FC Bazenheid gibt den Sieg aus der Hand
Fussball

FC Bazenheid gibt den Sieg aus der Hand

Der FC Bazenheid empfing am Muttertags-Sonntag den FC Schaffhausen II auf dem Ifang. Nachdem die Toggenburger die Punkte dreimal in Folge teilen mussten, wollten sie Zuhause endlich wieder einen Dreier einfahren.

Die ersten 10 Minuten des Spiels verliefen ausgeglichen, ohne grössere Chancen auf beiden Seiten. Wachgerüttelt wurden die Zuschauer dann eben in der 10. Minute, als Pirik seinen Mut zusammennahm und aus der zweiten Reihe abdrückte. Der Ball flog unter die Latte und es stand 1:0 für das Heimteam. Nur zwei Minuten später konnte Früh einen Einwurf auf Strafraumhöhe ausführen. Wie gewohnt brachte er den Ball wie eine Flanke zur Mitte. Dort wurde der Ball an den Rand des Sechzehners verlängert und fand Pirik. Dieser ging bei der FCS-Abwehr vergessen und er konnte zum 2:0 einschiessen.
Lange gab es keine nennenswerten Szenen, bis in der 24. Minute ein Pass in die Tiefe des Schaffhauser Angriffs einen Mitspieler fand und dieser mit einem schönen Schlenzer das Anschlusstor zum 2:1 erzielen konnte. Der tadellose Gähwiler im bazeheider Tor hatte keinerlei Abwehrchancen bei diesem «Sonntagsschuss».

Auffällig war, dass die FCB-Defensive nicht so stabil wirkte, wie in vergangenen Partien. Auf das Resultat wirkte sich dies bis zur Pause nicht aus, da auf beiden Seiten keine absolut zwingenden Chancen entstanden. Erwähnenswert ist noch eine Doppelchance der Schaffhauser, die zuerst das Tor verfehlen und kurz darauf aus spitzem Winkel nur das Aussennetz treffen.

Auch nach der Pause verlief die Partie grösstenteils ereignislos. Es war erstaunlich, dass die Spieler des FC Bazenheid die Bälle zum Teil energischer forderten als die Abstiegsgefährdeten Schaffhauser. In der 63. Minute war es dann Düring, der kurz davor eingewechselt wurde und mit einem Abschluss aufs Tor, den Puls der Zuschauer in die Höhe schnellen liess. Das spiel war geprägt von vielen Fouls.

Eine kuriose Szene ereignete sich in der 76. Minute, als Gähwiler den Ball, nachdem er ihn sich vor die Füsse gelegt hatte, wieder aufnahm und es somit einen indirekten Freistoss im Strafraum gab. Eine 9-Mann-Mauer(!) stellte sich dem Schützen in den Weg, dieser setzte den Ball jedoch an die Latte.
In der 82. Minute dann der Schreckmoment, als ein Verteidiger des Heimteams zu spät kommt und den Stürmer der Gäste im Strafraum foult – Penalty. Der Torschütze zum Anschlusstreffer nutzt auch diese Chance und schickt Gähwiler in die falsche Ecke.
Der FCS hatte nun Lunte gerochen und warf alles nach vorne. Die Bazenheider auf der anderen Seite wollten sich die 3 Punkte ebenfalls nicht so einfach nehmen lassen. Die beiden letzten guten Aktionen der Bazenheider waren je ein Freistoss. Beim Zweiten in der Nachspielzeit konnten sich die Schaffhauser bei ihrem Keeper bedanken, der den Ball noch von der Linie kratzte.

Der FCS hätte sicher mehr gebrauch als einen Punkt, um sich vom Strich zu distanzieren, kann aber froh sein, dass man einen Punkt mit nach Hause nehmen kann. Das Heimteam auf der anderen Seite fährt das vierte Unentschieden in Serie ein. Zwar hat man eines der Ziele erreicht und liegt auf dem sehr guten vierten Rang, jedoch hat das ganze aufgrund der vergebenen Führung ein wenig einen bitteren Nachgeschmack.

Die nächste Chance auf einen Sieg bietet sich dem FC Bazenheid am nächsten Samstag in Wil, wenn man gegen die 2. Mannschaft des Challenge-League-Clubs antritt.

Trainer Heris Stefanachi
«Wir hatten eine ganz neue Offensive von Anfang an auf dem Platz. Die erste Halbzeit war insgesamt ok, wir hatten die Partie im Griff. Mit den offensiven Einwechslungen in der 2.Halbzeit wollten wir die Vorentscheidung erzwingen. Alle eingewechselten Spieler haben aber der Mannschaft nicht den erhofften Schwung gebracht. Wahrscheinlich habe ich heute die falschen Einwechslungen ausgewählt. Sehr positiv ist, dass wir auf den 4.Platz angekommen sind und das ist sehr erfreulich.»

FC Bazenheid – FC Schaffhausen II 2:2 (2:1)