Findet Kreuzlingen wieder die Balance?
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Findet Kreuzlingen wieder die Balance?

Zum letzten Meisterschaftsspiel der laufenden Vorrunde empfängt Kreuzlingen morgen Samstag Uster. Die Zürcher, im Vorjahr noch stolzer Tabellendritter, sind in der Tabelle unerklärlicherweise bis auf den vorletzten Platz zurückgefallen. Kein Grund den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, ist das Disler-Team doch weit unter Wert rangiert.

Kreuzlingen muss morgen Samstag in der Partie gegen den Tabellenvorletzten Uster leistungsmässig nahtlos an die letzten zwei Partien anschliessen. Dabei gilt es exakt die Balance zwischen den Spielen gegen Linth (3:1) und Frauenfeld (0:2) zu finden. Denn hat gegen Linth Aufwand und Ertrag noch gestimmt, war dies gegen Frauenfeld ganz klar nicht mehr der Fall. Wie so oft in der laufenden Saison geht Kreuzlingen dann leer aus, wenn sie Rhythmus und Tempo bestimmten, oder kurzum das „Spiel gemacht haben“. Dass der FCK eben doch (noch) nicht ganz reif ist um an der Spitze mitzumischen, hat die schmerzliche und absolut unnötige Niederlage in Frauenfeld gezeigt. Während die Gastgeber mit minimalem Aufwand aber schlauer Taktik drei weitere Punkte eingefahren haben und munter an der Spitze mitmischen, ist Kreuzlingen nun doch ins breite Mittelfeld zurückgefallen.

Angeschlagene Gegner sind besonders gefährlich
Zumindest auf dem Papier stehen die Chancen gut, am Samstag drei weitere Punkte einzufahren. Zu Gast ist nämlich der Tabellenvorletzte Uster. Wer sich in der Liga auskennt, muss sich allerdings über deren Tabellenplatz wundern. Im Vorjahr noch stolzer Tabellendritter, müssen die Zürcher in der laufenden Saison gehörig unten durch. Ausgerechnet die Abwehr, im vergangenen Jahr noch der beste Mannschaftsteil, erweist sich heuer als Schwachpunkt. Dies muss Trainer Marc Disler, in seiner respektablen Aktivzeit bei YB, Kriens und Schaffhausen als unerschrockener Abwehrrecke bekannt, besonders schmerzen. Insbesondere, weil in der laufenden Saison mit dem 29 jährigen Bogdan Stevic ein Verteidiger mit internationalem Renommee (ehemaliger U18 Nationalspieler von Jugoslawien) zu den Oberländern gestossen ist. Von einer leichten Aufgabe - oder gar einem Pflichtsieg zu reden – ist angesichts des nahezu unveränderten Kaders gegenüber der Vorsaison aber sicher völlig fehl am Platz. Ligakenner erwarten schon seit längeren, dass Uster die „Kurve kriegt“. Angeschlagene Gegner sind bekanntlich besonders gefährlich…

Telegramm

Meisterschaft 2. Liga Interregional
Kreuzlingen - Uster
Samstag, 29. Okt. 2016 / 16.30 Uhr
FCK Arena, Kreuzlingen