Derby – Stimmung – Werbung für den Fussball
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Derby – Stimmung – Werbung für den Fussball

Zahlreich strömten die Zuschauer am Samstag auf die Rüti in Henau um das Derby und hoffentlich viel Spektakel zu sehen. Der in der Rückrunde ungeschlagene Zweite FC Uzwil empfing den ebenfalls formstarken FC Bazenheid.

FC Uzwil – FC Bazenheid 1:1 (0:0)
Die Toggenburger zeigten auch von Beginn an ihre Klasse und konnten sich in der Startphase einige Vorteile erarbeiten. Richtig gefährliche Situationen konnten sich in der Startphase keine der beiden Mannschaften erarbeiten. Nach einer Viertelstunde kam dan auch der FC Uzwil etwas besser ins Spiel und die Partie gestaltete sich äusserst ausgeglichen.
Der FCB war bemüht über die Flügel Druck zu machen und so kam Ramada Luis in der 19. Minute zum ersten Abschluss in Richtung Tor. Dieses verfehlte er jedoch knapp. Uzwil war vor allem mit schnellen Kontern gefährlich. So war es Gähwiler, der eine Hereingabe mit den Fingerspitzen abfangen konnte. Im direkten Gegenstoss zog der sehr aktive Düring im eins gegen eins mit dem Torhüter der Uzwiler den Kürzeren und scheiterte.
Bis zur Pause gab es nicht viele Torchancen, jedoch lagen die Vorteile auf Seiten der Bazenheider.

Auch nach dem Pausentee war der FCB bemüht nach vorne zu spielen und erarbeitete sich einige Strafraumszenen. Die meisten Aktionen scheiterten am letzten Ball zur Mitte oder aufs Tor. In der Defensive waren die Bazenheider ebenfalls hellwach und liessen nichts anbrennen.

Der Schock für die Toggenburger kam in der 51. Minute, als Nushi mit einem weiten Ball bedient wurde und der ehemalige Profifussballer liess sich nicht zweimal bitten. Mit einer Körpertäuschung liess er den letzten Verteidiger stehen und schob eiskalt zum 1:0 für den FC Uzwil ein.

Die Bazenheider drückten aufs Gas und wollten unbedingt den Ausgleich erzwingen und erspielten sich mehrere Grosschancen. Der nächste grosse Aufreger kam in der 68. Minute, als ein Uzwiler im Strafraum zu Fall kam und der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Nushi nahm Anlauf und scheiterte am glänzend reagierenden Gähwiler. Mit dieser Glanztat konnte jener sein Team im Spiel halten.

Das Attraktive Spiel verlagerte sich von einer Seite auf die andere und es war alles offen. So war es in der 77. Minute wieder Gähwiler, der mit einer Parade einen Abschluss von Nushi zum Eckball klären konnte. Die darauffolgende Flanke wurde nicht verwertet, da der uzwiler Angreifer aus kürzester Distanz scheiterte.

Der Trainer der Bazenheider stellte auf ein 4-4-2 um, um mit zwei Mittelstürmern noch mehr Gewicht auf die Offensive zu legen. In der 80. Stellte er erneut um auf ein noch offensiveres 3-5-2. Dies zeigte Wirkung und so wusste sich ein uzwiler Verteidiger in der 82. Minute nur noch mit einem Foul zu helfen. Er legte Titaro im Strafraum und Gregorin versenkte den fälligen Penalty zum 1:1. Nun warfen beide Teams alles nach vorne und spielten All-in. Im Minutentakt gab es hochkarätige Torchancen auf beiden Seiten. Die letzte Chance des Spiels vergab Nushi und so teilten sich die beiden Teams die Punkte.

Der Trainer Heris Stefanachi
«Wir hatten in der Ballbesitzphase einen klaren taktischen Spielplan, den meine Spieler nicht angewendet haben und das ist ein Problem für mich. 2 Spieler haben für die Zuschauer und nicht nach unseren Prinzipien gespielt und das wird zum Problem für sie. Vor dem Gegentor haben wir praktisch nichts zugelassen und nach dem Gegentor haben wir zu früh das Gleichgewicht verloren, so dass Uzwil zu vielen Konterchancen kam. Wir haben uns aber mit Herz zurück in die Partie gekämpft und für den Sieg gingen wir am Schluss auch das Risiko ein, zu verlieren. Alle Spieler gingen aber ans Limit und gaben alles was sie hatten. Am Schluss war es ein offener Schlagabtausch, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten und nach dem Spiel gab man sich die Hand und alles war vorbei. So muss es sein. Gute Werbung für den Fussball»