Die Überraschung fand nicht statt
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Die Überraschung fand nicht statt

Bei den beiden NLA Hallenmeisterschaftspartien vom Wochenende ging das Aufsteigerteam aus Rickenbach-Wilen erneut leer aus. Zu überlegen, für das in der Offensive dezimierte RiWi, agierten die beiden gegnerischen Spitzenteams.

Nach dem schlechten Saisonstart vor Wochenfrist, waren RiWi-Trainer Simon Forrer und seine Spieler gewillt diesmal die Köpfe frei zu halten und die Fehler im Spiel zu minimieren. Natürlich hoffte man endlich die ersten Punkte nach Hause holen zu können. Ein schwieriges Unterfangen, galt es doch am Samstag in Müllheim gegen den amtierenden Meister und klaren Leader Diepoldsau und am Sonntag in Aadorf gegen Feldmeister Wigoltingen anzutreten.

Stark dezimierte Offensive
Erschwerend kam noch Pech im Angriff der Hinterthurgauer dazu. Neben den schon seit längerem verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen der Angreifer Kevin Müller und Daniel Baumgartner «erwischte» es innert Wochenfrist auch noch Philipp Jung und Timo Hagmann. Nur noch ein einziger gesunder Angreifer blieb übrig und so kam Daniel Baumgartner nach sieben Monaten Ausfall erstmal wieder zum Einsatz.

Gegen den Leader Alles versucht
Mit deutlich mehr Lockerheit als in den Startpartien ging RiWi am Samstag in die letzte Vorrundenpartie gegen Meister und Leader Diepoldsau. Viel weniger eigene Fehler ermöglichtem dem Underdog mit starken Aktionen immer wieder Stiche zu setzen um jeweils bis zur Satzmitte das Resultat ausgeglichen halten zu können. Das Können des kompakt agierenden Gegners setze sich aber klar durch und die 0:3 Niederlage war nur logisch.

Hoffnung gegen Wigoltingen
Da Feldmeister Wigoltingen am Sonntag in Aadorf vor dem RiWi-Spiel gegen Diepoldsau antreten musste und ebenso klar unterlag wie RiWi am Vortag rechnete man sich bei den Hinterthurgauern bessere Chancen aus. Beide Teams fanden aber anfänglich nicht so recht ins Spiel und jeder profitierte von den Fehlern des Gegners. Dem Favoriten gelang es aber schnell die Sicherheit zu finden und den Startsatz für sich zu entscheiden Bei RiWi schlichen sich wieder Eigenfehler ein, die durch einen schnellen 0:6 Rückstand brutal dokumentiert wurden. Aus Mangel an Angreifern versuchte Trainer Forrer durch Umstellengen im Team die Situation zu verbessern. Eine tolle Aufholjagt überraschte nun den Gegner und mit dem Zuspieler am Schlag gelang sensationell der Ausgleich zum 8:8, ehe der Satz doch noch an den glücklicheren Gegner ging. Der nun stark nachlassende Angriffsdruck reichte am Schluss nicht mehr um das 0:3 zu verhindern.

Weihnachtspause nutzen
Trainer Simon Forrer schaut in die Zukunft wenn er sagt: «Wir sind noch nicht abgestiegen, denn wir haben noch vier Partie vor uns. Ich habe heute auch wieder viele kleine Fortschritte gesehen, auch im mentalen Bereich. Ich werde auf den positiven Erfahrungen aufbauen, der Weg wird aber noch lang und steinig sein». Die ausstehenden vier Partien finden erst am 20./21. Januar in Diepoldsau und Wilen statt. Diese Zeit gilt es zu nutzen um die Ziele des Trainers möglichst effizient mit dem Team umsetzen zu können. Bis dann sollte sich auch die personell enge Situation wieder verbessert haben.

Telegramm

RiWi:  Simon Stäbler, Daniel Baumgartner, Silvan Jung, Pascal Holenstein, Christian Stäbler, Walter Gantenbein, Philipp Jung (verletzt), Kevin Müller (verletzt), Timo Hagmann (krank)

Trainer/Coach:  Simon Forrer Betreuer: Jürg Sprenger
Diepoldsau - RiWi         3:0 (11:6/11:6/11:7)
Wigoltingen - RiWi         3:0 (11:6/11:8/11:5)