Amriswil macht den ersten Schritt
Volleyball

Amriswil macht den ersten Schritt

Zum zweiten Mal innert zweier Wochen holte sich Volley Amriswil mit einer soliden Leistung in Schönenwerd einen klaren 3:0-Sieg. Der amtierende Meister zeigte sich im Vergleich zum Lausanne-Spiel klar verbessert.

Die Solothurner starteten sehr nervös ins Spiel. Das kam den zuletzt etwas verunsicherten Thurgauern entgegen, die schon sehr bald einmal mit sieben Punkten in Führung lagen. Dabei fielen vor allem der spielfreudige Sébastien Steigmeier und die Mitteangreifer Aleks Ljubicic und Nehemiah Mote positiv auf. Der Vorsprung schmolz zwischenzeitlich auf bloss noch vier Punkte, aber nach 24 Minuten war der Satz mit 25:18 im Trockenen.

Mehr Widerstand
Der zweite Satz entwickelte sich um einiges zäher. Die Niederämter, die verletzungsbedingt ohne ihre beiden besten Mitteangreifer antreten mussten, kamen durch Topscorer Leo Gerber und Diagonalangreifer Daniel Rocamora immer wieder zu schönen Punkten. Dieselben Spieler sahen sich aber mit fortschreitender Spieldauer einem starken Amriswiler Block gegenüber, der viele Angriffe zunichte machte. Bis zum 18:18 wechselte die Führung laufend, ehe das variantenreichere Spiel der Gäste zum 25:22-Satzgewinn führte.

Gute Teamleistung bis zum Schluss
Im dritten Satz gelang es «Schöni», sich bis zum 12:9 eine satte Führung herauszuspielen. Ein Timeout durch Coach Ratko Pavlicevic stand dann am Anfang der Kehrtwende. Bis zur 17:14-Führung von Amriswil punkteten fast nur Nemanja Jakovljevic und «Nemo» Mote. Gegen Ende des Spiels liess sich auch Jovan Djokic mehrere gute Punkte zuschreiben, was letztendlich einen sicheren Abschluss mit 25:20 einbrachte.

Entscheidung am kommenden Wochenende
Am kommenden Samstag kann Volley Amriswil diese Playoff-Viertelsfinalserie schon entscheiden. In der heimischen Tellenfeld-Halle gastiert Schönenwerd um 17:00 Uhr. Sollten die Solothurner die zweite Begegnung für sich entscheiden können, kommt es tags darauf um 16:00 Uhr im Tellenfeld zur Entscheidungspartie.

Nachdem sich Volley Amriswil und Coach Ratko Pavlicevic geeinigt hatten, nach drei erfolgreichen Jahren keinen neuen Vertrag für die nächste Saison einzugehen, waren die Verantwortlichen des Schweizer Meisters auf der Suche nach einem neuen Trainer und Coach. Dieser Prozess konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden. Der neue Mann heisst Marko Klok und ist ein 50-jähriger Holländer. Als Spieler wurde Klok Meister in Belgien, Holland und Italien und zweifacher CEV-Cup-Winner mit Piaggio Roma und Urengoi aus Russland. Seit zehn Jahren ist der in Belgien wohnhafte Vater von zwei Kindern im Trainergeschäft tätig. Dabei stechen vor allem die Engagements bei Asse-Lennik und Gent-Heren in der starken belgischen Liga A heraus. Klok gilt als kommunikativer Trainer, der fünf Sprachen spricht, darunter Deutsch.

Telegramm

Volley Schönenwerd-Volley Amriswil 0:3 (18:25, 22:25, 20:25)
Betoncoupe Arena, Schönenwerd; 180 Zuschauer; 1. Schiedsrichter: Yves Kälin, 2. Schiedsrichter: Cédric Grellier.
Startformation Amriswil: J. Djokic, A. Ljubicic, S. Steigmeier, N. Jakovljevic, N. Mote, J. Howatson, C. Daniel (Libero)
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