Frauen-Nati schlägt Schweden und ist Gruppensieger
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Frauen-Nati schlägt Schweden und ist Gruppensieger

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft gewinnt an den Olympischen Spielen in Pyeongchang auch das dritte Gruppenspiel gegen Schweden mit 2:1 und geht als Gruppensieger in die Viertelfinals. Gegner werden am Samstag Finnland oder die Olympischen Athleten Russlands sein.

Die Schweizerinnen zeigten gegen Schweden in einer Neuauflage des Bronzespiels von Sotschi ihre bisher beste Turnierleistung. Sie steigerten sich gegenüber dem Japan-Spiel, waren spritziger, konsequenter und auch gedanklich schneller als die Schwedinnen, doch sie holten aus ihrer spielerischen Überlegenheit zu wenig heraus, um das Spiel frühzeitig entscheiden zu können. Es zeugt von der Klasse der Schweizerinnen, dass sie einerseits nie die Übersicht verloren und andererseits beide Treffer in Überzahl erzielten: Alina Müller schoss im Mitteldrittel den Führungstreffer mit einem Direktschuss nach einer Kombination über Lara Stalder und Christine Meier, Phoebe Staenz gelang der Siegtreffer nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich – ebenfalls im Powerplay – acht Minuten vor Schluss mit einem Ablenker vor dem Tor. Bei beiden Toren kam der entscheidende Pass von Christine Meier, der besten Verteidigerin im Schweizer Team.

Auf wen die Schweizerinnen in ihrem zweiten olympischen Viertelfinal nach Sotschi 2014 treffen werden, steht erst morgen fest: Aufgrund der bisherigen Leistungen ist Finnland im Spiel der beiden punktelosen Teams der „oberen Gruppe“ gegen die Olympischen Athleten Russlands favorisiert. Damit könnte es am Samstag zu einer weiteren Sotschi-Neuauflage kommen: Damals gewannen die Schweizerinnen das Spiel gegen Russland und zogen in die Halbfinals ein. Im Gegensatz zu Sotschi kann das Team von Daniela Diaz diesmal den Drive und das Selbstvertrauen aus drei Siegen in der Gruppenphase mitnehmen.

 

Telegramm

Schweden - Schweiz 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)
Kwandong Hockey Center –  3545 Zuschauer – SR. Celarova, Guay; Girard Fabre, Linnek.
Tore: 34. Müller (Meier, Stalder, Ausschluss Johansson) 0:1. 48. Borgqvist (Olssin, Nylen Persson, Ausschluss Gass) 1:1. 52. Staenz (Meier, Müller, Ausschluss Grahm) 1:2.
Strafen: Schweden 6 x 2 Minuten, Schweiz 4 x 2 Minuten
Schweiz: Schelling; Meier, Gass; Altmann, Bullo; Laura Benz, Wetli; Zollinger, Sigrist; Raselli, Müller, Sara Benz; Rüedi, Stalder, Staenz; Nina Waidacher, Rüegg, Isabel Waidacher; Forster, Allemann, Monika Waidacher.
Bemerkungen: 33. Pfostenschuss Staenz. Schussverhältnis 34:47 für die Schweiz.