Erfolgreiches Inklusions-Projekt erstmals in Zürich
Behindertensport

Erfolgreiches Inklusions-Projekt erstmals in Zürich

Abbau von Vorurteilen - gemeinsamer Schulsporttag für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Die verbindende Kraft des Sports wird immer wieder gerne unterstrichen. Aber wie oft wird sie effektiv genutzt? Am 28. Mai 2015 findet deshalb in Zürich erstmals ein einzigartiger Schulsporttag statt

Bei Laureus Metro Sports by Blindspot begegnen sich Kinder mit und ohne Behinderung in einer gemeinsamen Aktivität und bauen unkompliziert Vorurteile und Barrieren ab.

Sie spielen auf dem gleichen Schulhausplatz, haben ähnliche Interessen – und doch begegnen sie sich nicht. Kinder mit und ohne Behinderung leben in Parallelwelten, die kaum durchbrochen werden. Nun spannen zwei Stadtzürcher Schulen für einen gemeinsamen Schulsporttag zusammen. Für die Leitung des integrativen Projekts Laureus Metro Sports zeichnet sich die nationale Förderorganisation Blindspot verantwortlich, Förderer ist die Laureus Stiftung Schweiz.

Unkomplizierte Begegnung mit langfristiger Wirkung
Aus dem Alltag aussteigen und Barrieren überwinden. Christoph Baumann, Schulleiter der Regelschule Altstetterstrasse und Susanne Dütsch, Co-Schulleiterin der Schule für Sehbehinderte sind sich einig. Sie stellen neben dem Spass vor allem die Intensivierung der Begegnungen und Kontakte auf Schüler- und Lehrer-Ebene ins Zentrum des gemeinsamen Sporttages. „Ich bin darauf gespannt, was aus diesem Tag im anschliessenden Schulalltag bleiben wird“, fügt Susanne Dütsch an.

Erfolgreiches Konzept
Ziel des integrativen Projektes „Laureus Metro Sports by Blindspot“ ist es, Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung ein gemeinsames Erleben von Sport und Kultur zu ermöglichen. Beim gemeinsamen Trainieren von Skema, Fechten, Streetdance und Parkour werden Freundschaften geschlossen und Vorurteile unkompliziert und nachhaltig abgebaut. „Es ist eine Lernerfahrung und Horizonterweiterung für beide Seiten“, sagt Jonas Staub, Geschäftsleiter von Blindspot.

Das Projekt startete in einer Pilotphase 2011 in verschiedenen Deutschschweizer Städten. Dabei arbeitet Blindspot eng mit Behörden, Institutionen, regionalen Strukturen und Vereinen sowie mit anderen Organisationen zusammen.

Regionaler Hauptpartner ist das Sportamt der Stadt Zürich
Fachliche und politische Unterstützung durch Schirmherrschaft von Christian Lohr. Mit dem Nationalrat Christian Lohr kann das Projekt „Laureus Metro Sports by Blindspot“ auf eine starke fachliche sowie politische Kompetenz und Persönlichkeit zählen. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, die Integration in unserer Gesellschaft in gelebter Form voranzutreiben, genauso wie es dieses Projekt tut. Gerade Kinder haben die wertvolle Gabe, im gegenseitigen Kontakt offen zu sein und Sport ist dafür eine wunderbare Plattform“, so Christian Lohr.

Die Trägerschaft
Laureus Metro Sports ist ein Projekt von Blindspot, einer Nationalen Förderorganisation für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Sie setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Inklusion in allen Strukturen als Selbstverständlichkeit gelebt wird. Menschen mit einer Behinderung sollen ebenso wie Menschen ohne Behinderung selbstbestimmt und aktiv am Leben teilhaben können.

Das Projekt wird von der Stiftung Laureus Schweiz finanziert. Mit dem Leitsatz Mit Sport eine bessere Zukunft für Kinder und Jugendliche schaffen, setzt sich die Stiftung in vier sozialen Sportprojekten für die Persönlichkeitsentwicklung sowie die Integration sozial, wirtschaftlicher oder anderweitig benachteiligten jungen Menschen in der Schweiz ein. Unterstützt wird die Stiftung dabei von namhaften aktiven und ehemaligen Sportlern sowie von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur.