FCK stark verbessert - aber weiter im Tabellenkeller
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FCK stark verbessert - aber weiter im Tabellenkeller

Kreuzlingen zeigte sich trotz der 0:4 Niederlage vor Wochenfrist erstaunlich gefestigt und dominierte die Partie in Uzwil über weite Strecken. Nur mit dem Tore schiessen tun sich die Seebuben weiter schwer, vergaben durch Mido Arifagic gar einen Elfmeter.

 

Es war die 34. Minute und die grosse Chance für die Ortancioglu Elf zum erlösenden und logischen Führungstreffer. Mit zunehmender Spieledauer hatten die Thurgauer  zuvor mehr und mehr die Kontrolle über Uzwil erlangt und die Gastgeber mit Dauerpressing in die eigene Spielhälfte gedrückt. Schliesslich brach der Verteidigungsring um  Abwehrchef Ifraim Alija zusammen. Alija, der ex-Kreuzlinger selber, konnte ein Kreuzlinger Zuspiel im Strafraum nur noch mit den Händen blockieren, der untadelige Schiri pfiff ohne zu zögern Elfmeter. Am ominösen Punkt trat Mido Arifagic an – und sah seinen Schuss von Torhüter Waldvogel exzellent pariert. Für viele Kreuzlinger Anhänger am Spielfeldrand vielleicht der Knackpunkt der Partie.

Dass die Kreuzlinger eine Woche zuvor eine herbe 0:4 Niederlage erlitten hatten, war in Uzwil jedenfalls zu keinem Zeitpunkt auszumachen. Schon kurz nach Anpfiff zeigten sie sich auf dem Sportplatz Rüti präsenter denn je. Auch nach besagter Elfmeter-Pleite blieben sie bis weit in die zweite Halbzeit am Drücker, suchten unbeirrt den Führungstreffer. Nur mit fortlaufender Zeit verloren sie sich immer mehr in ihrem eigenen System das an diesem Mittag nur ein Ziel  kannte: den unbedingten Sieg. Vielleicht hätten sie die Zeichen erkennen müssen, die auf eine Punkteteilung hingewiesen haben. Etwa die Rettungstat von Affentranger als er nach einem St. Galler Freistoss für seinen geschlagenen Schlussmann mit dem Kopf auf der Linie klären musste (72.) Spätestens aber nach 84 Minuten war wohl jedem klar, dass Grün-Weiss erneut ohne Treffer dastehen würde, wenn man solche Möglichkeiten wie Sekunden zuvor vergeigte. Erst zeigte der eingewechselte Frank Stark an der Torauslinie ein sensationelles Dribbling, verpasste es jedoch, das Leder zu seinen mitgelaufenen Kollegen im Zentrum zu passen. Sekunden später luchste Pascal Huber einem Verteidiger am Strafraum den Ball ab und konnte alleine Richtung Tor ziehen. Dort stand jedoch mit stoischer Ruhe Torhüter Waldvogel und parierte den Flachschuss von Huber aus kürzester Distanz. Die jetzt erst Recht- Reaktion der Thurgauer liess sie also jede Vorsicht vergessen und Uzwil schlug mit dem letzten Konter (wo waren da nur die Kreuzlinger Verteidiger?) unbarmherzig zu. Orcun Cengiz, der einsame und an diesem Nachmittag grösstenteils von der eigenen Mannschaft isolierte Uzwiler Angreifer enteilte mit einem Zuspiel über die linke Seite und traf alleine vor Torhüter Fellmann kaltschnäuzig ins lange Eck zum 1:0 (87.). Dass die Kreuzlinger nach Abpfiff Lob von allen Seiten einheimsten war zusätzliches Salz in die offenen Wunden der Hafenelf. Auch wenn die Saison noch jung -  und die Tabelle wenig aussagekräftig ist – der FCK belegt nach drei Runden den vorletzten Platz. Und die Frage sei erlaubt: Wie kommt man mit dieser völlig neuen Situation in den nächsten Runden klar?

Telegramm

Uzwil - Kreuzlingen 1:0 (0:0).
Rüti, Henau - 410 Zuschauer. SR: Patrick Winter.
Tore: 87. Cengiz 1:0.
Uzwil: Waldvogel; Hasler, Alija, Lanker, Marku (68. Farago); Koller (75. Knöpfel), Gülünay, Farkas (93. Asani), Nushi, Stillhart (90. Uetz); Cengiz (96. Sbocci).
Kreuzlingen: Fellmann; Ferrone (89. Frick), Seeger, Schröder, Affentranger; Miljic (63. Frank Stark), Karaki, Hoxha (90. Armbruster), Arifagic (84. Kohli), Huber; Bode.
Verwarnungen: 34. Alija (Handspiel), 66. Karaki (Halten), 70. Hasler (Foul), 88. Farago (Foul).
Bemerkungen: 34. Waldvogel pariert Handelfmeter von Arifagic. Uzwil ohne: Studer (gesperrt), Lanzendorfer (verletzt), Ebrahim und Ranisavljevic (2. Mannschaft). Kreuzlingen ohne: Juchli, Löffler, Tidim, Werne (alle verletzt), Rebsamen (Ausbildung).