Aadorf verfehlt Saisonziel
Volleyball

Aadorf verfehlt Saisonziel

Die Volleyballerinnen vom VBC Aadorf verpassen in der 7. Playoff-Runde zu Hause gegen den VB Therwil auf die Siegesstrasse zurückzukehren. Mit einem 1:3 müssen sich die Thurgauerinnen auch im letzten Heimspiel der Saison geschlagen geben und verfehlen so auch das Saisonziel.

Die Ziele vor der Saison waren hoch aber dennoch machbar. Einen Platz unter den Top 3 der Nationalliga B hätte es werden sollen. Nachdem das Team um Headcoach Frieder Strohm sogar die Qualifikation für sich entscheiden konnte und als bestes Team der Ostgruppe in die Play-Offs stieg, schielte man sogar dem Meistertitel. Nach einem perfekten Start in die Finalrunde, folgte bereits am zweiten Spieltag die Ernüchterung. Seitdem scheint beim ambitionierten Team aus dem Thurgau die Luft draussen zu sein.

Dementsprechend war auch der Auftritt gegen den VB Therwil. Die Thurgauerinnen, die ihr letztes Heimspiel der Saison bestritten waren bemüht, zeigten phasenweise auch wieso sie zu den Top-Teams der Liga gehören. Eben nur phasenweise konnte man dem Gegner Parole bieten, viel zu wenig um in der Finalrunde gegen die besten Teams auch der Nationalliga B bestehen zu können. Das Team aus dem Baselbiet merkte man die Spielfreude förmlich an. Insbesondere die 27-jährige Tanja Lüdin, die auch zur MVP des Spiels gekürt wurde, war am diesem Abend einfach eine Klasse für sich. Die Thurgauerinnen vermochten Lüdin über das ganze Spiel einfach nicht in den Griff zu kriegen.

Die Thurgauerinnen waren in den ersten und zweiten Satz zu harmlos um die Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Zu viele Anläufe waren nötig um die Therwiler-Defense in Schwierigkeiten zu bringen. Hinzu kam auch die Annahme die wankte und den Spielaufbau umso schwieriger machte. Therwil spielte nicht überragend aber konstant. So war der Gewinn des ersten und zweiten Satzes mit 25:18 für die Gäste eine reine Formsache.

NLB-Debüt für Viviane Habegger
Die erst 16-jährige Juniorinnen Nationalspielerin Viviane Habegger, erhielt vom Strohm das Vertrauen und durfte beim zweitletzten Spiel der Saison ihr Debüt in der Nationalliga B feiern. Noch vor ihrem ersten Einsatz merkte man ihr die Nervosität förmlich an. Diese verflog jedoch schon recht bald und die junge Schweizerinnen zeigte bei ihrem ersten Spiel in der zweithöchsten Volleyballliga eine ansprechende Leistung.

Im Dritten zeigten sich die Thurgauerinnen bissiger und konnten die Therwilerinnen weitgehend in Schach halten. Auch Dank Nina Lutz die immer besser ins Spiel fand und wieder einmal eine Top Angriffsquote aufwies, blieb das Heimteam im Dritten gefährlich. Mit 25:20 konnten die Thurgauerinnen den Satz für sich entscheiden und auf 1:2 nach Sätzen verkürzen.

Die Therwilerinnen hatten sich nach dem verlorenen Satz im Dritten besser auf die Thurgauerinnen eingestellt und spielten wieder ähnlich souverän wie in den Sätzen eins und zwei. Obwohl die Gäste das Spiel wieder eigenermassen wieder in den Griff bekamen, gaben sich Thurgauerinnen nicht auf und kämpften um jeden Ball. Das Team um Headcoach Frieder Strohm verteidigte stark, war aber immer wieder gezwungen aus schwierigen Zuspiele den Punkt suchen, was die Fehlerquote teilweise nach oben trieb. Therwil spielte so sein Programm runter und konnte am Ende den Satz mit 25:22 und das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden.

Die Thurgauerinnen werden nun schauen müssen, dass sie die Finalrunde mit einem versöhnlichen Ergebnis abschliessen können. Gegen den aktuellen Leader den VBC Münchenbuchsee, wird sicherlich kein einfaches Spiel werden. Das Team aus dem Bernbiet ist mit einer Hand bereits am Meisterpokal dran und wird sich sicherlich mit Händen und Füssen gegen die Thurgauerinnen wehren.

Telegramm

5. Playoffrunde – Nationalliga B
VBC Aadorf (5.) vs. VB Therwil (3.) 1:3 (18:25, 18:25, 25:20, 22:25)
Sporthalle Löhracker -  Aadorf
Zuschauer: 175 – Spieldauer: 1 Std. 42 min.
Für Aadorf im Einsatz: Lara Hasler, Egger Michelle, Lutz Nina, Viviane Habegger, Pantaleoni Nadja, Widmer Mascha, Albertini Elis, Oswald Rahel, Koch Martina und Yürükalen Filiz, Meili Ramona
Nicht im Aufgebot: Anja Lutz (verletzt)