Diskussionslos in der Meisterschaft, teuer verkauft im Cup
Volleyball

Diskussionslos in der Meisterschaft, teuer verkauft im Cup

Volleyball-Nationalliga-B: Pallavolo Kreuzlingen gewinnt samstags auswärts in drei Sätzen gegen den Tabellenersten VBC Voléro Zürich. Im Cup müssen sich die Ostschweizer dem oberklassigen Volley Schönenwerd in einem tollen Spiel mit 1:3 beugen.

Auswärts gegen den Tabellenersten Voléro Zürich wollten sich die Kreuzlinger unbedingt für die 0:3 Heimniederlage in der Vorrunde der Meisterschaft revanchieren. Die Truppe um Spielertrainer Marco Bär startete konzentriert in den ersten Satz. Die Annahme um Libero Eichelberger war von Anfang an stabil und Bär konnte seine Angreifer in Szene setzen. In der Startphase vermochte sich zunächst kein Team abzusetzen, so stand es beim ersten Timeout 7:7. Während jedoch Pallavolo das hohe Niveau halten konnte, begann Zürich ab Satzmitte stark nachzulassen. Vor allem in der Annahme bekundeten das Heimteam grosse Probleme. Pallavolo Kreuzlingen konnte verdient den ersten Satz mit 25:19 gewinnen.

In den weiteren zwei Sätzen wiederholte sich der Spielverlauf des ersten Satzes. VBC Voléro Zürich vermochte jeweils zu Beginn der Sätze mitzuhalten, konnte jedoch nicht mit der Tempo der Kreuzlinger mithalten. Vor allem am Service zeigten die Ostschweizer eine beeindruckende Konstanz. Trotz vielen Wechsel der Zürcher konnte die Annahme nicht stabilisiert werden, was dem Block der Thurgauer wortwörtlich in die Hände spielte. Schliesslich gewann Pallavolo Kreuzlingen verdient mit 3:0 gegen den Tabellenersten und liegt nun gleichauf mit 24 Punkten und einem Spiel mehr.

Im Hexenkessel verkauft Pallavolo Kreuzlingen seine Haut teuer und tapfer
Am Sonntag kam es endlich zum langersehnten Cup-Knaller gegen Volley Schönenwerd, welche momentan auf dem 4.Platz der Nationalliga-A Tabelle weilen. David gegen Goliath war die Devise, verdeutlich unter anderem durch das Duell am Netz von Adrian Bär mit 176cm Körpergrösse gegen den Spanier Daniel Rocamora (Topscorer und MVP der letztjährigen Nationalliga-A Saison) mit eindrucksvollen 203cm. Die zahlreich erschienenen Fans verwandelten die Remisberghalle in einen Hexenkessel und die Spieler von Kreuzlingen dankten es ihnen mit einem Volleyballfest. Die Ostschweizer starteten furios und angefeuert von ihrem Heimpublikum brachten sie die Solothurner zu Beginn des Satzes in grosse Bedrängnis. Beim Stand von 10:7 für die Ostschweizer war Schönenwerd gezwungen das erste Timeout zu nehmen. Pallavolo konnte völlig befreit aufspielen und zeigte dem Publikum, dass sie gewillt waren dem oberklassigen Gast die Stirn zu bieten. Es folgte ein enger Schlagabtausch und schliesslich waren es doch die Gäste, welche gegen Ende des Satzes zulegen konnten und den Satz knapp mit 25:22 gewannen. Kreuzlingen zeigte jedoch, dass man mit dem mit Nationalspielern gespickten Schönenwerd auf einer Augenhöhe spielen vermochte. Die Ostschweizer zeigten weiterhin Kampfgeist und auch im zweiten Satz vermochte man über weite Strecken mit dem Favoriten mitzuhalten, musste sich jedoch auch im zweiten Satz des Spiels mit 20:25 geschlagen geben.

Im dritten Satz zeigten die Pallavolos ihr bis anhin bestes Volleyball. Mit einer geballten Teamleistung vermochten die Thurgauer in Führung zu gehen und diese bis zum Schluss zu verteidigen. Interessanterweise war es Lorenz Eichhorn, selbst jahrelanger Spieler bei Schönenwerd, welcher den Satz mit einem direkten Servicepunkt zum 27:25 beendete. Frenetisch feierten die Ostschweizer diesen Erfolg.

Unbedingt wollten die Kreuzlinger den Schwung in den vierten Satz mitnehmen, was aber nur bedingt gelang. Schnell geriet das Heimteam in Rückstand, denn Fehler rächen sich schnell gegen ein solches Top-Team. Man zeigte sich jedoch kämpferisch und kam beim Stand von 17:19 auf zwei Punkte heran. Schliesslich war es jedoch der starke Block der Schönenenwerder, welcher eine Sensation verhinderte. Die Gäste gewannen schliesslich auch den letzten Satz mit 25:20 und damit den Cup 1/8-Final mit 3:1. Die Kreuzlingen können zufrieden sein: Sie zeigten Kampfgeist und hochklassiges Volleyball. Nun gilt es sich voll auf die Meisterschaft zu konzentrieren. Nächste Woche ist der VC Smash Winterthur im letzten Spiel der Qualifikation zu Gast.

 

 

Telegramm

VBC Voléro Zürich vs. Pallavolo Kreuzlingen 0:3 (19:25, 18:25, 21:25)
Halle: Im Birch, Zürich; Dauer: 68 Minuten 1.SR: Hutmacher Michael, 2.SR: Sirucek Petra

 

Pallavolo Kreuzlingen vs. Volley Schönenwerd 1:3 (22:25, 20:25, 27:25, 18:25)
Halle: Remisberg, Kreuzlingen; Dauer: 102 Minuten
1.SR: Sikanjic Aleksander, 2.SR: Wüthrich Matthias
Kreuzlingen mit: Oliver Cerny, Rubén Von Krannichfeldt, Elias Wetzel, Marco Bär, Lorenz Eichhorn, Urs Haerle, Lukas Eichelberger, Adrian Bär, Kai Zeglen, Reto Krattiger, Ferdinand Feuerle, ohne: Remo Spirig (verletzt)