraussetzungen gegen einen weiteren Konkurrenten im Kampf um Platz sechs und die direkte Bundesliga-Qualifikation. „Wir wollen Bottwar auf Augenhöhe begegnen“, formuliert Thomas Zilm die kurzfristigen Ziele. Sein Wunsch: Leistung abrufen und damit eine Chance zum Sieg erarbeiten. „Kommt diese, müssen wir die Punkte mitnehmen.“ Große Personalrochaden eingeschlossen.

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de