Der Favoritenrolle mit Gold gerecht geworden
Behindertensport

Der Favoritenrolle mit Gold gerecht geworden

Auch im sechsten Rennen an den Weltmeisterschaften im französischen Lyon geht Marcel Hug nicht leer aus. Der 27-jährige Pfyner gewann über die Marathondistanz mit knapp vier Minuten Vorsprung.

Hugs Dominanz ist schlicht beeindruckend. Er gewann 6 der total 14 Schweizer WM-Medaillen.

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Bericht von Mike Gadient und SI

Marcel Hug, der seiner Favoritenrolle in sämtlichen Rennen gerecht wurde, reist als fünffacher Weltmeister aus Lyon ab. Im Marathon der Leichtathletik-WM der Behindertensportler in Lyon wies der Thurgauer im Ziel mit einer Zeit von 1:28,44 Stunden einen Vorsprung von beinahe vier Minuten auf seine ersten Verfolger auf. Hinter ihm kamen vier Athleten innerhalb von einer Sekunde ins Ziel. Auf dem 4. Schussrang landete dabei Landsmann Heinz Frei.

Bereits im ersten Aufstieg distanzierte Hug gemeinsam mit dem Polen Tomasz Hamerlak das Feld. Sein Fluchtgefährte vermochte indes das vom Schweizer angeschlagene Tempo nicht mitzugehen. Der 27-Jährige baute seinen Vorsprung auf den nachfolgenden Runden aus, während sich die Konkurrenz bereits auf den zweiten Rang konzentrierte.

Übermut kam nie auf

Mit sechs WM-Medaillen bei ebenso vielen Starts stellte Marcel Hug seine blendende Form unter Beweis. Wie vor den Weltmeisterschaften von ihm erhofft, gewann der Übermut trotz der zahlreichen Erfolgen innert kurzer Zeit nie die Oberhand. "Ich werde keinen Athleten unterschätzen, taktische Spielereinen werden in meinen WM-Rennen keinen Platz mehr haben!”, gab der Weltrekordhalter die Devise bereits vor der Abreise Richtung Lyon gegenüber sport-fan durch.

Die Konkurrenz fand in Lyon insgesamt fünfmal kein Mittel, um Marcel Hug am Erfolg zu hindern. Der Rollstuhl Sportler gewann über die Distanzen Maraton, 400, 1500, 5000 und 10‘000 Meter. Einzig über 800 Meter reichte es dem Pfyner "nur" zum Vizeweltmeistertitel.

Marcel Hug gewinnt überlegen Gold im Marathon.