A-Jugend der HSG Konstanz bietet Ligaprimus Bittenfeld lange die Stirn
Handball

A-Jugend der HSG Konstanz bietet Ligaprimus Bittenfeld lange die Stirn

Große Verletzungssorgen bei HSG-Talenten

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – TV Bittenfeld 25:30 (14:14)

 

Achtbar hat sich die A-Jugend der HSG Konstanz gegen Tabellenführer TV Bittenfeld geschlagen. Gegen das Team, das bislang zweimal mit 15 und einmal mit elf Toren Unterschied gewonnen hatte, stemmte sich der Drittliga-Nachwuchs lange gegen die 25:30 (14:14)-Niederlage, musste am Schluss jedoch zahlreichen Ausfällen, nachlassenden Kräften und der deutlichen physischen Überlegenheit der Gäste Tribut zollen.

 

Zu Beginn des Spiels waren es sogar die Konstanzer, die der intensiven Begegnung mit ihrem Tempohandball den Stempel aufdrücken konnten: 5:3 nach einem Doppelschlag von Felix Fehrenbach (8.). Damit aber nicht genug, denn weiter mischten die Konstanzer mit mutigem, forschem Spiel die bisherige Übermannschaft auf und legten meist zwei Tore vor (10:8/19.). Ein Umstand, der den Ligaprimus allerdings kein bisschen nervös machte. Stattdessen warteten die Schwaben geduldig auf ihre Chancen und konnten die mit zunehmender Spieldauer immer entscheidender werdenden körperlichen Vorteile ausnutzen.

 

Dennoch konnte Konstanz die Partie bis zur Halbzeit und auch darüber hinaus ausgeglichen halten. Erst nach 45 Minuten konnte sich Bittenfeld erstmals etwas absetzen und sich ein Drei-Tore-Polster erarbeiten, das auch noch fünf Zeigerumdrehungen später Bestand hatte. Danach allerdings waren die HSG-Talente, die eine lange Verletztenliste und weitere Ausfälle im Verlauf des Spiels zu kompensieren hatten, mit den Kräften zusehends am Ende und mussten Bittenfeld noch etwas ziehen lassen.

 

„Wir hatten dann dem sehr kampfbetonten Spiel des TV Bittenfeld nichts mehr entgegen zu setzen“, konstatierte Thomas Zilm. „Die vielen Ausfälle vor und während des Spiels waren irgendwann einfach nicht mehr aufzufangen.“ Besonders schwer wog das Ausscheiden von Jugend-Nationalspieler und Top-Torschütze Luca Mastrocola, der mit einem ausgekugelten Daumen das Spielfeld mit einem Notarzt verlassen musste. Dazu kamen schmerzhafte Prellungen bei weiteren Akteuren. Zilm: „Man hat unseren Kräfteverschleiß schon gespürt, zumal wir gefühlt einen Kopf kleiner und fünf bis zehn Kilo leichter waren.“ So wurde der Weg zum Tor der Gäste für die Gelb-Blauen immer beschwerlicher und die Angriffe immer länger – ohne gute Abschlussmöglichkeiten.

 

Die körperliche Präsenz war auch das Mittel, auf das sich der Spitzenreiter vornehmlich – mit Erfolg – verließ. Der HSG-Trainer wirkte mit dem teilweise ruppigen Einsatz der Gäste jedoch nicht immer einverstanden. „Ich hätte mir“, sagte er, „von den Schiedsrichtern zum Schutze meiner Spieler schon manchmal eine etwas andere Linie gewünscht. Das ändert nichts am verdienten Erfolg des TVB und jeder hat da seinen eigenen Blickwinkel. Aus meinem wiegen die Ausfälle eben schwer.“

 

Für die Niederlage macht er neben einem starken Kontrahenten eigene Versäumnisse in der Deckung verantwortlich, wo der TV Bittenfeld vorgemacht hat, wie man erfolgreich mit viel Körpereinsatz verteidigt. „Wir haben nicht konsequent dagegen gehalten“, monierte Zilm. „Dennoch können wir im Großen und Ganzen mit der Leistung gegen den Tabellenführer zufrieden sein. Noch mehr Gegenwehr wäre aber möglich gewesen.“

 

HSG Konstanz: Louis Ruf, Tim Bammel (Tor); Julian Kirschmann (1), Felix Fehrenbach (5/1), Nico Koch, Reiff Balthes, Laurin Kugler (2), Yannick Sauter (1), Hannes Berger (1), Florian Wangler (7/2), Luca Mastrocola (6/1), Robin Schmidt (1), Rohat Sahin, Julian Küchler (1).

Zuschauer: 200.

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de