4 Spiele im Januar
Handball

4 Spiele im Januar

Die Schweizer Nationalmannschaft trifft in der WM-Qualifikation auf Bosnien-Herzegowina und Estland. Im Kampf um das Playoff-Ticket braucht das Team Rang 1.

WM-Qualifikation: Schweiz trifft auf Bosnien-Herzegowina und Estland
Die Schweizer Nationalmannschaft der Männer trifft in den bevorstehenden WM-Qualifikation auf Bosnien-Herzegowina und Estland. Das ergab die Auslosung in Wien, bei der die Gruppen zur ersten Qualifikationsphase für die WM 2019 in Deutschland und Dänemark ausgelost wurden. Die Schweiz bestreitet alle ihre vier Partien im Januar 2018 und wagt sodann den Angriff auf Platz 1, der zur Teilnahme an den WM-Playoffs berechtigt.

Gegen Bosnien-Herzegowina gab es für die Schweizer Nationalmannschaft bislang drei Duelle. Alle Partien aus den Jahren 2007, 2008 und 2009 gingen für die Eidgenossen verloren. Nun hat die Equipe von Michael Suter die Chance, die negative Statistik gegen die Bosnier aufzubessern und das Tor zur WM weit aufzustossen. Bosnien verpasste allerdings vor wenigen Wochen nur knapp die Qualifikation zur EM und musste Österreich den Vortritt lassen. Die in Topf 1 gesetzte Mannschaft vom Balkan ist auch für SHV-Leistungssportchef Ingo Meckes eine knifflige Aufgabe: "Bosnien ist eine starke Mannschaft, gegen die wir unsere beste Leistung abrufen müssen. Dass wir aus Topf 1 einen anspruchvollen Gegner bekommen würden, war zu erwarten. Wir nehmen das Los, so wie es ist und gehen optimistisch in die Spiele."

Zweiter Gegner in der einzigen Dreiergruppe ist Estland. Zweimal traf die Schweizer Nationalmannschaft in ihrer Länderspiel-Historie bisher auf die Esten. 2014 gewannen die Schweizer in der EM-Qualifikation auswärts deutlich, vor heimischer gab es eine knappe Ein-Tor-Niederlage. Damals schon dabei waren u.a. die aktuellen Nationalspieler Andy Schmid, Nikola Portner, Nicolas Raemy, Roman Sidorowicz, Pascal Vernier, Jonas Dähler und Lukas von Deschwanden. Ingo Meckes warnt davor die Esten zu unterschätzen: "Estland hat einige Spieler, die in der Bundesliga aktiv sind, darunter Mait Patrail, der früher bei den Kadetten unter Vertrag stand oder auf Dener Jaanimaa, der schon für Kiel spielte. Sie haben einige Spieler, die Erfahrung auf europäischem Level haben, das dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen."

Der Gruppensieg ist für die Mannschaft um Andy Schmid pflicht, will sie im Juni 2018 bei den Playoff-Spielen um eines der begehrten Tickets für die Weltmeisterschaft kämpfen. Zunächst stehen dabei zwischen dem 3. und 7. Januar 2018 zwei Partien gegen Estland an (zuerst auswärts), anschliessend trifft die Equipe von Michael Suter zwischen dem 10. und 14. Januar zweimal auf Bosnien-Herzegowina (zuerst zu Hause). Die genauen Spieldaten folgen demnächst.