FCK: Mit viel Moral die drei Punkte verteidigt
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FCK: Mit viel Moral die drei Punkte verteidigt

Mit einer markanten Leistungssteigerung gegenüber der ersten Runde holte sich Kreuzlingen in Bazenheid den ersten Sieg. In den Schlussminuten gerieten die Thurgauer aber unerklärlicherweise nochmals in Bedrängnis.

Besserung auf der ganzen Linie hatte FCK-Trainer Kürsat Ortancioglu nach der Auftaktniederlage letzte Woche versprochen. Und in der Tat war die Steigerung der Thurgauer in Bazenheid frappant. Fast eine halbe Stunde schnürte Kreuzlingen die Gastgeber regelrecht in deren Platzhälfte ein. Pech nur, dass sich FCB Torhüter Gähwiler an diesem Nachmittag in Höchstform präsentierte. Nicht nur, dass er mit gutem Stellungsspiel den Kreuzlingern das Leder im letzten Moment immer wieder vor der Nase wegschnappte, auch auf der Torlinie überzeugte er. Als nämlich Arifagic endlich unbedrängt das Tor anwiesen konnte, rette er mit einer Prachtsparade vor einem Rückstand. Vor dem Kreuzlinger Tor spielten sich dagegen seltsame Dinge ab. Eigentlich hätten sich die St. Galler bereits nach einer Viertelstunde freuen können, doch Simijonovic platzierte freistehend einen Kopfball neben das Tor. Da war sie wieder, die fehlende Zuordnung in den Kreuzlinger Reihen nach einem ruhenden Ball. Und als Kacoli nach etwas mehr als einer halben Stunde unter gütiger Mithilfe der Kreuzlinger Abwehr gar das 1:0 erzielte, ahnte die mitgereiste FCK Anhängerschar bereits das Schlimmste. Doch ehe sich Bazenheid neu sortieren konnte, brach Karaki am rechten Flügel durch und erzielte das 1:1 (36.).

Vor der Pause stark, nach der Pause noch viel besser

Und nach der Pause sollte es noch besser werden – viel besser. Mittelfeldmotor Marco Frick hämmerte nach einem Eckball das Leder aus grosser Distanz an Freund und Feind vorbei zum 1:2 ins Netz (47.). Danach schaltete und waltete der FCK nach Belieben. Einen bilderbuchmässigen Konter über Arifagic schob Sven Bode lässig ins leere Tor (53.). Bazenheid schien in ein Debakel zu schlittern. Warum Grün- Weiss dann plötzlich den Faden verlor war deshalb nicht schlüssig zu erklären. Der Anschlusstreffer von Selmani aus kurzer Distanz brachte jedenfalls wieder gehörig Schwung in die Partie (60.). Erst Recht, als FCK Verteidiger Affentranger mit der Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche musste (78.). In der hitzigen Endphase, in der das Schiedsrichtertrio mit einigen sonderbaren Entscheidungen zusätzlich für Unruhe sorgte, verpasste zuerst FCB Stürmer Selmani den sicheren Ausgleich (82.) Nur, der FCK wusste genauso wenig mit seinen Chancen anzufangen. Auch Manuel Stark (89.), Giovanni Pentrelli (91.) und Philipp Juchli (92.) scheiterten in der Endphase am starken Gähler. Auch wenn der Sieg zwischenzeitlich am seidenen Faden hing, für den FCK war er allemal verdient.

Telegramm

Bazenheid – Kreuzlingen 2:3 (1:1).
Ifang -  140 Zuschauer - SR: Alessio Auletta.
Tore: 34. Kacoli 1:0, 36. Karaki 1:1, 47. Frick 1:2, 53. Bode 1:3, 60. Selmani 2:3.
Bazenheid: Gähwiler; Lopes, Bollhalder, Baumann, Kuhn (60. Coric); Scardanzan, Musaj Labinot, Bachmann (46. Musaj Elvis), Simijonovic, Selmani (84. Cabernard); Kacoli.
Kreuzlingen: Mujanovic; Ferrone, Schröder, Seeger, Affentranger; Stark, Frick (58. Celikyurt), Kohli (90. Juchli); Karaki (74. Pentrelli), Bode, Arifagic (83. Lucarelli).
Verwarnungen: 49. Affentranger (Halten), 68. Bollhalder (Foul), 68. Karaki (Reklamieren), 70. Celikyurt (Foul), 85. Lopes (Reklamieren), 90+1. Ortancioglu (Reklamieren), 90+3 Pentrelli (Unsportlichkeit). Bemerkungen: 64. Tor von Karaki wegen Abseits annulliert. 79. Platzverweis Affentranger (gelb-rot), 93. Platzverweis Peres (gelb-rot). Bazenheid ohne: Vucovic, Kuhn, Jungblut, Dodes (verletzt) und Salman (Ferien). Kreuzlingen ohne: Löffler, Werne, El Khattabi (Aufbautraining), Mesinovic (Rekonvaleszent), Hasani.