Ein Sechs-Punkte-Spiel
Fussball

Ein Sechs-Punkte-Spiel

Frauenfeld (13.) steht daheim gegen Uster (12.) eigentlich unter Zugzwang, will es sich etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen.

Dasselbe gilt aber für die Zürcher. Vor Beginn der Rückrunde lagen sie noch auf Platz neun. Jetzt sind in den letzten sechs Runden zwar vier Punkte dazugekommen, doch weil auch die unmittelbare Konkurrenz nicht leer ausging, folgte das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. Allerdings liegt der FCU noch drei Punkte vor Frauenfeld.

Der FCF wird und wird seine Personalsorgen einfach nicht los. Nach der gelb-roten Karte in Uzwil fehlt jetzt auch Stürmer Yannic Kälin, der mit seinem unbändigen Kampfgeist regelmässig zu Torchancen kommt. Und die eine oder andere zudem verwertet. Jetzt müssen wieder andere in die Bresche springen. Beim unerwarteten 2:1 im letzten Heimspiel gegen Seuzach sorgte etwa Joel Lüthy sogar für den Siegestreffer. Es war sein allererstes Goal im Fanionteam. Macht er sich womöglich gegen Uster selber ein Geburtstags-Geschenk? Am Spieltag, am Samstag, 4. Mai, wird er nämlich 22 Jahre alt. Der Student lacht und hofft: «Wäre natürlich wirklich sensationell, wenn ich meinen zweiten Treffer erzielen könnte und der zudem wieder drei Punkte Wert wäre.»

Der Name Lüthy ist beim FCF bestens bekannt. Schon Grossvater Kurt und sein Vater Reto schnürten für den Frauenfelder Verein ihre Fussballstiefel. Der Junior absolvierte beim FCF seine Jugendzeit. Als es noch nicht regelmässig in die erste Mannschaft reichte, wechselte er für je eine Saison zu Tobel und zu Wängi. Mittlerweile ist er bei Frauenfeld zu einem sicheren Wert geworden und hat schon an die 30 Partien in der 2. Liga interregional absolviert.

Und das möchte er logischerweise auch in Zukunft tun. Aber die jetzige Situation spricht eigentlich eine ganz andere Sprache. Doch Joel Lüthy gibt sich kampfbereit: «Wenn wir oben bleiben wollen, dann müssen wir gegen Uster einen Dreier einfahren. Das gelingt allerdings nur, wenn jeder mindestens 110 Prozent Leistung auf den Rasen knallt. Nur mit Herz und viel Kampfgeist können wir uns aus dieser misslichen Lage befreien.»

Lüthy weiss, dass es ein schwieriges Unterfangen wird. Gerade wegen den akuten Personalsorgen: «Im Training sind wir höchstens acht bis vierzehn Spieler. Da wird es für die Trainer nicht einfach, die richtigen Massnahmen zu treffen.» Hoffentlich ist das dem Duo Exouzidis/Batali diese Woche gelungen. R. Stettler