FCK vergeigt den Sieg in den Schlusssekunden
Fussball

FCK vergeigt den Sieg in den Schlusssekunden

Ein Foulelfmeter in der fünften Minute der Nachspielzeit brachte den FCK um den zweiten Sieg in Folge. Nach dem achten Tor im dritten Spiel müssen die Thurgauer in Sachen Defensivverhalten schleunigst über die Bücher.

 

Die Partie gegen Widnau hätte für Kreuzlingen kaum besser beginnen können. Nach einer Balleroberung lancierte Sven Bode den pfeilschnellen Arifagic. Mit viel Übersicht legte dieser den Ball auf den mitgelaufenen Kohli der nach neun Minuten problemlos zur 1:0 Führung einschieben konnte. Es waren immer wieder diese überfallartigen Konter die den FCK im Vorteil sah. Doch weil Arifagic in der 29. Minute das leere Tor aus ungünstiger, schräger Position verfehlte und später der letzte Widnauer gerade noch vor Bode klären konnte (44.), richteten sich die meisten Zuschauer bereits auf ein Pausen-Remis ein. Doch ein Co-Produktion der Kreuzlinger Defensive – Torhüter Mujanovic und seine Verteidiger unterschätzten einen Ball in die Tiefe gründlich – nutzte Daniel Lässer mit einem eleganten Lupfer mittig ins Netz zum 1:1.

Zwei Elfmeter für Widnau

Die Unsicherheit in der FCK Abwehr hielt weiter an und führte nach der Pause zum ersten Foulelfmeter für Widnau den Daniele Varano eiskalt nützte. Nur vier Minuten später verwertete Sven Bode auf der anderen Seite ein magistrales Zuspiel von Karaki zum 2:2. Es schien, als hätte der FCK die Partie nun unter Kontrolle. Erst Recht, weil sich die Widnauer Abwehr den gleichen Lapsus wie die Kreuzlinger leisteten. Nach Giovanni Pentrellis Lupfer in der 81. Minute schien den FCK endgültig auf die Siegerstrasse einzuschwenken. Doch die Abwehrarbeit der Thurgauer hinterliess an diesem Nachmittag ein einziges Fragezeichen. Mit letztem Elan warf sich FCW-Angreifer Andrea Lo Re in der Nachspielzeit in den Strafraum und wurde prompt regelwidrig von den Beinen geholt. Stefan Lukic traf mit dem 3:3 direkt ins Herz vieler Kreuzlinger Anhänger. „Acht Gegentreffer in drei Partien geht natürlich nicht“, so FCK Trainer Kürsat nach Abpfiff. Dennoch er will weiter an den Stärken der Mannschaft weiterarbeiten. Das bedeutet aber „sehr viel Arbeit in nächster Zeit,“ so Ortancioglu mit säuerlichem Gesicht.

Telegramm

Kreuzlingen : Widnau 3:3 (1:1).
Hafenareal - 190 Zuschauer  - SR: Gecici.
Tore: 9. Kohli 1:0, 42. Lässer 1:1, 63. Verano 1:2 (Foulelfmeter), 67. Bode 2:2, 81. Pentrelli 3:2, 90+4 Lukic (Foulelfmeter) 3:3.
Kreuzlingen: Mujkanovic; Ferrone, Seeger, Schröder, Celikyurt; Stark, Kohli, Frick (77. Lucarelli); Arifagic (46. Pentrelli), Bode, Karaki (90. Juchli).
Widnau: Wetter; Faleschini, Kaya, Lukic, de Alemeida; Ivanusa, Liechti (70. Techt), Lässer (70. Lüchinger), Massari; Verano (80. Samuel Thöni), Lo Re.
Verwarnungen: 33. Arifagic (Reklamieren), 49. Frick (Foul), 63. Seeger (Foul), 69. Pentrelli (Unsportlichkeit), 92. Techt (Foul). Bemerkungen: Kreuzlingen ohne:  Affentranger (Gesperrt), Bartucca (Verletzt), Müller und Pajaziti (Aufgebot anderes Team). Widnau ohne: Aggeler, Hutter Lamorte und Alder (Aufgebot anderes Team).